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Manel Loureiro

Apokalypse Z - Zorn der Gerechten


 
»Apokalypse Z - Zorn der Gerechten« von Manel Loureiro


Besprochen von:
 
killerbiene75
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Drei Menschen versuchen die USA zu erreichen, nachdem Sie durch Europa gezogen sind und feststellen mussten, dass ganz Europa in Trümmern liegt. Überall wo man hinsieht sind die Untoten - eine Bevölkerung die zu 90 Prozent von einem unbekannten Virus in hungrige wandelnde Toten verwandelt worden ist. Aber ein kleines Städchen in den USA hat bis jetzt überstanden und ist von einer riesigen Mauer umgeben um die Zombies draußen zu halten. Dieser Ort verspricht auf den ersten Blick endlich Sicherheit, doch manchmal sind die Menschen schlimmer als die Untoten.

Autor
Der spanische Autor Manel Loureiro wurde in Pontevedra (Spanien) geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Santiago de Compostela. Der Roman Apokalypse Z ist sein Debüt.

Apokalypse Z – Reihe
1. Apokalypse Z (14.04.2014)
2. Apokalypse Z – Dunkle Tage (13.10.2014) (Original „Dark Days“)
3. Apokalypse Z – Zorn der Gerechten (11.05.2015) (Original „The Wrath of the just“)

Wertung
Der dritte Band löst den gemeinen Cliffhanger vom Vorband geschickt auf und man kann sich beruhigt in die abenteuerliche Reise der drei Gefährten stürzen, die von einer Katastrophe zur nächsten steuern. Ich habe keine Sekunde Langeweile gehabt und wurde geradezu von den Ereignissen überrollt. Jeder Satz erzeugt entweder Gänsehaut oder pure Spannung. Der Kater Lucolo ist genau wie der Ukrainer Prischenko und die junge Frau Lucia wieder dabei und unterstützen den noch immer namenlosen Anwalt. Kein einziges Mal erfährt der Leser dessen Namen und das ein oder andere Mal hätte dieser durchaus mit Namen angesprochen werden müssen. Doch auch hier schafft es der Autor die Situation geschickt zu formulieren, dass es kaum auffällt, dass der Name des Anwaltes mal wieder nicht genannt wird.

Der Ukrainer Pritschenko hat seine Familie in der Heimat zurück gelassen und versucht nicht mehr sie ausfindig zu machen. Zu klein ist die Chance, dass sie überlebt haben könnten. Doch gemessen an dem, was die drei Protagonisten auf sich nehmen, hat es mich doch etwas verwundert, dass er kaum ein Wort über seine Familie verliert. Ich hätte beinahe erwartet, dass sie es am Ende doch wenigstens versuchen herauszufinden, ob seine Frau überlebt hat. Aber gut, es geht hier hauptsächlich um den Anwalt und die Freundschaft die sich zwischen dem Ukrainer und demAnwalt gebildet hat. Lucia wirkt in diesem Teil der Geschichte sehr naiv und begeht eine so große Dummheit, dass ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Die Charaktere werden nicht weiter ausgebaut, vielmehr wird Wert auf die Geschichte und die verfahrene Situation in Gulfport gelegt. Der Kater Lucolo ist natürlich immer noch dabei und ein paar Mal musste ich mir die Frage stellen, wo er plötzlich abgeblieben ist oder wie dieser die Situation lebend überstehen konnte. Doch dann kommt er daher gelaufen, als wäre nichts geschehen. Auch Lucia wird im Eifer des Gefechts gar nicht mehr erwähnt und ist plötzlich nicht mehr bei Prischenko oder dem Anwalt zu finden. Sie wird dann erst später wieder erwähnt, Was sie in der Zwischenzeit getan hat, bleibt dem Leser verborgenen. Das fand ich an einigen Stellen, gerade zum Ende hin etwas verwirrend, aber es hat der Spannung keinen Abbruch getan.

Als wäre das alles nicht genug, dass unsere drei Überlebenden in Gulfport einen bösen Ort sehen, da kommt noch eine weitere große Macht ins Spiel, die ein Auge auf Gulfport geworfen hat. Die Spannung steigt, wobei das kaum noch möglich ist. Der Autor gönnt dem Leser keine einzige Verschnaufpause. Es wird viel geschossen und die Überlebenden kämpfen erbittert gegeneinander, so dass die eigentlichen Untoten im Vergleich geradezu harmlos wirken.

Am Ende rast die Geschichte nur so dahin und man wird von einem Kampf zum nächsten geworfen. Und dann plötzlich ohne Vorwarnung ist das Kapitel zu Ende und in einem Epilog wird das Ende kurz zusammengefasst ohne weiter ins Detail zu gehen. Ich hätte mir ein etwas ausführlicheres und weniger abruptes Ende gewünscht und daran kann auch der Epilog nichts ändern. Leider ist der Abspann etwas zu unrealistisch, auch wenn der Leser sich in eine Fiction-Welt begibt. Trotz der kleineren Mängel muss ich sagen, dass mir der dritte Band besser gefallen hat als der zweite. Ich bereue keine einzige Sekunde, die ich in Manel Loreiros Welt zugebracht habe. Hoffentlich lesen wir noch viele weitere Geschichten aus der Feder des Autors.

Fazit
Ein sehr spannendes Ende einer Trilogie und ein actionreicher und langer Weg dorthin. Eine absolute Leseempfehlung bekommt dieses Buch von mir. Wer Band eins und zwei noch nicht kennt und nichts gegen Zombies hat, der kommt um diese Geschichte nicht herum.
 
 
 


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