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Jennifer Estep

Elemental Assassin 1
Spinnenkuss

  • Autor:Jennifer Estep
  • Titel: Spinnenkuss
  • Serie:Elemental Assassin 1
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper Taschenbuch
  • Datum:10 Dezember 2013
  • Preis:12,99 EUR

 
»Spinnenkuss« (Elemental Assassin 1) von Jennifer Estep


Besprochen von:
 
killerbiene75
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Gin Blanco ist eine Auftragsmörderin, die unter dem Namen „Die Spinne“ sehr gefürchtet wird. Bei ihrem neusten Auftrag wird ihr eine Falle gestellt und Gins Welt gerät aus den Fugen. Keiner kennt ihre wahre Identität, und doch haben Ihre Feinde ein paar von Gins Freunden ausfindig machen können und bedrohen diese nun. Gin entkommt der Falle und sinnt auf Rache. Sie muss mit Detectiv Donovan Caine zusammenarbeiten, dessen Partner sie vor einigen Jahren im Auftrag getötet hat. Der Detectiv hasst sie dafür und trotzdem fühlen sich die Beiden zueinander hingezogen. Gin beherrscht Elementarmagie und muss sich einer anderen mächtigen Elementarmagie entgegenstellen.

Autorin Jennifer Estep
Mit der Mythos Academy-Reihe hat sich Jennifer Estep einen Namen bei den deutschen Leserinnen gemacht.

Elemental Assasin-Reihe
1. Spinnenkuss (Spiders bite)
2. Spinnentanz (Web of lies)
3. Spinnenjagd (Venom)
4. Spinnenfieber (Tangled Threads)
5. Spiders Revenge
6. By a Thread
7. Widow’s Web
8. Deadly Sting
9. Heart of Venom
10. The Spider
11. Poison Promise
12. Black Widow
13. Spider’s Trap
14. Bitter Bite

Wertung
Endlich mal eine Reihe mit Erwachsenen Figuren. Gin ist eine erwachsene Frau, die gegen Geld Morde begeht. Sie ist eine eiskalte, gnadenlose Killerin, zumindest ist das der erste Eindruck, den man von ihr bekommt. Doch je mehr man erfährt, desto weniger kauft man ihr das gewissenlose ab. Sie hat ihre Prinzipien und die Aufträge die sie erwähnt, zeigen eher ein anderes Gesicht. Alle Ihre Opfer, von denen man im ersten Band erfährt sind Menschen gewesen, die den Tod nach Ihrer Meinung verdient haben. Es sind zumindest keine Unschuldigen erwähnt. Sie kann gnadenlos und eiskalt sein, wenn es sich um eine Person handelt, die selber grausam und böse ist. Aber sie würde keine Unschuldigen töten. Teilweise nimmt Sie auch Aufträge an, die ihr zugetragen werden, wo sie jedoch kein Geld für bekommt. Sie sieht es dann als Dienst an der Menschheit. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und so unterschiedlich, wie es im wirklichen Leben auch ist. Ein vermeintlich böser Charakter hat meist gute Gründe um eine schlechte Tat zu begehen, aber trotz allem zählen diese Personen zu den „Bösen“, da sie auch nicht einsichtig sind und nur an sich selber denken. Sie gehen buchstäblich über Leichen. Es gibt hier schon eine starke Schwarz-Weiß-Malerei. Die einzige die nicht durch und durch schlecht erscheint ist Gin, die Hauptperson in der Geschichte. Sie hat ein Gewissen und Prinzipen und wirkt durchaus sehr sympathisch.

Die Anziehungskraft zwischen dem Detectiv Donovan Caine und Gin ist meiner Meinung nach unrealistisch. Wenn eine Person eine andere Person aus vollem Herzen hasst, dann kann da nicht gleichzeitig eine Anziehungskraft bestehen, die sich niemand erklären kann. Aber ansonsten sind die Szenen wo beide aufeinandertreffen doch sehr schön beschrieben und man vergisst gerne mal, dass der Detectiv Gin eigentlich nicht leiden kann. Die erotischen Szenen kommen für meinen Geschmack etwas zu plump rüber, das hätte man sicherlich besser beschreiben können.

Es gibt einige recht deutlich beschriebene Gräueltaten, die blutiger kaum hätten sein können. Der Leser sollte also ein paar blutige und äußerst brutale Szenen aushalten können.

Die Welt in der Gin lebt entspricht nicht der unsrigen. Es wird immer mal wieder von Vampiren erzählt, die Blut trinken und oft auch vom Sexdrang beherrscht werden, aber ob diese nur bei Nacht anzutreffen sind oder wie sie sich mit Blut versorgen ist nicht beschrieben. Es gibt sie halt und sie sind auch kein Geheimnis. Von Elementarmagie wird ebenfalls gesprochen, da Gin zwei Elemente beherrscht (Eis und Steinmagie). Aber wieso einige Menschen diese Begabung haben und einige nicht wird nicht erwähnt. Vieles wird einfach als Tatsache dahingestellt ohne hinterfragt oder erklärt zu werden. Mich hat es nicht allzu sehr gestört, man kann die Geschichte trotz allem problemlos verstehen und benötigt das Hintergrundwissen nicht wirklich. Aber nett wäre es gewesen und hätte die Welt etwas abgerundet.

Die Handlung ist von Anfang an gut verständlich, fantasievoll und sehr spannend erzählt, so dass es schwer fällt mit dem Lesen aufzuhören. Jedem Fantasy-Fan kann ich diese Geschichte sehr empfehlen.

Fazit
Eine sehr spannende Geschichte über eine Antiheldin, die in einer Fantasievollen Welt lebt, die nicht sehr detailliert beschrieben wird. Das Buch ist trotz kleinerer Mängel ein echter Pageturner und ich kann es empfehlen.
 
 
 


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