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George R.R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer 2
Das Erbe von Winterfell

  • Autor:George R.R. Martin
  • Titel: Das Erbe von Winterfell
  • Serie:Das Lied von Eis und Feuer 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Blanvalet
  • Datum:14 März 2011
  • Preis:15,00 EUR

 
»Das Erbe von Winterfell« (Das Lied von Eis und Feuer 2) von George R.R. Martin


Besprochen von:
 
Desgracia
Deine Wertung:
(4)

 
 
"Hört mich brüllen."

Inhalt:

In den sieben Königreichen:

Als Lord bedacht auf seine Ehre fällt es Eddard Stark nicht leicht mit den Intrigen am königlichen Hof umzugehen. Auf die Hilfe seines Freundes und Königs Robert Baratheon kann er nicht hoffen, denn dieser vergnügt sich lieber mit Jagd, Frauen und Alkohol. Als Robert auf der Jagd ist, findet Eddard Stück für Stück die Ursachen für den Tod der ehemaligen Hand des Königs heraus. Ungewollt rutscht er Tief in die Intrigen der Königin hinein und entdeckt bald die Wahrheit, welche aus dem König ein blutdürstiges Monster machen könnte. Als der König, aufgrund einer Jagdwunde, schließlich stirbt sieht Eddard keinen Ausweg mehr und möchte gegen die Königin vorgehen, indem er die Wahrheit ans Licht bringt. Doch diese ist im einen Schritt voraus und verklagt ihn wegen Verrats zum Tode. Da die Königin den königlichen Hof in ihrem Besitz hat und Eddards Worten kein glauben geschenkt wird, findet er sich bald im Kerker wieder. Ist der Eunuch vielleicht seine letzte Hoffnung, um die Wahrheit zu offenbaren und am Leben zu bleiben? Was möchte er von Eddard im Gegenzug?

Die Starks glauben an Eddards Unschuld, sodass sein jüngster Sohn Robb, eigentlich noch ein Kind, gegen Königsmund zieht, um seinen Vater zu befreien. Er hat eine Armee mit tausenden von Männern versammelt und schwor seiner Mutter, dass er mit seinem Vater zurück kommen würde. Wird er es schaffen, oder kommt jede Hilfe zu spät?

Währenddessen zieht der Vater der Königin Tywin Lennister mit seinem Sohn Jaime Lennister gegen Robb Stark, da dessen Mutter Catelyn Stark seinen Sohn, in dem Glauben den Attentäter von ihrem Sohn Bran vor sich zu haben, gefangen genommen hat. Dass Tyrion Lennister bereits zu diesem Zeitpunkt entkommen konnte, weiß keiner. Doch Tyrion schmiedet sowieso eigene Pläne.

Und wer ist überhaupt der Mann, der Arya entführt hat und ihr einen Dolch an die Kehle hält?

An der Mauer:

So langsam erkennen die Mitglieder der Nachtwache wofür die Mauer gedacht ist und gegen wen sie Westeros verteidigen soll. Die Anderen kommen immer näher und ihre Bedrohung wächst. Als Jon von der Gefangennahme seines Vater erfährt, möchte er heimlich weglaufen. Das würde bedeuten, dass er ein Deserteur wäre und dies wird mit dem Tod bestraft. Wird er es trotzdem tun?

Im Osten:

Die Targaryien Geschwister wachsen immer mehr zu einer ungeahnten Bedrohung. Langsan und heimlich kommen sie Westeros näher. Am Ende offenbart sich ihre geheime Waffe, die niemand erahnen hätte können.

Aufbau:

Das zweite Buch ist genauso aufgebaut wie das Erste. Es wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Charaktere bleiben die Gleichen und es fällt einfach sich einzuleben. Immerhin kennt man das ja bereits vom ersten Band. Außerdem gibt es am Ende des Buches wieder schöne Übersichten, die einem helfen einen Überblick zu bekommen.

Interessante Fakten:

Die Gewalt und die sexuellen Elemente sind in diesem Band mehr vertreten wie in dem ersten Band. Es ist aber noch akzeptabel und hilft sich in die mittelalterliche Welt einzuleben. Vorallem wirkt die Darstellung der Welt somit realistischer und nicht klischeehaft. Die Charaktere entwickeln sich weiter und man erfährt vieles aus der Vergangenheit, sodass sie an mehr Tiefe gewinnen. Insgesamt steckt George R.R. Martin sehr viel Liebe zum Detail bei seiner Welt und seinen Charakteren. Seine Beschreibungen sind keinesfalls langweilig. Die Spannung wird konstant gehalten, sodass man weiterlesen möchte, auch wenn mal ein Charakter dran ist, den man nicht so mag.

Magie ist in dem zweiten Band bereits öfters vorhanden, vorallem zum Ende darf sich der Leser auf eine gewaltige Ladung gefasst machen. Anhand der Sparsamkeit ist es schon fast überraschend. Martins Schreibstil ist düster und dramatisch. Es kommt nie so wie man es erwartet, sondern schlimmer. Es geht immer katastrophaler. Das Lied von Eis und Feuer ist kein Buch für Romantiker oder sehr zartbesaitete Personen, die gerne ein Happy End bekommen.

Meine Meinung:

Ich bin nach wie vor begeistert. Ich muss zwar gestehen, dass ich schon sehr leide, immerhin zeigt George R.R. Martin keine Skrupel geliebte Charaktere zu töten, aber ich kann trotzdem nicht aufhören weiter zu lesen. Die Charaktere entwickeln sich so toll und man möchte einfach weiterhin mit ihnen auf diese Reise gehen. Ich freue mich schon auf den dritten Band.
 
 
 

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