•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Michael Peinkofer

Die Herrschaft der Orks

  • Autor:Michael Peinkofer
  • Titel: Die Herrschaft der Orks
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Paperback
  • Verlag:Piper
  • Datum:12 März 2013
  • Preis:16,99 EUR

 
»Die Herrschaft der Orks« von Michael Peinkofer


Besprochen von:
 
Desgracia
Deine Wertung:
(4)

 
 
„Komm gefälligst rüber mit dem verdammten Schädel oder es gibt kein Blutbier mehr für dich!“

Rammar (der schrecklich Rasende) und sein Bruder Balbok (der Brutale) haben es geschafft. Sie waren Könige ihres eigenen kleinen Königreichs voller Orks. Nach ungefähr 5 Jahren des Lebens auf dem Thron und mit den verweichlichten Untertanen, welche Rammar in unglaubliche Breite wachsen ließ, geschah es, dass Dag, ein sehr junger Abenteurer und Erfinder, auf die Insel der Orks „strandete“. Dieser teilt dann den überraschten Orks mit, dass in der Welt der Menschen über 472 Jahre vergangen sind. Aus allen Wolken fallend und in einem Anfall von Weichherzigkeit entscheiden Rammar und Balbok sich dafür den Menschen Dag zu begleiten, welcher sie um Hilfe bittet, da sich Tirgaslan in Gefahr befände. So bestiegen die drei das reparierte Flugschiff, was Dag als Ballon bezeichnet, und machen sich auf den Weg.

Auf dem Rückweg stürzen die Abenteurer mit dem Luftschiff ab, notlanden aber mit Glück auf einem verlassenen Kriegsschiff, wo sie zum ersten Mal mit einer zwergischen Kampfmaschine Bekanntschaft schließen. Mit viel Mühe gelingt es den Orks den Zwerg in der Maschine zu töten. Notdürftig repariert Dag sein Flugschiff und frisch gestärkt machen sich die drei nun endgültig auf den Weg nach Tirgaslan. Was erwartet Rammar und Balbok in dieser unbekannten Zeit? Wird es ihnen gelingen, wie vor ungefähr 500 Jahren die Helden zu sein und die Welt retten oder werden sie diesmal scheitern?

Allgemein:

Ein gemächlicher Einstieg lässt dem Leser Zeit sich in die Geschichte und die Begrifflichkeiten einzufinden. Die orkische Grobschlächtigkeit und Tollpatschigkeit bringen Witz und Spannung in die Geschichte, was einen sehr schnell eintauchen lässt. Man förmlich spüren wie diese Kolosse die Erde zum beben bringen.

Eine schön gezeichnete Karte hilft einem sich mit den Beschreibungen zurechtzufinden. Es wird aber leider das Klischee bedient, wo Orks nur blutrünstige und dumme Kämpfer sind. Das hätte man anders – besser – umsetzen können und diesen viel zu oft unterschätzten Lebewesen mehr frische verleihen können.

Die Geschichte schreitet in der Mitte schnell voran, es liest sich einfach und angenehm. Die Sprache des Autors ist schlicht und nicht besonders komplex was dazu führt, dass man schnell die Seiten umblättert. Einige Sachen sind vorhersehbar, doch gelingt es dem Autor hier und da kleine und große Überraschungen einzubauen, welche dann sehr fesselnd und zumeist auch lustig sind. Einige Hintergründe und Vergangenheiten werden aufgedeckt, manch andere bleiben verborgen und lassen Platz für eigene Vorstellungen.

Fazit:

Die Herrschaft der Orks ist ein schönes Werk, welche die Orks in ihrem - etwas zu - typischen Verhalten zeigt. Die Sprache der Orks ist originell, passend und unterstützt die Fremdartigkeit. Ein schönes Lesevergnügen für zwischendurch, das mit Witz, Überraschung und Spannung überzeugt.
 
 
 


Mehr Rezensionen von Desgracia