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Richard Schwartz

Das Geheimnis von Askir 1
Das Erste Horn

  • Autor:Richard Schwartz
  • Titel: Das Erste Horn
  • Serie:Das Geheimnis von Askir 1
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper Verlag Gmbh
  • Datum:01 Juni 2011
  • Preis:9,95 EUR

 
»Das Erste Horn« (Das Geheimnis von Askir 1) von Richard Schwartz


Besprochen von:
 
Adrian Maleska
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Ein verschneiter Gasthof im hohen Norden: Havald, ein Krieger aus dem Reich Letasan, kehrt in dem abgeschiedenen Wirtshaus »Zum Hammerkopf« ein. Auch die undurchsichtige Magierin Leandra verschlägt es hierher. Die beiden ahnen nicht, dass sich unter dem Gasthof uralte Kraftlinien kreuzen. Als der eisige Winter das Gebäude vollständig von der Außenwelt abschneidet, bricht Entsetzen aus: Ein blutiger Mord deutet darauf hin, dass im Verborgenen eine Bestie lauert. Doch wem können Havald und Leandra trauen? Die Spuren führen in das sagenhafte untergegangene Reich Askir ? Ein sensationelles Debüt mit einer intensiven, beklemmenden Atmosphäre, die in der Fantasy ihresgleichen sucht.


Eine einsam gelegene Gaststätte wird durch den Wintereinbruch mit Mann und Maus zugeschneit. Die eingeschlossenen Gäste sind so zusammengewürfelt, wie man das von einem Gasthaus erwartet. Händler, die noch schnell den nächsten Markt erreichen, Bergarbeiter, die nur auf ein Bier einkehren wollten, eine vermeintlichen Räuberbande, die nichts Gutes im Schilde führt und ein einsamer alter Ritter Havald, der eigentliche Held der Geschichte, der an sich nur seine Ruhe haben wollte, sie aber nicht bekam. Alle richten sich so gut es geht das Eingeschneitsein auszuhalten. Sie Trinken, zechen, streiten und die Räuberbande sorgt für die eine gehörige Prise Terror. Wäre da nicht Havald und die Halbelfe Leandra, die den Frieden zu wahren versuchen, würde es bald zur Eskalation kommen. Doch auch so sind die Gemüter gereizt und die Leute werden durch die immer stärkere werdende Kälte und unterbrochene Schneefälle dünnhäutiger. Doch was nach einem Naturereignis aussieht, fühlt sich nicht richtig an. Kann ein solcher Sturm natürlichen Ursprungs sein? Die Kälte durchdringt die dicken Steinmauern als wären sie nicht vorhanden und die großen Kamine spenden kaum noch wärme. Klar ist, dass mehr dahinter stecken muss. Und die Ereignisse werden zunehmend bedrohlicher und seltsamer.


Ich habe das Buch bereits zum zweiten Mal mit Genuss gelesen, wohl wissend, dass es wunderbar zu unserem strengen Winter passt. Ein heißer Tee in der Hand, gemütlich auf der Couch liegend das Buch lesen und dem Winterstrum draußen lauschen. Das ist die perfekte Kulisse, um die Geschichte zum Entfalten zu bringen. Eben mit allen Sinnen genießen. Und genau das ist es, was Richard Schwarz in seinem Debüt gelungen ist. Ein Buch, das samtweich wie ein guter Wein dem Fantasykenner die Kehle hinunterrinnt und im Magen eine wohlige Wärme hinterlässt. Ein winterkalter Gasthof voller uralter Geheimnisse, Magie und Spannung und dann, wenn man glaubt schon alles zu wissen, wird das nächste noch größere Geheimnis offenbart, das einen tiefer in das Buch saugt und nicht locker lässt, bis auch die letzte Seite verschlungen ist. Ebenso wie die Geschichte, entwickeln sich die Charaktere im Laufe des Buches. Nach und nach erfährt man, wer die Gäste sind und was sie motiviert - in kleinen wohl portionierten Häppchen. Schwartz ist es gelungen die Spannung auf jeder Seite des Buches zu halten und es immer wieder richtig knallen zu lassen, bis am Ende alles förmlich explodiert.


Erst beim zweiten Mal lesen sind mir die Strickmuster bewusst geworden. Richard Schwartz ist ein passionierter Rollenspieler und ich erkenne in ihm einen guten Master, der es seinen Helden so richtig einheizen kann. Und auch dieses Muster, das jedes Rollenspiel auszeichnet, lässt sich im Buch erahnen. Schwartz macht das jedoch verdammt gut.


Ich gebe dem Buch eine wohlverdiente 9 - den einen Punkt halte ich zurück, weil ich die leuchtenden Augen der Halbelfe auf den ersten Seiten nicht verdauen konnte ;)
 
 
 


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