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Richard Schwartz

Das Geheimnis von Askir 4
Der Herr der Puppen

  • Autor:Richard Schwartz
  • Titel: Der Herr der Puppen
  • Serie:Das Geheimnis von Askir 4
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper Verlag Gmbh
  • Datum:01 Juni 2011
  • Preis:9,95 EUR

 
»Der Herr der Puppen« (Das Geheimnis von Askir 4) von Richard Schwartz


Besprochen von:
 
Adrian Maleska
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Der unsterbliche Krieger Havald und seine magisch begabte Herzdame Leandra versuchen das Bündnis mit Askir zu knüpfen, um den Vormarsch der Armeen des dunklen Reiches Thalak mit gemeinsamer Stärke aufzuhalten. Auf ihrer Queste kehrten die Helden in das Wüstenreich Bassarein ein, das durch die Agenten des Nekromantenkeisers infiltriert wurde – offenbar mit dem Ziel, Askir nachhaltig zu schwächen und zu einer leichte Beute für Thalaks Armeen zu machen. Doch Havald und seine Truppe haben nun, neben den scheinbar allgegenwärtigen Nekromanten, eine weitere Sorge. Irgendjemand hat ihnen die Nachtgreifer auf den Hals gehetzt. Diese werden solange angreifen, bis sie schließlich ihr Ziel erreicht haben – was einem sicheren Todesurteil gleichkommt. Armin ist sich sicher, dass Havald und Leandra nur noch wenige Stunden zu leben haben.

Inzwischen sind wir beim vierten Band angelangt, dem Dritten mit Bassarein als Kulisse. Daher kann ich mit einiger Berechtigung vom Bassarein-Subzyklus sprechen. Mit dieser Örtlichkeit hat sich Schwartz besondere Mühe gegeben und hatte offenbar eine solche Fülle an Ideen, dass sich die Helden ein wenig festgesessen haben. Spätestens nach dem dritten Band hat es mich danach gedürstet, die Helden mögen doch endlich weiterziehen. Daher hatte ich vorab ein wenig lautlos vor mich hin gegrummelt: „Schon wieder Wüste und Bassarein, was denkt sich dieser Schwartz eigentlich?" Doch die anfängliche Missstimmung schlug schnell in Begeisterung und feurigen Leseeifer um.

Schwartz hat in diesem Band wieder zu seiner ganzen Stärke gefunden, die er im ersten Band so bravourös zur Schau gestellt hatte. Der Herr der Puppen liest sich wie ein Traum. Ich wollte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Das mag natürlich mit am Assassinen-Thema liegen, von dem ich nicht genug bekommen kann – das heißt, solange der Autor sich auf sein Handwerk versteht. Und das tut Schwartz offenbar. Die in Wellen angreifenden Nachtgreifer fordern Havald und Leandra immer wieder heraus. Dabei werden zunächst die Schüller ausgeschickt, die an sich schon furchterregend genug sind, dann die Adepten … bis irgendwann die Meister an der Reihe sind. Schwartz hat das mit Geheimnissen und Mystik zu einer gelungenen Mischung gewürzt. Hier kann er im Assassinen-Subgenre neben Robin Hobb, Brent Weeks und Raymond Feist locker bestehen. Mit dem Letzteren sehe ich viele Parallelen, daher denke ich mir, Herr Schwartz hat die Midkemia-Saga im Regal stehen. Das verbuche ich jedoch unter "Gute-Einflüsse" und "Gut-Gemacht". Ein wenig nagt das jedoch an der Eigenständigkeit der Erzählung. Diese Geschichte hätte auch Feist schreiben können.

Der vierte Band ist ein würdiger Abschluss des Bassarein-Subzyklus, bei dem der Autor wieder zu seiner Stärke findet. Fast tut es mir leid, dass es bei dem nächsten Band weiter zu den Feuerinseln geht, doch die Abwechslung wird mir sicher gut tun.
Für diese Meisterleistung gibt es solide 9 Punkte. Ein Punkt muss ich als Fantasy-Nerd wegen der geringen Originalität der Geschichte und des abrupten Endes zurückhalten, doch das ist Kritik auf hohem Niveau.

 
 
 


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