•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Jeff Long

Im Abgrund

  • Autor:Jeff Long
  • Titel: Im Abgrund
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Datum:01 Oktober 2002
  • Preis:9,80 EUR

 
»Im Abgrund« von Jeff Long


Besprochen von:
 
Adrian Maleska
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Ich muss sagen, dass mir das Buch als einegeschworenem Horrorfan den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hat. Nunja, vielleicht hat es mich nicht gerade geschockt, doch hat es mich erfolgreich vom Schlafen abgehalten. Ich lese gerne im Bett, um dadurch Müde genug zu werden, um einschlafen zu können, was für gewöhnlich prima funktioniert. Nicht so bei diesem Buch! Das hat mir aus irgendwelchem Grund, den ich nicht benennen kann, lauter Albträume beschert. Also habe ich diese vermeintliche Bettlektüre in ganz kleinen Häppchen gelesen, um mich langsam einzugewöhnen. Auf jeden Fall hat mich das Buch nicht kalt gelassen und das verdient eine besondere Auszeichnung - das schafft eigentlich kein anderes Buch.

Inhaltlich ist die Story so vielschichtig wie ein Sandwich. Der Anfang lässt auf Übersinnliches und Horror schließen. Später wandelt sich das zu einem Thriller mit einer Schnitzeljagd zum Mittelpunkt der Erde. Dazu ein Schuss Gemetzel als Soße.

Das Ambiente hat es mich stark an den Film "The Descent - Abgrund des Grauens" erinnert. Dessen Drehbuchschreiber hat sich im Setting kräftig bei Jeff Long bedient, die Story ist aber eine Andere. Ein denkwürdiger Horrorfilm jedenfalls, den ich jedem Horrorfan empfehlen kann.

Nicht überzeugt hat mich im Nachhinein der Anfang und das Ende des Romans. Das Ende kam so plötzlich, dass ich vor- und zurückblättern musste, um das glauben zu können. Hat der Autor etwa ein paar Seiten vergessen? Nö, das war das Ende und Basta. Einfach unfertig und irgendwie unmotiviert.

---- Spoiler --------
Dabei hätte er ruhig an der Stelle cutten können, als der Oberböse wieder die Augen aufschlug. Das wäre ein klassisches Black End und angemessen.
Und was sollte das bitteschön am Anfang mit dem Eis-Zombie? Dergleichen ist weiter nie vorgekommen und unglaubwürdig ist es auch. Es gab doch später auch einen gefrorenen Hadal, der sich nicht viel gerührt hat.
Auch die Münzfalle gibt mir Rätsel auf. Mir kommt es vor als hätte sich der Autor mitten drinnen überlegt doch noch kein Horrorbuch zu schreiben. So bleibt vieles ungeklärt.

------ Spoiler Ende ---

Fazit:
Insgesamt ist das ein starkes Buch mit in paar kleinen Inkonsequenzen und einem schwachen Abgang. Dennoch ein höllisch gutes, wie ungewöhnliches Buch das eine klare Leseempfehlung verdient.
 
 
 


Mehr Rezensionen von Adrian Maleska