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Brandon Sanderson

Die Sturmlicht Chroniken 2
Der Pfad der Winde

  • Autor:Brandon Sanderson
  • Titel: Der Pfad der Winde
  • Serie:Die Sturmlicht Chroniken 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Hardcover
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:08 August 2011
  • Preis:EUR 21,99 EUR

 
»Der Pfad der Winde« (Die Sturmlicht Chroniken 2) von Brandon Sanderson


Besprochen von:
 
Adrian Maleska
Deine Wertung:
(5)

 
 
Im „Der Pfad der Winde“ nimmt Sanderson den Storyfaden aus „Der Weg der Könige“ wieder auf und spinnt die Geschichte weiter.

Erzählstränge
Kaladin, der Führer der eingeschworenen Brückenmannschaft Vier erholt sich von seinen schweren Verletzungen. Für seinen Ungehorsam wurde er während eines Großsturms im Freien angebunden, damit ihn der Sturmvater richten kann. Zu Überraschung aller überlebt Kaladin diese Marter und erholt sich schneller als dies eigentlich möglich sein sollte. Dabei ahnt Teft, sein Freund und rechte Hand in der Brückenmannschaft, was Kaladin wirklich ist und versorgt Kaladin mit aufgeladenen Steinen, die diesem zusätzliche Kräfte zu verleihen scheinen.
Nach seiner Genesung verspricht Kaladin seiner Brückenmanschaft einen Fluchtweg zu finden, um so dem sicheren Tod, den der Brückendienst letztendlich bedeutet, zu entkommen. Der Dauerkluftdienst, zu dem die neuen vorgesetzten Hellaugen die Brücke Vier verdonnern, bietet Kaladin eine Chance, die er willig ergreift. Doch zunächst müssen aus den Brückenmännern Kämpfer werden und Kaladin seine neuen Fähigkeiten entdecken. Ein weiter und gefährlicher Weg wartet auf sie.

Großfürst Dalinar wird weiterhin von seinen Visionen geplagt, die ihm während der Stürme die tiefe Vergangenheit zeigen, in der der Orden der strahlenden Ritter und die Bringer der Leere noch keine bloßen Legenden, sondern eine greifbare Wahrheit waren. Doch warum bekommt er diese Visionen? Kommen diese tatsächlich vom Sturmvater, wie hier der hiesige Gott heißt, oder sind sie doch nur eine Erfindung seines fiebernden Geistes? Einer seiner Söhne schlägt vor den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, dann würde Dalinar wissen, ob er sich wieder selber trauen kann. Politisch gelingt ihm ein großer Wurf, als sich Fürst Sadeas seinen Plänen anschließt, die Parschendi mit gemeinsamer Stärke anzugreifen. Damit scheint Sadeas sich auf Dalinars Seite geschlagen zu haben. Es scheint alles bestens zu laufen, doch der Schein kann trügen.

Schallans gescheiterter Versuch den Seelenwandler ihrer Mentorin zu stehlen hat ernsthafte Folgen. Sie wird aus deren Diensten entlassen und soll wieder auf das heimische Gut zurückzukehren. Doch immerhin wurde ihr Blut nach dem Giftanschlag mit dem Seelenwandler gereinigt und sie kann genesen. Doch galt dieser Giftanschlag tatsächlich ihr? Und warum wurde dieser von ihrem besten Freund verübt? Schallan hat im Lazarett jede Menge Zeit nachzudenken und so setzt sie das Gedankenpuzzle Stein für Stein zusammen. Es gibt Geheimnisse zu lüften. Giftanschlag, Seelengießen, die seltsamen allgegenwärtigen Wesen, die nur sie sehen kann.

Meinung
Trotzt den stolzen 780 Seiten und des beindruckenden Backsteinformats war das Buchende viel zu schnell erreicht. Gerne hätte ich noch länger in dieser exotischen Welt verweilt und würde die Helden auf ihrem Weg begleiten.
Nur wenige Autoren konnten mich jemals so fesseln, wie das Brandon Sanderson in „Der Pfad der Winde“ getan hat. Vielleicht deshalb wirbt der Verlag für das Buch, indem Sanderson mit J.R.R. Tolkien verglichen wird. Einen stimmiger Weltenentwurf und glaubwürdige Charaktere können beide Autoren vorweisen. Doch der Vergleich hinkt, denn Brandon Sanderson ist der bessere Erzähler. Das überrascht nicht weiter, denn das Fantasygenre hat sich erst nach „Der Herr der Ringe“ und „Der Kleine Hobbit“ als solches entfaltet und konnte in diesem Zeitraum reifen. Und die süßeste Frucht am Fantasybaum ist derzeit diejenige von Brandon Sanderson. Es wäre Sünde sie nicht zu kosten.

Wertung
Für solche Ausnahmebücher erscheint mir das Wertungsschema unzureichend. Ein bloßes „Sehr Gut“ kann die Leistung Sandersons nur ungenügend würdigen – denn Sanderson verdient weitaus mehr. Er ist eine Klasse für sich, die nur von wenigen anderen Autoren erreicht wird. Deshalb vergebe ich zwar „nur“ zehn Sterne, diese jedoch voller Ehrfurcht und mit einer tiefen Verbeugung angesichts Sandersons maßlosen Talents.

Übersetzung
Nicht zu vergessen gehört ein guter Teil der Anerkennung Michael Siefener, der das Buch aus dem Amerikanischen übersetzt hat. Herausgekommen ist dabei ein vollendeter Lesegenuss. Auch vor ihm verneige ich mich.
 
 
 


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