•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Myra McEntire

Hourglass 1
Die Stunde der Zeitreisenden

  • Autor:Myra McEntire
  • Titel: Die Stunde der Zeitreisenden
  • Serie:Hourglass 1
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Goldmann Verlag
  • Datum:15 Mai 2012
  • Preis:12,99 EUR

 
»Die Stunde der Zeitreisenden« (Hourglass 1) von Myra McEntire


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3)

 
 
Hourglass ist eine Vereinigung von Leuten, die Dinge mit der Zeit anstellen können. Sie verlangsamen, sie stehlen… Doch nicht alle Mitglieder haben gute Dinge mit ihren Fähigkeiten vor.
Die 17-jährige Emerson Cole hat ihre Eltern durch einen Unfall verloren und sieht seitdem Leute aus einer anderen Zeit. Erst der attraktive Michael Weaver kann ihr erklären, weshalb. Aber auch er handelt nicht ganz uneigennützig, will er doch den durch eine Explosion verunglückten Gründer von Hourglass, Liam, retten. Dafür braucht er Emerson und ihre Kräfte – denn nur zusammen können sie durch die Zeit reisen und die Handlung verändern. Und wie könnte es anders sein: Michael und Emerson kommen sich näher. Doch auch nicht so wirklich, denn eigentlich zieht sich Michael immer wieder zurück. Das bietet dann Raum für Kaleb und es entspinnt sich eine Dreiecksbeziehung.

Auf den ersten 100 Seiten passiert noch nicht viel. Emerson und Michael werden vorgestellt, sowie Thomas und Dru, der Bruder von Em und seine Frau. Michael hat mich auf diesen Seiten noch stellenweise sehr genervt, weil er nie auf Ems Fragen eingegangen ist und sie immer nur vertröstet hat. Erst als sie selbst einen Teil errät und sie Kaleb, den Sohn von Liam treffen, wird die Handlung interessanter und spannender.

Leider bleiben die meisten Charaktere eher etwas flach, hier hätte ich mir mehr Potential gewünscht. Die meisten der Handelnden, auch durchaus wichtigere Charakter, bleiben am Rande und werden nur als groß und schön oder atemberaubend beschrieben.
Im Gegensatz zu anderen Zeitreisebüchern in denen oft von einem Paradoxon die Rede ist, findet die Autorin hier eine interessante und schlüssige Erklärung, warum man die Handlung doch verändern kann ohne dass die Zukunft beeinflusst wird. Stellenweise verliert sich die Autorin jedoch in etwas zu wissenschaftlichen Abschweifungen, die dem Leser schwer fallen zu folgen. Dafür werden andere Handlungen gar nicht erklärt und mir kam der Verdacht, dass die Autorin hier keine Antworten wusste.

Dennoch hat mir das Buch aufgrund des flüssigen Schreibstils und nach dem Hänger der ersten 100 Seiten gut gefallen und ich hoffe auf eine Fortsetzung, die ein bisschen ausgereifter ist und mehr in die Tiefe geht.

Noch ein Wort zum Cover: ich finde es wunderschön und nach ein paar Seiten kribbeln Emerson ja auch Schmetterlinge im Bauch, allerdings ist die Protagonistin im Buch blond, das hätte man vielleicht auf dem Cover mit umsetzen können.

Fazit: nette Zeitreisestory mit gelegentlichen Längen, die erst auf den letzten 100 Seiten so richtig in Fahrt kommt. Leider etwas oberflächlich gehalten, aber mit viel Potential nach oben für den zweiten Band, der auf Englisch wohl schon erschienen ist.
 
 
 


Mehr Rezensionen von harakiri