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John Marrs

The Passengers

  • Autor:John Marrs
  • Titel: The Passengers
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Paperback
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:09 Juni 2020
  • Preis:14.99 EUR

 
»The Passengers« von John Marrs


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4)

 
 
'rettet sie alle

Oder doch nicht? 8 Menschen steigen nichtsahnend in ihre Autos und werden von den selbstfahrenden PKWs entführt. Wer steckt hinter dieser Sache? Brisant wird das Ganze dadurch, dass die Autos unaufhaltsam aufeinander zusteuern und dass die Menschen alle irgendein Geheimnis zu haben scheinen. Die Hacker stellen die Übertragung der 8 Autos live und bitten um eine Abstimmung, wer zuerst sterben soll.

Da ist zum Einen Claire, hochschwanger, die die Sympathien der Zuschauer erweckt. Das Ehepaar Heidi und Sam Cole, die sich auf ihren 10-Jährigen Hochzeitstag freuen, eine alternde Schauspielerin, eine Inderin, die der Knechtschaft ihres Mannes entkommen ist und: Jude. Und Jude ist irgendwie etwas Besonderes.

Zumindest für Libby, die in eine Ethikkommission berufen wurde, um Unfälle mit selbstfahrenden Autos zu beurteilen. Denn Libby kennt ihn - und ist bei der Abstimmung nun nicht mehr wirklich neutral.

Nichts ist wie es scheint und Marrs baut verschiedene Wendungen ein, die den Leser überraschen und teilweise zum Schmunzeln bringen. Nach und nach werden die Geheimnisse der Insassen aufgedeckt, aber nie so, dass sie dabei gut wegkommen. Marrs gibt diese - auch für den Leser - nur häppchenweise frei. Der Leser allerdings bekommt später noch die gesamte Wahrheit aufgedeckt und die ist in vielen Fällen auch sehr überraschend.

Sehr schön fand ich auch die Verknüpfung seines vorherigen Romans "The One". "Passengers" ist aber ein eigenständiges Buch und keine Fortsetzung.

Marrs entwickelt ein Szenario, das schockt. Selbstfahrende Wagen sind ja bereits in der Entwicklung und immer ist da ja auch die Ethikfrage: was soll das System im Notfall tun. Marrs geht diesen Schritt bis zum Ende und beschert dem Leser Gänsehaut. Nach seinem Buch mag keiner mehr in solch ein Auto einsteigen.

Die Kapitel beginnen meist mit einem kleinen Eyecatcher: ein Zeitungsartikel, Auszüge aus Facebook oder einfach der Hitliste der besten Lieder zum Titel, hier hat sich Marrs wirklich einen Lacher verdient.

Fazit: Ein Buch, das fesselt und auch nachdenklich macht. Teilweise kleine Längen sind schnell wieder verziehen und vergessen.

 
 
 


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