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Wrath James White

Schänderblut

  • Autor:Wrath James White
  • Titel: Schänderblut
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Festa Verlag
  • Datum:25 Juni 2013
  • Preis:13,95 EUR

 
»Schänderblut« von Wrath James White


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4)

 
 
Joe wurde als Kind von einem Psychopathen entführt und grausam misshandelt. Als Erwachsener verspürt er plötzlich auch den Drang, andere zu quälen und zu essen. Seine Theorie besagt, dass ihn sein Entführer mit dem Virus Grausamkeit angesteckt habe und er nur davon geheilt werden könne indem er den Verursacher tötet. Doch dieser sitzt im Hochsicherheitstrakt. Joe fährt quer durch die USA um diesen zu ermorden- und lässt eine blutige Spur hinter sich. Nur um am Ende feststellen müssen, dass doch die Gene an allem schuld sind.

Peng - hier gibt es keine lange Einleitung, hier wird gleich gehandelt. Gleich auf der ersten Seite begegnen wir Joe bei seinem Entführer. Dieser quält und verletzt ihn und trinkt sein Blut. Wen es hier schon gruselt legt den Roman besser gleich wieder weg, denn es kommt alles noch viel schlimmer als Joe selber seinen Blutrausch auslebt.

Trotz der Tatsache dass das ganze Buch eigentlich aus Gemetzel besteht langweilt es doch keine Sekunde. Die These von Joe zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und macht das Ganze dadurch plausibler. Joe als Charakter an sich ist eigentlich ganz sympathisch. Anfangs Opfer, später Täter, aber einer, der eigentlich nur nach Heilung sucht – und doch immer wieder zum Mörder wird weil er kaum anders kann.

Die Story mit den Kannibalen, die sich übers Internet finden hat ja einen wahren Kern durch den Schlächter von Rottenburg. Ob das allerdings Inspiration für einen amerikanischen Schriftsteller war weiß ich nicht. Fakt ist jedoch, dass Wrath James White einen fesselnden Schreibstil hat. Auch die Tatsache, dass Joe sich manchmal Joe, dann wieder Joseph, ein andermal Superman nennt und seinen Penis als Monster oder Bestie betitelt zeigt die Perfidie, die hinter der Handlung steckt. Hier hat sich der Autor so richtig Gedanken gemacht, wie er seinen Protagonisten als kranken Menschen darstellen könnte.

Fazit: ein Buch das von der ersten Seite an durch seine Grausamkeit fesselt, diese über 332 Seiten lang durchzieht und bis zur letzten Seite lang anhält.
 
 
 


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