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Vance, Jack

Das Weltraum-Monopol

  • Autor:Vance, Jack
  • Titel: Das Weltraum-Monopol
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Lübbe
  • Datum:00 -
  • Preis:6.90 EUR

 
»Das Weltraum-Monopol« von Vance, Jack


Besprochen von:
 
S.B. Tenz
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Vor langer Zeit erfand der Erdenmensch Sam Langtry durch Zufall den interstellaren Antrieb. Sein Wissen gab er kurz vor seinem Tode an seine fünf Söhne weiter. Ein jeder seiner Söhne bekam jedoch nur ein Fünftel der notwendigen Formel ausgehändigt, so das nur alle gemeinsam in der Lage waren interstellare Triebwerke zu produzieren. Sam Langtry konnte nicht ahnen, dass seine Sprößlinge eine Zusammemarbeit mit der Erde ablehnen würden. Stattdessen verließen sie ihren Heimatplaneten, um, jeder für sich, eine eigene Welt neu zu besiedeln. So entstanden die fünf „Langtry-Welten“, die zusammen ein Weltraummonopol besaßen. Den interstellaren Raumantrieb. Die Erde selbst wurde dabei zu einem Hinterweltlerplaneten. Über viele Generationen entwickelte sich auf jedem der fünf Planeten eine völlig neue Rasse, die mit den Menschen auf der Erde nur noch sehr wenig gemein hatte. Die Langry-Planeten stehen aber seitdem auch in einem ständigen Konflikt zueinander, denn jeder möchte das Weltraummonopol am liebsten für sich alleine beanspruchen. Nur eines haben sie gemeinsam, ihre Verachtung gegenüber der ursprünglich menschlichen Rasse. Eines Tages macht es sich ein Abenteurer –Paddy Blackthorne- zur Aufgabe, den Langtry-Welten ihr Geheimniss des überlichtschnellen Fluges zu stehlen. Das er damit die größte Menschenjagdt auslösen wird, die die Galaxie je erlebt hat, ist ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

John Holbrook Vance wurde am 28. August 1916 in San Francisco geboren. Er erhielt eine Ausbildung an der Universität von Kalifornien als Mineningenieur, später als Journalist und diente im zweiten Weltkrieg bei der Handelsmarine. Seine erste Kurzgeschichte schrieb er noch während des Krieges. Es handelt sich um »The World Thinker«, die 1945 in Thrilling Wonder Stories publiziert wurde. In den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren schrieb Vance eine Reihe von Kurzgeschichten und Romane für Pulp-Magazine, hauptsächlich für Startling Stories und Thrilling Wonder Stories. Am beliebtesten waren dabei die Geschichten um Magnus Ridolph, die später in dem Band The Many Worlds of Magnus Ridolph gesammelt wurden. Seinen typischen Stil, für den er heute bekannt ist, entwickelte er in den fünfziger Jahren. Sein erstes Buch, dass nichts mehr mit den früheren Pulp-Stories gemein hatte, war Die sterbende Erde (The Dying Earth • 1950), eine Reihe von inhaltlich verbundenen Geschichten, die in einer sehr fernen Zukunft spielen, wo Technologie und Wissenschaft weitgehend vergessen sind und Magie zum Alltag gehört. In den folgenden Jahren entwickelte Vance seinen unverwechselbaren Stil weiter und erschuf zahlreiche exotische Welten. Heute ist er beinahe erblindet und der zeitliche Abstand zwischen den Buchveröffentlichungen wird immer größer. Bleibt nur zu hoffen, dass er, trotz seiner Behinderung, noch einige Werke zu Papier bringen wird.

Jack Vance’s Weltraummonopol aus dem Jahre 1950 (Original:The Five Gold Bands), gehört zu den frühen Werken des Schriftstellers und liegt erstmalig in der kompletten, restaurierten, originalgetreuen Fassung vor. Entgegen der späteren, reiferen Romane wie z.B. Kriegsprachen der Pao (1958) oder Krieg der Gehirne (1966), kommt in vorliegendem Band noch der ganz besondere Charme eines Jack Vance der frühen 60’er zum tragen. Da ist die Rede von Strahlenkanonen, Raumwellensendern oder Raumantrieb (Flash Gordon lässt grüßen), da sind die Protagonisten herrlich naiv, wagemutig und lebensbejahend, und die Schauplätze liebevoll und detalliert beschrieben. Zugegeben, alles wirkt ein wenig angestaubt, dass mag besonders für die Dialoge gelten, aber immerhin hat der Roman ja auch schon 53 Jahre auf dem Buckel. Die Innenillustrationen zeichnete übrigens Johann Peterka.


Wer einmal Einblick in die frühe Zeit der Science Fiction bekommen möchte, dem sei speziell dieser Roman von Vance ans Herz gelegt. Wer allerdings hohen Anspruch erwartet oder einen immer logischen Handlungsablauf in den Vordergrund stellt, der sollte lieber die Finger von diesem Roman lassen.

Fazit: Die Romane eines Jack Vance besitzen ihren ganz eigenen Charme und haben alle eines gemeinsam Sie sind menschlich, phantasivoll und verspielt zugleich. Aber vor allem sind sie eines Romantisch!.

7 Punkte im Rahmen des Jack Vance Universums.
 
 
 


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