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Gregor Spörri

The Lost God: Tag der Verdammnis


 
»The Lost God: Tag der Verdammnis« von Gregor Spörri


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4)

 
 
19 riesige Stahlkugeln fallen vom Himmel und ziehen eine Schneise der Verwüstung über die ganze Welt. Zudem geben sie Rätsel auf: was sind das für Kugeln und welchen Zweck erfüllen sie? Sind sie gefährlich? Nehmen Außerirdische Kontakt zur Erde auf um diese zu vernichten? Dieser Frage geht die US-Army nach und untersucht eine der Kugeln genauer. Dabei gehen sie auch über Leichen. Was sie finden verharmlosen sie den Einwohnern der Erde – doch bald taucht am Himmel ein noch größeres Objekt auf…

Viele Erzählstränge lassen das Buch erst einmal unübersichtlich wirken. Kaum gewöhnt man sich an eine Handlung wechselt diese und zum Teil ist nicht mal ersichtlich warum es diese Handlung gebraucht hat. So verschwindet zum Beispiel Maximilian Lindner aus der Geschichte, nachdem man ihn 100 Seiten lang bei seiner – durchaus spannend erzählten – Flucht aus dem Dschungel von Sarawak begleitet hat.

Die Haupthandlung, die Erforschung der Kugeln, und dem vorausgehend der Start des Raumschiffes der den unbekannten Schatten am Himmel einfangen und zur Erde bringen soll, sind sehr flüssig und anschaulich beschrieben. Man ist mitten drin in den Geschehnissen und hofft, dass die netten Charaktere vielleicht doch eine Lösung finden. Manchmal schweift der Autor jedoch zu sehr in andere Handlungen ab, was die eigentliche Geschichte leider etwas unterbricht. Diese zwar durchaus aktuellen Geschehnisse wie die Griechenlandkrise, Eurobonds, Abholzung der Regenwälder und Tierquälerei sind zwar durchaus brisant, haben aber mit der Handlung nicht wirklich was zu tun. Hier hatte ich das Gefühl, der Autor will zeigen, dass er mit dem aktuellen Zeitgeschehen up-to-date ist.

Was ich sehr gelungen fand: das Raumschiff, das am Anfang an die Challengerkatastrophe erinnert hat später zu einem Hauptstilmittel werden zu lassen und die Astronauten den Hintergrund des Überfalls der Außerirdischen entdecken zu lassen. Spätestens hier legt keiner mehr das Buch aus den Händen, der Countdown läuft: der Sauerstoff der Astronauten geht zu Ende…

Fazit:
Ein sehr gelungener Thriller, der auch für nicht Sci-Fi-Leser sehr zu empfehlen ist, da die futuristischen Elemente erst sehr spät auftreten und die Geschichte vorher dermaßend spannend daherkommt, dass man sich quasi selbst durch die Seiten hetzt. Die einleitende Geschichte mit dem Ägyptenbesuch hätte ich vielleicht eher ans Ende des Buches gestellt, am Anfang verrät sie in meinen Augen zu viel und leitet den Leser ein wenig in die Irre.

Gregor Spörri ist Schweizer und ließ sich von einer Entdeckung in Ägypten vor 20 Jahren zu diesem Buch inspirieren. Ihm wurde ein geheimnisvolles Relikt gezeigt, die Fotos sind im Buch zu finden und er bindet sich auch selbst in die Handlung des Buches mit ein, was – wie auch die Szene mit der Werbung der Fruchtbonbons- für so manchen Schmunzler sorgt.

Mehr Informationen zum Buch und zum Autor: www.thelostgod.com
 
 
 


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