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George R.R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer 2
Das Erbe von Winterfell

  • Autor:George R.R. Martin
  • Titel: Das Erbe von Winterfell
  • Serie:Das Lied von Eis und Feuer 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Blanvalet
  • Datum:14 März 2011
  • Preis:15,00 EUR

 
»Das Erbe von Winterfell« (Das Lied von Eis und Feuer 2) von George R.R. Martin


Besprochen von:
 
D. Eisenhart
Deine Wertung:
(4)

 
 
Auf Hohenehr im Grünen Tal steht für Tyrion Lennister die Gottesprüfung bevor - sie soll ihn vom Verdacht des Mordes an Lord Arryn reinwaschen - oder, wenn es nach Catelyn und Lysa geht, natürlich das Gegenteil beweisen.An der Mauer beenden Jon Schnee und seine neuen Freunde ihre Ausbildung und legen den Eid ab. Somit werden sie zu vollwertigen Mitgliedern der Nachtwache - und Freunde werden zu Brüdern.

In Königsmund spitzt sich die Lage für Ned Stark immer mehr zu. Als er das Geheimnis der Lennister-Zwillinge aufdeckt, wird er zu einer ernsthaften Gefahr für Königin Cersei.

Daenerys Targaryen erwartet ein Kind. Nach dothrakischer Sitte absolviert sie ein barbarisches Ritual: Sie muss das rohe, blutige Herz eines Hengstes verspeisen ohne sich zu übergeben. Sie meistert diese Aufgabe bravourös und ihr wird prophezeit, dass ihr Sohn "der Hengst ist, der die Welt besteigt". Laut der Weissagung steht dem Ungeborenen eine große Zukunft bevor.

Nachdem der Leser im ersten Band in die Welt eingeführt wurde und die Bewohner von Westeros und Essos samt ihrer Sitten und Gebräuche kennengelernt hat, nimmt die Handlung nun an Tempo zu. Streckenweise haben sich die Ereignisse beinahe überschlagen, dies tat der Geschichte jedoch sehr gut. George R. R. Martin nimmt sich trotzdem ausreichend Zeit dem Leser die Hintergründe nahezubringen, ohne dabei die Spannungskurve aus den Augen zu verlieren.
Der Autor bringt nun auch weitere Fantasy-Elemente ein - nicht im Übermaß, sondern genau in der richtigen Dosierung.

Die Charaktere entwickelten sich allesamt glaubwürdig weiter, nicht zu schnell, sondern immer nachvollziehbar.
Es hat mich verblüfft, dass George R. R. Martin in diesem Band einen der Protagonisten zu Tode kommen lässt. Das kann man jetzt hassen, weil anscheinend keine liebgewonnene Figur wirklich davor sicher ist, einen plötzlichen Tod zu sterben. Mir persönlich gefällt diese Herangehensweise des Autors jedoch. Denn wer hat sich nicht schon mal gedacht, "Na, sterben kann der ja nicht", wenn in irgendeinem beliebigen Roman ein Protagonist in einer brenzligen Lage steckte? Da kann man als Leser in der Regel sehr zuversichtlich sein, dass der Held aus dieser gefährlichen Situation unversehrt wieder herauskommt, gerettet wird, oder ähnliches.
Im "Lied von Eis und Feuer" kann man sich dessen wohl nicht sicher sein, und ich finde, das erhöht die Spannung ungemein und man fiebert ganz anders mit den Figuren mit.

Nachdem der erste Band, "Die Herren von Winterfell", den Leser am Ende aufgrund des Splittings in der deutschen Übersetzung in der Luft hängen ließ, wird mit "Das Erbe von Winterfell" die Geschichte rund. Man bekommt genug Antworten und Ausblicke für den weiteren Verlauf der Handlung, hat aber auch genügend lose Enden und einen ordentlichen Cliffhanger, um so richtig gespannt auf das dritte Buch zu sein.

Von mir gibt es solide vier Sterne und ich freue mich schon sehr auf "Der Thron der sieben Königreiche".
 
 
 


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