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Adam Sternbergh

Spademan

  • Autor:Adam Sternbergh
  • Titel: Spademan
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Paperback
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:03 März 2014
  • Preis:14,99 EUR

 
»Spademan« von Adam Sternbergh


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3)

 
 
Spademan – ein ehemaliger Müllmann, der nun ganz ähnlichen Aufgaben nachgeht: er tötet und entsorgt Menschen.
Doch sein nächster Auftrag ist schwierig: er soll ein junges Mädchen aufspüren und töten. Der erste Teil der Aufgabe ist schnell erledigt, aber dann stellt sich heraus, dass sie schwanger ist und Spademan hat Skrupel. Stattdessen nimmt er Grace bei sich auf und verteidigt sie gegen ihren Vater, der Spademan einen Killer auf den Hals hetzt. Die wilde Jagd geht durch die Realität und durch die virtuelle Welt, in der sich die zukünftige Zeit in New York abspielt.

New York in nicht allzu ferner Zukunft. Die Menschen sind gespalten in reich und arm. Die Reichen verbringen ihre Zeit angestöpselt an Maschinen in einer virtuellen Welt, die sie sich so gestalten können wie sie wollen. Viele werden dadurch süchtig oder, im Falle des Wanderpfarrers, machtsüchtig.

Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig: kurze, mitunter sehr kurze Sätze, die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet und stellenweise etwas flapsig, wobei ich das noch sehr genossen habe. Spademan richtet sich direkt an den Leser und redet diesen direkt an. Dabei enthüllt er nach und nach auch mehr aus dem Leben der Protagonisten. Allerdings wird dieses dem Leser auch einfach so vor die Füße geworfen und nicht vorher angekündigt, was es etwas schwer macht, der Handlung zu folgen.

Die Handlung ist brutal, rasant und undurchsichtig. Erst nach und nach wird klar, wie was und womit zusammenhängt. Und Spademan ist cool und immer einen Schritt voraus. Logisch oder nicht – warum fliehen nicht alle Leute aus dem zerstörten New York, wenn doch das Leben außerhalb der Stadt ganz normal zu sein scheint? – unterhaltsam auf alle Fälle. Leider bleiben die Charaktere durchwegs etwas flach, die meisten sind ja eh zu kurz auf der Welt um näher beschrieben zu werden :) Ich hatte mir nach dem Klappentext ein wenig mehr erhofft, ein wenig mehr Tiefgang, mehr Dystopie. Diese Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, stattdessen las ich viel von der Kirche und Bibelzitate, die es für mich nicht gebraucht hätte.

Fazit: die Dystopie ging leider etwas unter, stattdessen erwartet den Leser unterhaltsame Hardboildkost, auf die man sich aber einlassen mögen muss.
 
 
 


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