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Ilsa J. Bick

Ashes 1
Brennendes Herz

  • Autor:Ilsa J. Bick
  • Titel: Brennendes Herz
  • Serie:Ashes 1
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Ink
  • Datum:04 August 2011
  • Preis:19,99 EUR

 
»Brennendes Herz« (Ashes 1) von Ilsa J. Bick


Besprochen von:
 
Nazena
Deine Wertung:
(2.5)

 
 
Alex ist ein Teenager, doch sie unterscheidet sich stark von anderen ihres Alters: zum einen ist sie Vollwaise, zum anderen todkrank. Sie hat einen inoperablen Gehirntumor. Doch Alex will sich nicht mehr herumkommandieren lassen und über die letzten paar Monate ihres Lebens selbst entscheiden. Deshalb fährt sie in das Waucamav-Naturschutzgebiet, samt Campingausrüstung und einer Pistole. Dort trifft sie den Senioren Jack, seine Enkelin Ellie und ihren Hund Mina. Gerade als sie ins Gespräch kommen, ertönt ein extrem lautes schrilles Geräusch. Alex bekommt furchtbare Kopfschmerzen, alle Tiere um sie herum spielen verrückt, die Vögel fallen vom Himmel- und Jack erliegt vor ihren Augen einem Herzinfarkt.
Technische Geräte funktionieren nicht mehr, also muss sich Alex samt der kleinen sehr unkooperativen Ellie bis zu den Rangers durchschlagen. Dabei stellen sie fest, dass nicht nur die Tiere betroffen waren: in den Wäldern lauern auf einmal viel gefährlichere Wesen als streunende Hunde. Plötzlich geht die größte Gefahr von ihren Mitmenschen aus, sowohl den Verschonten als auch den Veränderten. In letzter Sekunde werden die beiden von Tom gerettet. Doch was ist auf der Erde passiert und wohin können sie noch gehen, wenn der Winter vor der Tür steht...

Die Autorin
Ilsa Bick ist Kinderpsychiaterin und hat schon mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, unter anderem auch für Star Trek und Mechwarrior. "Ashes" ist der erste Band einer neuen Dystopie-Trilogie für Junge Erwachsene, die beiden nächsten Bände werden Shadows und Monsters heißen, sind aber noch nicht auf Englisch erschienen.

Rezension
Ich war von dem Buch sehr enttäuscht. Ein Drittel des Buches rennt Alex durch den Wald und grübelt. Ellie ist eine unglaubliche Nervensäge und was ich von Tom halten soll, weiß ich auch nicht genau. Als Soldat sollte er sich in ähnlich gelagerten Situationen zurechtfinden, trotzdem lassen sie zB Ellie unbeaufsichtigt herumlaufen und wundern sich dann, wenn etwas passiert. Vom Klappentext sollte man sich auch nicht irreführen lassen, Alex kannte Tom vorher gar nicht. Klar wächst man nach einigen Tagen Überlebenskampf zusammen, aber trotzdem verhält sich Alex, als wäre er die absolute Liebe ihres Lebens. Eine wirkliche Liebesgeschichte ist der Roman allerdings nicht.

Die Darstellung des Weltuntergangs und welche Mittel benutzt wurden, fand ich sehr plausibel. Die ganze Zombiegeschichte wäre aber nicht nötig gewesen. Man hat schon fast den Eindruck, die gehören obligatorisch in jede Dystopie mit hinein. Die Gründe, warum Menschen Zombies wurden, haben mich auch nicht überzeugt. Die Zombies waren ohnehin etwas seltsam, sie konnten sich koordinieren und Waffen und Kleidung benutzen. Normalerweise bedeutet Zombie "hirntot".
Trotz der Robinsonade und der Zombies kam so gut wie keine Spannung auf. Alex grübelt so viel und zerpflückt jeden Gedanken in seine Einzelteile, dass es keinen Spaß macht zu lesen. Mit Abstand am spannendsten waren die letzten paar Kapitel, hier zeigte sich aber auch wieder Alex' Gedankenlosigkeit. Wenn nach einer Katastrophe in Dorf voller Überlebender (von denen die meisten alte Senioren sind) unbedingt weibliche Teenager halten will, dürfte jedem auf den ersten Blick klar sein warum. Für Alex war es aber ein Riesenschock. Allerdings fand ich die Stelle in Rule am besten im ganzen Buch. Alex muss sich in eine Gemeinschaft eingliedern und spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber keiner will ihr mehr verraten. Für sie bedeutet jedes Gespräch somit einen Eiertanz.
Am meisten gestört hat mich allerdings das Ende. Es wurde gerade etwas spannend- und dann hört die Geschichte quasi mitten im Satz auf! Klar will der Verlag Leser durch einen Cliffhangar binden, aber ich finde, dass ein Band einer Serie zumindest ein wenig für sich alleine stehen muss. Einfach so irgendwo aufzuhören halte ich für einen ganz schlechten Stil und den Lesern gegenüber gewaltig unfair.

Fazit:
Teilweise sehr lang und zäh; unglaubwürdige Zombies, aber gute Darstellung des Überlebenskampfes. Aufgrund des abrupten Endes und dem unglaubwürdigem Verhalten gebe ich aber nur 2,5 Sterne.
 
 
 


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