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Christoph Marzi

Grimm

  • Autor:Christoph Marzi
  • Titel: Grimm
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:10 Dezember 2012
  • Preis:9,99 EUR

 
»Grimm« von Christoph Marzi


Besprochen von:
 
Leseratte
Deine Wertung:
(3)

 
 
Es war einmal…..


Vesper Gold ist 17 Jahre alt und ihr Leben ist alles andere als goldig. Die Eltern haben sich scheiden lassen und da Vesper in Berlin von der Schule geflogen ist, lebt sie jetzt bei der Mutter in Hamburg. Als Kind eines berühmten Regisseurs und einer noch berühmteren Pianistin fühlt sich Vesper allein und einsam.

Als ihr Vater unter mysteriösen Umständen stirbt und auch die Mutter ermordet wird, bricht Vespers Welt komplett zusammen. Vesper erhält einen Brief in dem ihr Vater ihr Anweisungen gibt, mit denen sie nicht wirklich etwas anfangen kann. Dann trifft sie auf Leander und dessen Schicksal scheint dem ihren sehr ähnlich zu sein.

Doch was hat es mit den Wölfen auf sich und warum fallen alle Kinder in ganz Europa in einen tiefen Schlaf, aus dem es kein Erwachen mehr zu geben scheint?

Wie so viele andere, bin auch ich mit den Märchen der Gebrüder Grimm aufgewachsen, wer kennt sie nicht, die Geschichten von Rotkäppchen, Dornröschen und Aschenputtel? Märchen und Kindheit gehören einfach zusammen.

Die Wortwahl und die Beschreibungen haben mir gut gefallen, Marzi schmückt die Begebenheiten sehr gekonnt aus. Einfach zu lesen fand ich die Geschichte aber nicht, ständige Perspektivwechsel und Rückblenden, haben es mir manchmal schwer gemacht den Ereignissen wirklich zu folgen.

Vesper war mir eigentlich sehr sympathisch, sie ist eher rebellisch und wirkt auf den ersten Blick mürrisch und verschlossen, nach und nach kommt aber eine ganz andere Seite zum Vorschein und man schließt sie richtig gehend ins Herz. Leander bleibt leider das ganze Buch über, eher blass von ihm erfährt man zwar auch einige Details aus seiner Kindheit, aber irgendwie springt der Funke nicht wirklich über.
Die Gebrüder Grimm spielen gleich mehrfach eine Rolle in der Geschichte, zum einen sind die beiden ja die Verfasser der wohl berühmtesten Märchen der Welt, doch das ist noch nicht alles, sie haben noch ganz andere, teilweise unfassbare Dinge getan, als nur Märchen aufzuschreiben.

Vom Ansatz her fand ich die Geschichte wirklich gelungen, aber da trotz aller Sympathien für Vesper, die Protagonisten irgendwie immer „weit weg“ bleiben, konnte ich nicht wirklich in die Geschichte eintauchen. So manches hätte meiner Meinung nach noch einer Erklärung bedurft, damit man die Hintergründe besser verstehen kann.
Das Ende kam für mich zu abrupt und hat mich nicht ganz überzeugt.

Alles in allem vergebe ich für „Grimm“ drei Sterne. Die Geschichte hätte deutlich mehr Potential gehabt, allerdings hat es meiner Meinung nach mit der Umsetzung nicht so ganz hingehauen. Schade eigentlich.
 
 
 


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