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Cynthia Hand

Unearthly 2
Heiliges Feuer

  • Autor:Cynthia Hand
  • Titel: Heiliges Feuer
  • Serie:Unearthly 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:rororo
  • Datum:01 Oktober 2012
  • Preis:9,99 EUR

 
»Heiliges Feuer« (Unearthly 2) von Cynthia Hand


Besprochen von:
 
pelaphina
Deine Wertung:
(3)

 
 
Clara befindet sich im letzten Schuljahr der Jackson High und muss sich nun mit Fragen über ihre Zukunft herumschlagen, während die quälende Frage auf ihr lastet, ob sie bei ihrer Aufgabe versagt hat. Clara muss an ihren himmlischen Fähigkeiten arbeiten, denn die Bedrohung des Schwarzengels bleibt ungebrochen. Immer wieder überkommt Clara eine unerklärliche Trauer. Auch die Gefühle von ihrem Mitmenschen stürmen nun auf sie ein. Und dann bekommt sie erneut Visionen, die sie bald zu dem Schluss kommen lassen, dass jemand sterben wird – jemand, der ihr sehr nahe steht. Obwohl sie sich mit aller Kraft dagegen wehrt, bleibt auch Christian immer am Horizont ihres Lebens, ist immer da, wenn sie jemanden braucht und liest buchstäblich ihre Gedanken. Kann sie sich dem Schicksal, diesem über allem ragenden „Wir sind füreinander gemacht“ entziehen?

Meinung
Dieser zweite Band von Cynthia Hands Unearthly-Serie ist einerseits düsterer, trauriger, andererseits schreitet das Geschehen ähnlich gemächlich voran wie beim ersten. Erneut wird Clara von Visionen heimgesucht und erfährt Neues über die Welt der Engel, sich selbst eingeschlossen. Ihre Visionen sind dankbarerweise weniger eintönig und in die Länge gezogen, doch was Claras Aufgabe sein soll, bleibt weiterhin unklar.
Obwohl Clara und Tucker glücklich ineinander verliebt sind, ist Christian nicht aus dem Spiel, sodass sich auch hier die Dreiecksbeziehung durch das ganze Buch zieht und für Gefühlschaos sorgt. Die Autorin hat Christian in eine merkwürdige Rolle gedrängt: Einerseits zeigt er sich mitfühlend und hilfsbereit, andererseits belagert er Clara regelrecht und legt es fast darauf an, sie Tucker auszuspannen, was ihn nicht unbedingt sympathisch macht. Indem Claras Verbindung mit ihm „schicksalhaft“ angelegt ist, braucht sich die Autorin kaum die Mühe machen, die Anziehungskraft zwischen den Figuren plausibel zu machen. Aber was soll mich an einer Beziehung faszinieren, die einfach von außen beschlossen wurde?
Die Begegnungen mit der dunklen Seite der Welt nehmen sich eher harmlos aus. Immer wieder taucht Samjeeza auf, doch es kommt nur kaum zum Kampf und kaum zum Gespräch. Wenn die Schwarzflügel Clara auf ihre Seite ziehen wollen, ist davon wenig zu spüren. Eigentlich rechnete ich ständig mit einer größeren Entwicklung bei Jeffrey, aber auch von der Seite passiert bis zum Ende wenig. Von seiner Liebe zur Schwester war auch überhaupt nichts zu spüren.
Nach der Lektüre des ersten Bandes bleibt eine gewisse Ernüchterung. War Band eins noch rebellisch und vielversprechend insofern, dass Clara sich gegen ihre Bestimmung stellte, scheint sich nun alles in eine konventionellere Richtung zu bewegen. Scheinbar ohne wirkliche Motivation beschließt Clara nach Stanford zu gehen, und was für ein Zufall, auch Christian geht dorthin. Und der heißgeliebte Freund, der bisher mit allem fertig wurde? Plötzlich will sie ihn nicht mehr in ihre Probleme reinziehen.
Die bösen Engel kommen kaum in den Blick, während die guten Engel nicht besonders kritisch betrachtet werden – ich frage mich, ob es jetzt nur noch schwarz-weiß gibt.
Insgesamt wird wenig von dem Krieg zwischen Engeln und Schwarzflügeln erzählt, Clara und ihre Familie stehen dagegen im Mittelpunkt. Man könnte vor lauter Trauer, Sorgen und Herzschmerz fast vergessen, dass da noch ein Krieg zwischen Engeln war. Mit dem Konzept ließe sich soviel mehr machen, letzten Endes scheint alles Übernatürliche aber nur Ausschmückung für ein Teenager-Leben. Das ist zwar nett zu lesen, bleibt aber immer wieder hinter den Erwartungen zurück.

 
 
 


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