•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Chloe Neill

Chicagoland Vampires
Höllenbisse

  • Autor:Chloe Neill
  • Titel: Höllenbisse
  • Serie:Chicagoland Vampires
  • Genre:Dark Romance
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Egmont LYX
  • Datum:04 Februar 2016
  • Preis:9,99 EUR

 
»Höllenbisse« (Chicagoland Vampires) von Chloe Neill


Besprochen von:
 
Laren
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Merrit, die Hüterin von Haus Cadogan und ihr Meister und Geliebter Ethan versuchen gerade, sich von den anstrengenden letzten Wochen zu erholen, als plötzlich eine Figur aus Ethans Vergangenheit auftaucht und neue Probleme bereitet. Ethans grausamer Erschaffer, Balthasar, scheint auferstanden zu sein und versucht nun, alles was Ethan etwas bedeutet, inklusive Merrit, an sich zu reißen. Die beiden müssen feststellen, das Balthasar ein gefährlicher Gegner ist, da er es mit seiner Magie schafft, Merrits Mauern zu durchbrechen. Als würde das nicht schon reichen, wird ein anderes Vampirhaus in Chicago von einem kriminellen Zirkel erpresst, sodass Haus Cadogan Hilfe leisten muss. Also versuchen Ethan und Merrit, mit Unterstützung ihres Teams, ihren Freunden zu helfen und sich gleichzeitig gegen Ethans Erschaffer zu wehren.

Meine Meinung:

Höllenbisse ist der nun elfte Teil der Serie und setzt nahtlos da an, wo Teil zehn endet. Ich kann also nur empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Chicagoland Vampires Reihe gehört neben Kim Harrisons Rachel Morgan Serie, zu meinen absoluten Favoriten. Sie besticht durch eine sympathische Heldin, die nicht perfekt ist und durch eine rasante Story. Anders als in anderen Vampirbüchern, fallen hier die Hauptprotagonisten nicht ständig in den unpassendsten Situationen übereinander her. Natürlich kommen auch in dieser Serie Sexszenen vor, sie sind aber nur Beiwerk und eher selten. Allerdings ist mir schon aufgefallen, dass die Autorin zu Anfang der Buchreihe komplett darauf verzichtet und nun, in den letzten Teilen auch mal ins Detail geht. Dies liegt aber wahrscheinlich eher an der nun gefestigten Beziehung zwischen Merrit und Ethan.

Merrit, die sich von einem eher schüchternen Bücherwurm zu einer Kriegerin des Haus Cadogan gemausert hat, ist für mich, als Person nachvollziehbar. Sie ist nicht einfach durch den Vampirbiss zu einer perfekten Kämpferin geworden, sondern muss sich alles durch hartes Training erarbeiten. Natürlich haben die Vampire in dieser Reihe auch übernatürliche Fähigkeiten –so werden die Augen durch heftige Gefühle silbern und auch die Schwerkraft funktioniert bei den Vampiren etwas anders, sodass es ihnen möglich ist, große Sprünge zu vollbringen bzw. auch aus großen Höhen sicher auf den Füßen zu landen. Außerdem besitzen sie eine ganz eigene Art von Magie, die es ihnen ermöglicht, andere Wese zu verzaubern um ihnen so ihren Willen aufzuerlegen.

Ethan finde ich als Figur ebenfalls überzeugend. Als vierhundert Jahre alter Vampir hat er schon einiges gesehen. Nun lebt er für sein Haus Cadogan und versucht, ihm ein guter Anführer zu sein. Merrit weckt durch ihre frische und menschliche Art ein bisschen mehr Gefühl in ihm und so wird aus dem eher zugeknöpften Herrscher ein recht umgänglicher und lockerer Vampir. Die beiden ergänzen sich gut, kämpfen miteinander Seite an Seite und dulden es nicht, das den Vampiren oder den anderen übernatürlichen Geschöpfen in Chicago, Unrecht getan wird.

Die Geschichte der Buchreihe ist eine gute Mischung aus Strategie und Vampirpolitik, Kampf, Freundschaft, Liebe und auch jeder Menge Witz. Hungrig sollte man die Bücher nicht unbedingt lesen, da Merrit sehr gerne isst und so auch oftmals leckere Gerichte oder Süßigkeiten erwähnt werden.

Dieser Teil hat mich wieder überzeugt, auch wenn ich zwischendurch gerne etwas mehr Kampfszenen gelesen hätte. Die finde ich in der Buchreihe besonders gelungen, weil sie actionreich und klug durchdacht sind. Außerdem bekommen nicht nur die Bösen etwas ab, auch Merrit muss oft einstecken und wird verletzt. Ich fand Höllenbisse zwischendurch ein wenig ruhig und leise. Die strategischen Gespräche hätten für mich etwas weniger sein dürfen und wie schon erwähnt, hätte ich mich über mehr Krawall gefreut. Ich hatte trotzdem Spaß, Höllenbisse zu lesen. Man trifft die alten Bekannten und Freunde wieder, die eigentlich in fast jedem Teil eine Rolle spielen. Die Nebenfiguren sind sympathisch und überzeugend. Niemand ist perfekt, alle haben einen kleinen Fehler oder eine Macke, so wie es im echten Leben auch ist. Am Ende des Buches weiß man, da kommen noch jede Menge Probleme auf Ethan und Merrit zu, sodass die Serie bestimmt noch einige Zeit weitergeht. Darauf freue ich mich und der nächste Teil wird natürlich auch wieder gelesen.

Fazit:

Höllenbisse hätte für mich als Leserin zwischendurch gerne ein bisschen mehr an Fahrt gewinnen können. Trotzdem hat es mich gut unterhalten, der Schreibstil war gewohnt angenehm und flott, die Kapitel nicht zu lang. Der Humor kam auch dieses Mal nicht zu kurz und so freue ich mich auf weitere Bücher aus der Chicagoland Vampires Reihe von Chloe Neill. Ich vergebe 3,5 Sterne.


 
 
 


Mehr Rezensionen von Laren