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Robert Corvus

Dunkelwelten
Perry Rhodan: Schwarze Frucht (Dunkelwelten, Band 2)


 
»Perry Rhodan: Schwarze Frucht (Dunkelwelten, Band 2) « (Dunkelwelten) von Robert Corvus


Besprochen von:
 
D. Vallenton
Deine Wertung:
(3)

 
 
Sie zählen zu den großen Rätseln der Astronomie - Dunkelwelten. Seit Jahrmillionen stürzen sie durch die Unendlichkeit des Alls, lichtlose Planeten abseits jeglicher Sonne, verborgen vor den Blicken der raumfahrenden Zivilisationen.

Die dunkle Eiswelt Styx ist eine Kolonie, die dem Konzern des Multimilliardärs Viccor Bughassidow gehört. Auf Bitten von Perry Rhodan reist Bughassidow mit seinem Raumschiff Krusenstern dort hin. In den Tiefen des lichtlosen Ozeans soll ein Raumschiff liegen, das vor vielen Jahrtausenden abgestürzt ist, eine wichtige Spur zu den mysteriösen Kerouten. Bei der Suche nach dem Schiff macht Bughassidow eine Entdeckung, die den Untergang der Kolonie und all ihrer Bewohner bedeuten könnte.

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Schwarze Frucht ist der zweite Band aus der Perry Rhodan Reihe Dunkelwelten. Die Geschichte spielt diesmal auf einer Eiswelt namens Styx, auf der terranische Siedler, Seite an Seite mit einer einheimischen Lebensform leben. Bei dieser Lebensform, den Laquilen, handelt es sich um einen symbiotischen, aber nicht intelligenten, Schwarm. Seit einiger Zeit laufen zudem noch Beitrittsverhandlungen mit der Liga freier Terraner, die Styx gerne in ihre Reihen aufnehmen möchte. Da der Konzern von Viccor Bughassidow auf dem Planeten ein gewichtiges Wort mitzureden hat, bittet Perry Rhodan Viccor um Mithilfe. Er soll den Ausschlag für einen Beitritt von Styx zur Liga geben.

Die Meinung der Menschen auf Styx ist geteilt. Viele wollen den Beitritt, erhoffen sie sich doch wirtschaftliche und finanzielle Vorteile davon. Andere hingegen, wie Isob Jester, sind nicht davon begeistert, betreibt er doch ein Unternehmen, das sich mit einer verbotenen genetischen Modifizierung und dem Klonen von Menschen beschäftigt. Bei einem Beitritt zur Liga, müsste er er sein Unternehmen wohl dicht machen. Bevor es jedoch zur Abstimmung kommt, ereignen sich mysteriöse Selbstmorde unter den Bewohnern von Styx. Die Sehnsucht zu den Sternen zu reisen und dort das Glück zu finden, scheint bei diesen Selbstmördern stark ausgeprägt gewesen zu sein. Auch terroristische Anschläge treten vermehrt auf.

Viccor und ein Team seines Raumschiffs Krusenstern, machen sich in die Tiefen des unter der Eisoberfläche liegenden Ozeans auf, um ein U-Boot dieser Terroristen zu suchen und die Besatzung zu stellen. Dabei machen sie die Begegnung mit einer „schwarzen Masse“ (dem Leser bekannt als Xoj), die ihr eigenes U-Boot zu zerstören droht.

Tja, soweit erst einmal die grobe Inhaltsangabe zu dem vorliegenden Buch. Ich muss gestehen, dass ich nicht so wirklich warm mit Schwarze Frucht geworden bin. Das liegt aber sicherlich nicht an der Schreibe von Robert Corvus, sondern eher an der Geschichte an sich. Ich fand sie zwar nicht unbedingt langweilig, aber ich konnte mich einfach nicht dafür begeistern. Sie plätschert anfangs so vor sich hin und wird erst gegen Ende actionreicher. Da überschlagen sich dann jedoch die Ereignisse und es liegt wieder mal an Perry Rhodan (wem sonst?) für ein glückliches Ende zu sorgen.

Grund für all das Chaos und den vielen Toten ist eine parasitäre Lebensform, die Quabiten, die es durch einen Unfall auf Styx verschlagen hat. Um den Planeten wieder verlassen zu können, übernehmen sie auf geistiger Ebene nun einige Menschen von Styx und Posbis der Krusenstern. Sie wecken in ihnen den oben genannten Wunsch zu den Sternen zu reisen. Nach einem kurzen Feuergefecht zwischen den Übernommenen und ihren Kontrahenten unter Bughassidow, kommt es zu einem Waffenstillstand und alles wird wieder gut. Als dann auch noch Viccor einen fantastischen Vorschlag unterbreitet um die Bewohner von Styx zum Ligabeitritt zu überreden, reiten anschließend alle in den Sonnenuntergang und werden eine glückliche Familie.

Richtig überzeugen konnte mich nur der Hauptcharakter Viccor Bughassidow, den ich hier zum ersten Mal kennenlernen durfte. Er ist eine sehr schillernde und interessante Persönlichkeit – genauso wie sein Raumschiff Krusenstern, einem ehemaligen Schiff der Posbis. Auch der Planet Styx ist interesant und wird von Corvus gut in Szene gesetzt. Eine Eiswelt, in der sich das Leben zwischen der Oberfläche und dem unterirdischen Eismeer entwickelt und gestaltet. Corvus gibt einen guten Einblick in die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Begebenheiten und Zusammenhänge. Dieser Zweig des Buches, zusammen mit den Geschehnissen zum Ligabeitritt, haben mir eigentlich sogar besser gefallen, als die Ereignisse um das Xoj und den Quabiten.

Die Handlungsebenen sind mehr als vielfältig, ja fast schon etwas unübersichtlich. Ich habe jetzt nicht mitgezählt, aber die Geschichte wird gefühlt aus der Sicht von sechs oder sieben Leuten erzählt – wobei ich aber nicht jede als interessant empfinde. Auch habe ich nicht wirklich verstanden, warum sich die Quabiten nicht ganz offiziell an die Entscheidungsträger auf Styxs gewandt haben, sondern es zugelassen haben, dass sich die Situation so zugespitzt hat. Aber sei es drum.

Fazit
Ich finde es erstmal sehr gut, dass es diese übersichtlichen und außerhalb der Perry Rhodan Serie stehenden Zyklen und Einzelabenteuer gibt. So kann man auch gut als „Nichtleser der aktuellen Erstauflage“ der Serie verbunden bleiben. Allerdings ist es doch etwas ermüdend, wenn immer erst ein Perry Rhodan persönlich auftauchen muß um die Situation zu retten. Das ist nun in allen drei Dunkelwelten Büchern der Fall gewesen.

Weder Homer Adams im ersten, noch Viccor Bughassidow im zweiten oder Monkey im dritten Buch waren in der Lage, ohne Perrys Hilfe das Problem zu lösen. Gut, Perry ist der Namensgeber der Serie, aber deshalb kann man doch auch einmal Geschichten schreiben, in denen er halt nicht vorkommt. Diese Gelegenheit hat man hier leider verpasst. Vielleicht bin ich deshalb nicht so wirklich warm geworden mit Schwarze Frucht.
 
 
 


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