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Joe R. Lansdale

Drive-In

  • Autor:Joe R. Lansdale
  • Titel: Drive-In
  • Serie:
  • Genre:Horror
  • Einband:Paperback
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:10 August 2015
  • Preis:14,99 EUR

 
»Drive-In« von Joe R. Lansdale


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(3)

 
 
Eine Gruppe von Freunden trifft sich in Texas größtem Autokino. Es ist Freitag und eine lange Horrornacht auf sechs Leinenwänden wartet auf sie. Und noch was anderes. Denn mitten in der Vorstellung geht ein Komet nieder und reißt das Autokino aus der Wirklichkeit. Umgeben von Schwärze harren die Menschen ihrem Schicksal entgegen. Lebensmittel werden knapp. Wasser wird knapp. Schon bald greift der Wahnsinn um sich und verändert die Menschen.

Das Cover zeigt das Eingangsschild des Orbit Drive-In in Texas. Es passt zu Titel und Inhalt des Buches, trotzdem finde ich es reichlich einfallslos und nichtssagend. Normalerweise mag ich minimalistische Coverbilder, aber mit diesem kann ich wenig anfangen. Leider.

Es gibt Bücher, da liest man die ersten paar Zeilen und weiß, dieses Buch gefällt mir oder eben nicht. Bei Drive-In stand für mich sofort fest, dass ich es nicht mag. Der Schreibstil ist absolut entgegen dem, was ich sonst lese und bevorzuge. Die Ich-Perspektive finde ich zwar gut gewählt in einem Horror-Buch, aber mich störte der fast grenzenlose Zynismus, der aus den Zeilen sprach und die kurzen Vorausblicke, die mich wirklich am meisten störten. Zudem sackt die Sprache immer mehr ab. Von normaler Erzähl- und Umgangssprache immer mehr hin zum Gossenslang. Macht mir dies im Alltag schon zu schaffen, finde ich es in einem Buch richtig schrecklich.
Glaubwürdigkeit gibt es in diesem Buch rein gar nicht. Doch, es gibt Autokinos, aber das war es dann auch schon. Fast, Kannibalismus in Notzeiten und bei Katastrophen wird es auch geben. Doch je weiter man in dem Buch voranschreitet - und ich habe wirklich alle drei Teile gelesen - desto abstruser wird es. Irgendwann wurde dann selbst mir klar, dass Lansdale nie Glaubwürdigkeit in seinem Werk erzeugen wollte. Doch was er stattdessen wollte, weiß ich auch nicht so recht, um ehrlich zu sein.

Ich denke, dass dieses Buch wirklich nur an Liebhaber des Abstrusen gerichtet ist. An Menschen, die sich gerne in Abgründe zerren lassen, die sich normaler Phantasie und Vorstellungskraft entziehen. Meinem klein geistigen Universums zumindest und ich habe schon viel gelesen.

Auch mit den Charakteren konnte ich nicht warm werden. Sie wirkten auf mich weder authentisch und noch glaubwürdig. Im Vordergrund steht natürlich der Ich-Erzähle Jack, der mit seinen Freunden eigentlich nur einen schönen Freitagabend im Kino verbringen möchte. Doch dann geschieht die Katastrophe. Jack versucht sich dem Wahnsinn zu entziehen, was ihm ein paar Sympathiepunkte meinerseits einbringt. Bis zu Beginn des zweiten Teils zumindest. Denn dann kippte die Stimmung noch mehr.
Die Namen der anderen Personen konnte ich mir zwar merken, da Lansdale zum Glück einfache gewählt hat, aber das Interesse ging mir leider im Gefecht verloren.

Mein Fazit

Lansdale konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.
 
 
 


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