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Achim Mehnert

ATLAN Rudyn 1
ATLAN Rudyn 1: Die Psi-Kämpferin


 
»ATLAN Rudyn 1: Die Psi-Kämpferin« (ATLAN Rudyn 1) von Achim Mehnert


Besprochen von:
 
Flavius
Deine Wertung:
(4)

 
 
In der Einsatzzentrale der USO werden seltsame Signale empfangen. Atlans Interesse ist schlagartig geweckt, als er erkennt, dass sie von einem bisher verloren geglaubten Zellaktivator stammen. Augenblicklich beginnt die Jagd nach der Unsterblichkeit. Atlan heftet sich an die Fersen zweier abtrünniger USO-Agenten. Doch es gibt noch weitere Interessenten: die starke Kämpferin Trilith Okt, die ihre erstaunlichen Fähigkeiten rücksichtslos einsetzt...

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Der vorliegende erste Teil der Rudyn Reihe, aus der Feder von Achim Mehnert, gehört für mich zu den besseren und lesenswerteren Geschichten aus dem Perry Rhodan Kosmos – aus dem ich allerdings in den lezten Jahren hauptsächlich auch nur die alten Planetenromane oder die Mehrteiler aus dem Heyne Verlag gelesen habe.

Die Geschichten in Die Psi-Kämpferin sind spannend und sehr unterhaltsam, wobei Mehnert jedoch an einer Stelle für mich etwas zu albern daherkommt, doch dazu gleich. Geschichten (Mehrzahl) deshalb, da der Autor in diesem Buch genaugenommen zwei Handlungsstränge, die gegen Ende miteinander verknüpft werden, erzählt.

Im ersten Handlungsstrang stellt uns Mehnert das kleine, obdachlose und halb verhungerte Mädchen Trilith Okt vor. Wir verfolgen ihren weiteren Weg, der sie auf ein Piratenschiff über ein Hurenhaus bis hin zu einem geheimnisvollen Protege führt. Immer wieder werden ihr auf diesen unterschiedlichen Wegen neue Erkenntnisse und Kampftechniken beigebraucht, auch ihre Paragabe wird intensiv geschult. Da Trilith nicht weiß wo sie herkommt, sie hat jegliches Wissen um ihre Vergangenheit verloren, lockt man sie mit dem Versprechen, dass man ihr nach der kompletten Ausbildung das Wissen um ihre Herkunft offenbaren wird.

Im zweiten Handlungsstrang geht es um die Suche nach einem Zellaktivator, dessen Impulse man auf einem Planten im Xanthab System orten konnte. Einer dieser Empfänger ist eine USO Station, belegt mit acht USO Spezialisten. Zwei dieser Spezialisten ermorden daraufhin ihre restlichen Kollegen um sich selber in den Besitz des Aktivators zu bringen. Bevor dies jedoch geschieht, kann einer der USO Spezialisten kurz vor seinem Dahinscheiden noch einen Funkspruch ins USO Hauptquatier absetzen. So erfährt Atlan von der Existenz des Aktivators, worauf er sich ohne Verzögerung ins Xanthab System begibt um selber den Aktivator zu bergen. Auf dieser Suche begegnet Atlan Trilith Okt, welche sich ebenfalls auf den Planeten begeben hat. Wie sie letzten Endes dort hingekommen ist, ist Bestandteil „ihrer“ Geschichte.

So weit zu den beiden Handlungssträngen.

Auch wenn der Werdegang von Trilith vielleicht ein bisschen zu ausführlich geschildert wurde, ist er doch gut erzählt. Irgendein Geheimnis scheint die Psi-Kämpferin zu umgeben und ich bin schon gespannt darauf, was dieses sein könnte. Sie ist durchaus sympathisch und glaubwürdig geschildert. Auch immer wieder interessant ist der Gegensatz der beiden Handlungsebenen. Auf der einen Seite ein eher hinterwäldlerischer Planet, auf denen Piratenschiffe über die Meere segeln und sich die Soldaten der einzelnen Königreiche mit Schwert und Messer bekämpfen – auf der anderen Seite das USO Hauptquartier mit all seinen technischen Möglichkeiten und den Begebenheiten an Bord der Raumschiffe. Das liest sich für mich alles sehr unterhaltsem und mitunter auch sehr spannend.

Aber, wie gesagt, an einer Stelle hat Mehnert für mich doch über das Ziel hinausgeschossen. Die beiden Planeten, welche Atlan auf seiner Suche nach dem Zellaktivator bereist, sind, mehr oder weniger, von deutschen Siedlern aus dem Rheinland bevölkert. Atlan gerät in den dortigen, gerade stattfinden Karneval. Umgeben von verkleideten Narren und Närrinnen, muss er sich Lieder von Pferden, die auf dem Flur stehen, oder Karawanen, die irgendwohin weiterziehen, anhören und wird zudem noch von pausenlosen Alaaf und Helauf Rufen genervt. Für einen kölschen Jecken wie Achim Mehnert, der das Buch während des Karnevals geschrieben hat, mag das vielleicht lustig sein, aber ich fand es doch sehr übertrieben und auch unpassend. Aber sei es drum.

Fazit
Ein schönes, lesenswertes und gut geschriebenes Buch des 2018 verstorbenen Autors Achim Mehnert. Ich hoffe mal, dass auch die beiden Folgebände der Rudyn Reihe so unterhaltsam sein werden.
 


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