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Tim Pratt/Andy Deemer

Stormglass. Angriff der Killerbienen


 
»Stormglass. Angriff der Killerbienen« von Tim Pratt/Andy Deemer


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(3)

 
 
Endlich Sommerferien! Doch was soll Jake mit seiner freien Zeit anfangen, wenn die besten Freunde in Urlaub sind und er alleine zurückbleibt? Die Frage klärt sich, als er von Lizzie und Filby als Stromagent rekrutiert wird. Überrascht, aber auch mit Stolz, willigt er ein, ihrer Organisation Stormglass beizutreten. Kaum ist er Mitglied, müssen die drei Kinder auch schon die Welt vor einem wahnsinnigen Wissenschaftler retten, der seine Killerbienen auf die Menschheit hetzt. Was als aufregendes Spiel begann, wird bald tödlicher Ernst.

Das Cover zeigt eine mutierte Killerbiene, die ihren Stachel kämpferisch nach vorne streckt und den Betrachter böse anzufunkeln scheint. Mit viel Liebe zum Detail sind selbst kleinste Härchen ausgearbeitet, zusammen mit dem Logo von Vindiqo, das die Brust der Biene ziert. Im Hintergrund schwirren weitere Bienen, bereit zum Angriff. Ich finde das Bild sehr gut zu Titel und Inhalt des Buches gewählt, da es alles perfekt widerspiegelt.

Tim Pratt und Andy Deemer haben mit Stormglass eine Mischung aus Agenten und Sciencefiction Roman geschaffen, der Jugendliche ansprechen dürfte. Ich lese eigentlich gerne Jugendbücher, aber dieses Werk konnte mich nicht ganz so überzeugen wie manch andere Bücher. Für meinen Geschmack waren die drei Agenten Filby, Lizzie und Jake einfach zu jung, um solche Abenteuer zu bestehen. Es wirkte einfach zu überzogen, um noch Glaubwürdigkeit zu haben. Vermutlich sind beide Autoren eingefleischt James Bond Fans, denn anders kann ich mir die Gadgets nicht erklären: Fahrräder, die Öl ausstoßen, um Verfolger ins Rutschen zu bringen oder gar auf Motorbetrieb umgeschaltet werden können, kleine Tablets, die schier unbegrenzte Funktionen haben und mit ihren Besitzern in Interaktion treten können, von den Flugzeugen und geheimen Standorten ganz zu schweigen. Die geschilderte Technik klingt zwar toll, aber doch ziemlich weit hergeholt. Ob es wirklich Kinderagenten gibt, sei dahingestellt, aber dass sie Teams und Anführer bilden wie Erwachsene und dies mit Billigung dieser und dann auch noch in gefährliche Einsätze geschickt werden, wage ich zu bezweifeln.
Trotzdem ist das Buch spannend und flüssig geschrieben und ich habe es an einem Tag gelesen. Natürlich lag das auch an der eher einfachen Sprachwahl und an den wenigen Erklärungen. Die Dialoge waren interessant und spritzig, wie es sich für Jugendliche gehört, auch schon mal flapsig.

Die drei Protagonisten Lizzie Jake und Filby sind drei Nachwuchsagenten, die alle unterschiedliche Talente aufweisen. Wo der eine schwächelt, kann der nächste aushelfen und sie ergänzen sich auf diese Art und Weise prima. Zusammen scheint sie nichts aufhalten zu können und sie sind bereit, für ihr Team durch dick und dünn zu gehen. Sie wirken sympathisch und bodenständig, auch wenn es für mich auch hier wieder zu überzogen war. Kampftechniken, Mehrsprachig, gigantische Computerkenntnisse und viele Eigenschaften mehr, die selbst Erwachsene ins Schwitzen bringen dürften. Da es sich allerdings sehr gut in die Handlung integriert, hätte ich eigentlich nicht verwundert sein dürfen.

Mein Fazit

Für meinen Geschmack waren Handlung und Charaktere an allen Ecken und Kanten überzogen, so dass die Glaubwürdigkeit verloren ging. Da das Buch trotzdem spannend geschrieben war, habe ich es bedingt gerne gelesen.
 
 
 


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