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Scott Sigler

Pandemic - Die Seuche

  • Autor:Scott Sigler
  • Titel: Pandemic - Die Seuche
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Festa Verlag
  • Datum:28 Juli 2015
  • Preis:13,95 EUR

 
»Pandemic - Die Seuche« von Scott Sigler


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Jahre sind vergangen und die Seuch des Orbiters konnte gestoppt und die Welt gerettet werden.

Doch der Orbiter gibt nicht auf.

Und plötzlich stehen Dr. Margaret Montoya und ihr Mann Agent Clarence Otto wieder einer Bedrohung gegenüber, die die Welt ausrotten will. Doch diesmal sind es nicht nur die Dreiecke, die sich rasend schnell vermehren, sondern die Seuche nimmt nie dagewesene Dimensionen an und überzieht schon bald den ganzen Erdball.

Die Welt geht unter


Das Cover zeigt eins der Dreiecke, die der Orbiter hervorbringt, umgeben von tiefem blau. So tiefem blau, dass es wie auf dem Meeresgrund wirkt. Kalt, beklemmend und Angst verbreitend. Ich finde es sehr gut zu Titel und Inhalt des Buches gewählt. Zudem passt es sich optisch an den ersten Teil an.

In seiner Fortsetzung spinnt Scott Sigler des Faden um den Orbiter, einer außerirdischen Macht, die nur ein Ziel kennt, die Erde zu zerstören, weiter. Dank einiger Rückblicke wird zwar einiges von Teil eins erklärt und aufgearbeitet, aber wirklich ersetzen kann das den ersten Band natürlich nicht. Der Zusammenhang erschließt sich einem schnell, aber ich bleib bei meiner Meinung, dass man alles gelesen haben sollte, um auch diese Fortsetzung zu genießen.
Durch den Rückblick ist in meinen Augen der Lesefluss leider etwas gestört, bzw. die Geschichte nimmt nur langsam Fahrt auf. Wie ein Zug beschleunigt Sigler das Tempo und donnert dann ungebremst los, eine Spur der Verwüstung und der Zerstörung hinter sich her ziehend. Die Spannung steigt exponentiell und riss mich mit. Jedenfalls, nachdem ich den doch leider eher zäh wirkenden Anfang hinter mich gebracht hatte.

Scott Sigler vermischt gerne unsere Welt mit einer Bedrohung von außen. Im wahrsten Sinne des Wortes prallen hier Welten aufeinander, in der eine schrecklicher ist als die andere. Gewalt erzeugt Gegengewalt und Hass schürt weiteren Hass. Auch mir fiel es schwer, objektiv zu bleiben und nicht auf die Hass-Spirale aufzuspringen. So schwer, dass ich es dann doch sein ließ und mich einfach mitreißen ließ.
Hier und da schwankte ich bezüglich der Glaubwürdigkeit. Dass eine außerirdische Macht so weit ist, unseren Genpool zu verändern, kann ich mir durchaus vorstellen, aber leider ging es mit dem Autor irgendwann durch und er übertrieb. Schade, denn sonst hätte sein Werk Pandemic eindeutig ein Horrorthriller der Extraklasse werden können.

Es geht zwar um die gesamte Menschheit, aber im Mittelpunkt stehen nur einige wenige Personen. Einerseits gut, da sie den roten Faden maßgeblich führen, aber auf der anderen Seite auch schade, da ich gerne einen Blick auf das große Ganze geworfen habe, wenn Sigler mir diesen Ausblick ermöglichte. So blieb mir oft nur meine Phantasie, die in diesem Werk wirklich auf Hochtouren arbeitete.
Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Dr. Montoya und ihr Mann Clarence Otto. Schon einmal haben sie als Team die Welt gerettet und sich so ineinander verliebt. Doch der Alltag hat ihre Liebe bald eingeholt und schließlich überholt. Doch im Angesicht der neuen, alten Bedrohung, funktionieren die beiden wieder, wie wenn es nie einen Zwist gegeben hätte. Während Margaret bis zur Erschöpfung forscht und das Gehirn der Mission ist, hält ihr Mann ihr den Rücken frei. Als ausgebildeter Kämpfer zwar keine Kleinigkeit, aber er macht es. Es ist schön zu beobachten, wie die beiden ineinander greifen und als Team funktionieren; sie ergänzen sich so wunderbar, dass es fast zu schön ist, um wahr zu sein. Bis das Team zerbricht.
Ihr Gegenspieler ist zwar unabsichtlich Steve Stanton, der durch einen blöden Zufall die Seuche auslöst und auch verbreitet.
Mir machte es Spaß zu beobachten, wie sich die Charaktere im Lauf der Handlung verändern. Mal zum Guten, mal zum Schlechten. Aber eine Veränderung ist da und das wird mehr als anschaulich von Sigler gezeigt. Mir fiel es denkbar leicht, eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen, aber oft konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen.

Mein Fazit

Scott Sigler ist und bleibt ein Meister des Horror!
 
 
 


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