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Martin Millar

Die Elfen von New York

  • Autor:Martin Millar
  • Titel: Die Elfen von New York
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Datum:01 Juni 2012
  • Preis:9,95 EUR

 
»Die Elfen von New York« von Martin Millar


Besprochen von:
 
Ron Serelli
Deine Wertung:
(2.5)

 
 
Mein Lieblingssatz in der Geschichte:

„Für Menschen riecht Feenkotze bestimmt köstlich.“

Wie die beiden Elfen Heather und Morag nach New York kamen, wird erst später, nach dem Abklingen des Rausches klar. Irgendwie sind sie – nach intensivem Whisky- und Fliegenpilzgenuss in einem Flugzeug gelandet.

Zwischen Heather und Morag besteht eine Beziehung, die man irgendwo zwischen tiefer Geschwisterliebe und noch tieferem Hass ansiedeln kann. Sie streiten und prügeln, doch irgendwie mögen und brauchen sie sich doch. Die kontaktfreudigen Elfen lernen schnell in New York einige Menschen kennen. Diese vom zweifelhaften Glück getroffenen New Yorker sind Eigenbrötler, die in ihrer eigenen (Schein-)Welt leben.

Elfen können natürlich nicht anders, deshalb bieten sie Ihren neuen Menschenfreunden ihre Hilfe an. Nicht jeder ist von dem Angebot begeistert, was die Elfen nicht sonderlich interessiert. Das Ergebnis dieser „Hilfe“ bietet, gepaart mit den bunten Charakteren, viel Stoff für eine leicht groteske Story.

Der aufmerksame Leser wird in der Geschichte viele Ansätze für einen spannenden und ansprechenden Roman finden. Trotz der guten Voraussetzung bleibt die Erzählung jedoch blass und fad. Eine wirklich fesselnde Haupthandlung fehlt. Die unzähligen Nebenhandlungen verstärken den grotesken Charakter des Romans, bieten aber keinen echten Mehrwert.
Der flüssige Schreibstil, und die guten Ansätze der Geschichte zeigen, dass der Autor sein Handwerk grundsätzlich versteht. Diesem Roman sind doch leider die Spannung und der echte Biss abhandengekommen. Leider fehlt es auch an Fantasie. So gibt es in der Geschichte ausschließlich Elfen, die die Welt der Menschen widerspiegeln (Chinesische-, Italienische- und schottische Elfen usw.) und sich auch so klischeehaft verhalten, wie man es von Ihren menschlichen Gegenparts erwarten würde.

Fazit:
Höhen und Tiefen fehlen dem Roman. Freunde grotesker Erzählungen werden es vielleicht mögen.

 
 
 


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