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Leigh Bardugo

Das neunte Haus

  • Autor:Leigh Bardugo
  • Titel: Das neunte Haus
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Knaur HC
  • Datum:03 Februar 2020
  • Preis:18,00 EUR

 
»Das neunte Haus« von Leigh Bardugo


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(4)

 
 
Yale, Uni der Schönen, der Reichen und der Mächtigen. Möglich durch die Studentenverbindungen und der Magie, der dieser Örtlichkeit zu eigen sind. Doch während sich die meisten Studenten auf ihre Ziele besinnen, rutschen andere ab und geben sich der magischen Möglichkeiten hin und nutzen diese zu ihrem bösen Vorteil. Als eine Unschuldige ihr Leben verliert, soll der Mord eigentlich vertuscht werden, doch Galaxy Stern, die mit den Toten kommunizieren kann, gibt keine Ruhe und blickt hinter die Kulissen der Eliteuniversität.

Das Cover ist in einem sehr dunklen Blau gehalten, dass nach unten etwas heller wird. Über den Titel und zwischen den Buchstaben windet sich eine züngelnde Schlange. Es ist düster, es ist unheimlich und hat meiner Meinung nach leider zu wenig mit dem Inhalt des Buches zu tun. Die Protagonistin weist zwar ein Schlangentatoo auf, allerdings wird betont, es sich um Klapperschlangen handelt und bei der abgebildeten handelt es sich um eine andere Art.

Leigh Bardugo hat einen interessanten, schwer zu beschreibenden Schreibstil. Mal schreibt sie temporeich, energiegeladen und voller Elan, dann wieder ruhig, beschreibt ausführlich die Umgebung und Gegebenheiten und irgendwie fahrig. Die meisten Seiten rasten an mir vorbei, wie ein Action reicher Mysterythriller, dann schleppte ich mich von Absatz zu Absatz und konnte das Gelesene nicht recht in Einklang mit der Handlung bringen. Am Ende des Buches wurde mir klar, dass die mir ungeliebten Passagen der Erklärung der Hintergründe dienten und die Vorbereitung für weitere Bände sind, die hoffentlich sehr bald folgen werden!
Denn Galaxy Stern hat es mir angetan! Sie ist eine junge Frau, die übel vom Leben im Stich gelassen wurde und schon zeitig erkennen musste, dass Nettigkeit von anderen oft einen Preis hat. Enttäuscht, geschlagen, allein und am Abgrund, wird sie von Dekan Sandow aufgelesen und gerade so gerettet. Doch während ihr Körper weiter macht, muss ihre Seele erst noch heilen. Alex ist klar, dass sie einzig wegen ihrer Fähigkeit Geister zu sehen, von Deka Sandow auserwählt wurde und in Yale eine zweite Chance bekommen hat. Doch in ihrer Verbissenheit und in ihrem Schmerz wird Alex fast zu spät klar, dass es auch Freundlichkeit, Freundschaft und Liebe auf der Welt gibt. Der Blick in ihr Innerstes tat weh, die innere Stärke gibt Mut. Ich fand es faszinierend, Alex auf ihrem Lebensweg ein Stück begleiten zu dürfen und hoffe auf viele weitere Abenteuer.

Besonders fasziniert an dem Buch hat mich die wilde Mischung aus Magie, Spannung und alltäglichem Studentenleben, das geprägt ist von Lernen und Arbeit. Während einige der Party-Fraktion angehören und dermaßen über die Strenge schlagen und damit anderen das Leben zerstören, versucht die andere Seite, ernsthaft zu lernen und Kontakte für ihr späteres Leben zu knüpfen. Und gerade diese Kontakte, in Yale geschmiedet, halten für die Ewigkeit. Die Universität ist ein magischer Ort, an dem die alten Künste hochgehalten und verehrt werden: Zaubersprüche, Geisterbeschwörung, Gestaltwandeln und vieles mehr legen den Grundstein, damit die Welt wie sie ist funktioniert. Gerne habe ich mich von Leigh Bardugo in diese Welt ziehen lassen.

Mein Fazit

Ein wahnsinnig toller, spannender und süchtig machender Serienauftakt!
 
 
 


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