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Eva Siegmund

LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel


 
»LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel« von Eva Siegmund


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(4)

 
 
Der 3. Weltkrieg ist vorbei und die Welt ist größtenteils unbewohnbar. Nur der Westen ist noch besiedelt und selbst diese Städte haben einen Teil ihrer Bewohner „ausgelagert“, weil diese anders sind. Meleike ist eine von ihnen: an ihrem 15. Geburtstag erscheint auf den Handgelenken der Enklavenbewohner ein Zeichen, das sie als Seher ausweist, dass sie Telekinese beherrschen oder sich unsichtbar machen können.
Doch Meleike ist etwas Außergewöhnliches.

Flynn lebt mit seinen Eltern in der Stadt des Lichts. Doch als auch auf seinem Handgelenk ein Zeichen erscheint will ihn sein Vater als Versuchsobjekt nutzen und aufschneiden. Flynn entkommt und flieht in die Enklave. Zusammen mit Meleike decken sie eine Verschwörung auf und versuchen, die Zerstörung der Enklave zu verhindern.

Anfangs dachte ich noch: wie langweilig! Meleike und Flynn werden vorgestellt, die vielen Namen der Enklave sind verwirrend und Meleike wirkt irgendwie unfertig. Doch nach und nach enthüllt sich die ganze Komplexität der Handlung und ich war gefangen. Zwar ist es ein Jugendbuch und etwas zahm, auch ein klein wenig vorhersehbar, doch die kurzen Kapitel sorgen für Spannung und machen das Buch leicht lesbar. Ähnlichkeit mit bestehenden Dystopien sind nicht von der Hand zu weisen, aber wirklich Neues gibt es in der Richtung ja nicht. Krieg, zerstörte Welten, Outlaws und Kampf. Allerdings gelingt es Eva Siegmund, die Handlung schnell voranzutreiben und den Spannungsbogen zu halten.

Besonders gut gefielen mir die Rebellen. Ob es ein Zufall ist, dass sie Rosa, Sophie und Karl heißen? Alle mit Bezug zur deutschen Geschichte, was mich gleich zum Schmunzeln gebracht hat. Da sehr viele Charaktere in der Handlung auftauchen bleiben die meisten etwas flach. Ich hätte mir zum Beispiel mehr von Kado, dem Bruder von Meleike, gewünscht. Den habe ich mir als pfiffigen kleinen Burschen vorgestellt, allerdings wurde das nicht näher vertieft. Auch was am Ende aus Rosa wurde ging leider im Trubel des etwas schnellen Endes unter.

Fazit: ein Buch, das etwas braucht bis es in Fahrt kommt, dann aber gleich auf die Autobahn einbiegt und alle Rastplätze bis zum Ziel auslässt
 
 
 


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