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Eisele, Martin

Larry Brent: Die geheimen X-Akten der PSA 5
Der Biss des Lebensverzehrers

Autor: Eisele, Martin
Titel: Der Biss des Lebensverzehrers
Serie: Larry Brent: Die geheimen X-Akten der PSA 5 .
Genre: Horror
Einband: Taschenbuch
Verlag: Blitz
Datum: 00 -
Preis: 9.90 EUR


 



Besprochen von:
 
Carsten Kuhr
Deine Wertung:

 
 
Zu Martin Eisele´s Meriten zählen neben seinen Filmbüchern zu den Kinoerfolgen Roland Emmerichs insbesondere seine bei Bastei erschienene Damona King Reihe. Hier bewies er, dass er ein Gespür für packende Gruselabenteuer hat. Nur folgerichtig daher, dass er zum Team stiess, das neue Abenteuer um Larry Brent verfasst. Nach seinem hochgelobten BLUTENGEL VON TSCHERNOBYL legt er nun seinen zweiten diesbzgl. Roman vor.
Eisele nimmt sich des alten Mythos um den im Prager Judenghetto beheimateten Golem an. In der heutigen Touristenmetropole Prag stirbt seit rund 400 Jahren jeden Monat ein Mensch. Während sich bislang diese Morde auf das jüdische Ghetto beschränkten, und von den dort Beheimateten vertuscht wurden, kommt es nun zu Opfern unter den zahlungskräftigen westlichen Touristen. Die Toten altern in kürzester Zeit zu Greisen, und nehmen währenddessen Erinnerungsbruchstücke aus der Existenz des sie meuchelnden Golems wahr. Nachdem sich die Boulevardpresse der Sensation eines Serienmörders annimmt, werden die Spezialisten der PSA zur Hilfe gerufen. Schon bald stossen Larry Brent und Iwan Kunaritschew auf eindeutige Hinweise, dass tatsächlich der zunächst ins Reich der Mythen verbannte Golem hinter den Morden steckt. Sie müssen erkennen, dass sich Böses oft nur mit Bösem bekämpfen lässt, doch auch unter Einsatz aller Mittel ist der Ausgang ungewiss.

Der Roman hinterlässt bei mir ein zwiespältiges Gefühl. Während die Sequenzen, die in der Vergangenheit angesiedelt sind uns sehr stimmig und atmosphärisch dicht daherkommen, konnten mich die Teile, die in der Gegenwart spielen nicht ganz so überzeugen. Eisele gelingt es gerade zu Beginn des Romans, als er uns die Entstehung des Golems schildert uns in seiner Erzählung förmlich gefangen zu nehmen. Wir erhalten einen Abriss aus der Existenz des belebten Lehmwesens und seiner hilflos agierenden Wächter, über die Zeit der nationalsozialistischen Besetzung bis hin zum Prager Frühling. Auch die Darstellung der aktuellen Bewohner und des täglichen Lebens der tschechischen Metropole, insbesondere der Bande jugendlicher Obdachloser konnte mich überzeugen.
Unglaubwürdig wurde es dann, als die beiden PSA Agenten ins Geschehen eingriffen. Da ging es dann doch etwas arg schnell mit der Lösung, da hatte ich zu keiner Zeit den Eindruck, dass unsere beiden Helden wirklich in Gefahr gewesen wären. Nicht nur dies, das was vor Hunderten von Jahren einem genialen Rabbi gelang, die Erschaffung eines künstlichen Wesens mittels Vermengung kabbalistischer und altägyptischer Beschwörungen, das vollziehen unsere Beiden scheinbar problemlos nach. Ich hatte hier den Eindruck, dass irgendein Teil des Buches einfach fehlt. Müssig zu mutmassen, ob der Text im Nachhinein auf eine passende Länge gekürzt wurde, nur genauso lesen sich diese Passagen zum förmlich herbeigezwungenen Happy-End.
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