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David Weber

Flammenzeit

  • Autor:David Weber
  • Titel: Flammenzeit
  • Serie:
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
  • Datum:13 August 2015
  • Preis:9,99 EUR

 
»Flammenzeit« von David Weber


Besprochen von:
 
Sachmet
Deine Wertung:
(2)

 
 
Die junge Stephanie Harrington ist der erste Mensch auf dem Planeten Sphinx, der eine enge Beziehung zu einer Baumkatze knüpfen kann. Baumkatzen sind eine einheimische Spezies, die sich lange vor den Menschen versteckt haben, denn sie ahnen, dass die Menschen durchaus ihr Untergang sein können.

Es wird viel darüber diskutiert, ob diese wunderschönen und eleganten Geschöpfe intelligente Wesen sind oder einfach nur Tiere. Menschen, die den Planeten ausbeuten und sich bereichern möchten, stehen auf der Seite der Wissenschaftler, die den Baumkatzen jegliche Intelligenz absprechen, sie auf eine Stufe mit Hunden oder Affen stellen. Doch Stephanie weiß durch ihren intensiven Kontakt zu Löwenherz, wie sie ihre Baumkatze genannt hat, dass diese Wissenschaftler sich irren. Das außergewöhnliche Tier ist in der Lage mit ihr zu kommunizieren und sie auf Gefahren aufmerksam zu machen.

Mit seiner Hilfe können sie und ihr Freund Karl zwei Baumkatzen vor einer Flammenhölle retten. Als das die Flammenzeit auf dem Planeten Sphinx beginnt, ist es nur Stephanie, Karl und Löwenherz zu verdanken, dass viele Baumkatzen gerettet werden. Als ein neues Forscherteam auf Sphinx eintrifft, freundet sich Stephanie mit dem jungen Anders an, der seinen Vater auf der Reise begleitet. Anders und das Team verschwinden und es liegt es an dem jungen Mädchen und ihrer Baumkatze, die Menschen zu finden und zu retten.

Kommentar:
Dies ist mein erstes SF Buch von David Weber. Ich weiß, dass er ein angesehener und beliebter Autor von SF Romanen ist und schon sehr viele Bücher veröffentlicht hat. Trotzdem kann ich nur sagen: Diese Buch war eines der langweiligsten und vorhersehbarsten Bücher, die ich 2015 gelesen habe. Was ich als Leser überhaupt nicht leiden mag: Wenn man seinen Protagonisten nicht genug Aufmerksamkeit schenkt. Ist es ein Übersetzungsfehler oder hat Anders tatsächlich einmal rotblonde und einmal weißblonde Haare? Solche Kleinigkeiten wandern durch das ganze Buch und sind für einen aufmerksamen Leser sehr ärgerlich.

Ich weiß nicht, was ich von dem Buch erwartet habe, aber sicher nicht das: Eine Teenagerromanze à la Belle und Edward im Weltall. Erwartet hätte ich vielleicht galaktische Abenteuer auf fremden Planeten. fremde Spezies, die nicht an niedliche Hauskatzen erinnern, Konflikte und Kämpfe.

Bekommen hat der Leser eine Story über eine pubertierende Jugendliche, die sich in der Phase der Rebellion gegen ihre Eltern befindet und trotz Missachtung jeglicher Befehle natürlich die Welt rettet. Dazu kommt das obligatorische Liebesdreieck. Sie verliert ihr Herz an einen Fremden, statt die Zuneigung desjenigen zu erkennen, der schon lange an ihrer Seite ist. Das mag junge Leser sicher begeistern, ich war schlichtweg von dem hin und her nur gelangweilt. Dazu kommt, dass die Geschichte nicht wirklich spannend ist. Dem Leser werden zuerst die Gedanken Stephanies mitgeteilt, dann lesen wir diese gleiche Gedanken nochmals aus der Sicht Löwenherz. Da kann keine wirkliche Spannung aufkommen. Die Handlung ist vorhersehbar, die Personen stereotyp, es fehlt jede überraschende Wendung. Hier wird mit den Standardklischees aufgewartet: Der Mensch besiedelt neue Planeten, zerstört sie, vernichtet aus Raffgier einheimische Spezies, Flora und Fauna, nur einige wenige Gutmenschen, versuchen, dagegen anzugehen. Und sind natürlich erfolgreich und retten am Ende die Welt. Profitgier contra Umwelt-und Artenschutz, das ist keinesfalls innovativ und leider hier auch nicht besonders spannend erzählt.

Der Autor geht hier alle bekannten Teenagerprobleme auf der Schwelle zum erwachsen werden an. Rebellion gegen die Eltern, Kampf gegen die Bevormundung, das Ausloten der eigenen Grenzen, Gefühlswirrwarr usw. Trotzdem ist Stephanie einfach zu gut, um glaubhaft zu wirken. Es fehlen ihr Ecken und Kanten, sie ist kein ambivalenter Charakter sondern vorhersehbar und oberflächlich gezeichnet. Ich frage mich, ob sie sich für die einheimische Spezies auch so eingesetzt hätte, wären es Spinnen ähnliche Kreaturen gewesen und keine kuscheligen Großkatzen.

Das Cover des Buches ist aber positiv zu erwähnen, das leuchtende Orange passt zu dem Titel und die dargestellten Figuren vermitteln ein gutes Bild von Stephanie und Löwenherz.

Fazit:
Für Fans der Honor Harrington Reihe ist dieses Buches sicher eine schöne Ergänzung und Vorgeschichte. Für Leser, die eine spannende SF Geschichte erwarten, wird es eine Enttäuschung sein.
 
 
 


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