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Chris McGeorge

Der Tunnel - Nur einer kommt zurück


 
»Der Tunnel - Nur einer kommt zurück« von Chris McGeorge


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(4)

 
 
Sechs Freunde treffen sich einmal im Jahr, um gemeinsam den Standedge-Tunnel zu durchqueren. Was als Kindheitserinnerung mit leichtem Grusel begann, steigert sich über die Jahre zu Partylaune, Bier und allgemeiner Lebensfreude. Doch dieses Jahr ist alles anders. Denn sechs fahren rein, aber nur einer kommt am anderen Ende wieder raus. Bewusstlos und ohne Erinnerung an das Geschehen.
Schnell steht fest, dass der einzige Überlebende, Matthew, die anderen umgebracht und entsorgt haben muss! Doch Matthew kann sich an nichts erinnern; einzig an einen verrückten Anruf drei Jahre zu vor von einer verwirrten Frau, die behauptete, sollte er jemals in Schwierigkeiten stecken, er sich an Robin Ferringham wenden soll. Dies macht Matthew...

Das Cover zeigt den Standedge-Tunnel. Einen uralten Tunnel, dunkel, voller schwarzem Wasser, dreckigen Steinen und einem Blick ins Schwarze. So weit das Auge reicht nichts als Düsternis. Zusammen mit dem Klapptext war dieses Bild ausschlaggebend, dass ich zu dem Buch gegriffen habe, da es Angst, Beklemmung und Unsicherheit in mir auslöste. Völlig irrationale Ängste, da es einfach ein Tunnel ist! Oder?

Chris McGeorge ist für atemraubende Spannung und unfassbare Rätselfreuden in seinen Büchern bekannt. Auch in seinem neuen Werk tauchte ich tief in eine mysteriöses Verbrechen ein. Wie können fünf junge Erwachsene aus einem geschlossenen Tunnelsystem verschwinden? Und was ist wirklich geschehen? Voller Erwartung mit viel Nervenkitzel tauchte ich immer tiefer in die Geschehnisse ein. Chris McGeorge schafft eine unheimliche, beklemmende Stimmung voller Zweifel und Misstrauen. Dies gelingt ihm nicht nur durch die Örtlichkeit des Tunnelsystems, sondern auch durch die Schilderung des kleinen Ortes, in dem alles passiert ist. Jeder kennt jeden, jeder kennt Geheimnisse und doch ist man Fremden gegenüber mehr als misstrauisch. Eine eingeschworene Gemeinschaft, die wenn es drauf ankommt, zusammenhält.
Trotzdem ist einer aus ihrer Mitte, der junge Matthew schnell als Drahtzieher und Täter auserkoren. Denn er ist das fünfte Rad am Wagen in dieser elitären Freundesgruppe, ein Außenseiter und seine Rolle ist nie richtig geklärt. Matthew sucht verzweifelte Hilfe bei dem Schriftsteller Robin Ferringham, der traurige Berühmtheit durch das Verschwinden seiner Frau Sam erlangte, weil er seinen Schmerz mit einem Buch Luft machte. Doch woher kennt Matthew Sam? Die Geschichte wird immer verworrener, immer abstruser und für mich stellenweise zu weit hergeholt. Da das Buch allerdings sehr temporeich geschrieben wurde, fiel mir dies erst im Nachhinein wirklich auf. Während des Lesens ließ ich mich einfach mitreißen und genoss das hohe Tempo.

[b]Mein Fazit[/b]

Wieder ein temporeicher Aktion-Roman mit viel Rätselpotential!
 
 
 


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