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Brian Lee Durfee

Der Mond des Vergessens: Die fünf Kriegerengel 1


 
»Der Mond des Vergessens: Die fünf Kriegerengel 1« von Brian Lee Durfee


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(4)

 
 
Im Prolog werden Nail und Showcraft eingeführt. Mordanschlag auf einen 3jährigen Jungen (Nail). Showcraft gehört der Bruderschaft von Mia an. Mit Nail scheint eine Prophezeiung verbunden zu sein. Die Völker der 5 Inseln hängen dem Glauben an den Gott Laijon an. Sie glauben, dass bald die Götter auf die Erde zurückkehren und sie von ihren Sünden mit Feuer und Schwert erlösen werden.

14 Jahre später setzt die Handlung ein. Wir treffen Nail als 17jährigen Schwertschüler wieder in Galgenhafen, einem kleinen Provinzhafen. Immer noch ist Showcraft an seiner Seite. Nail liebt es zu zeichnen. Er hat sich in Ava verliebt und ist ein wenig unbeherrscht, etwas störrisch und eigensinnig wie viele Jugendliche in seinem Alter.

Es herrscht Krieg. Schon lange rückt der weiße Prinz Aeros, der Herrscher von Soer Servier, gegen die Armee des Königs von Gul Kana vor. Er will den fünf Inseln den Glauben an Laijons Sohn Raijael, dessen Nachkomme er ist, aufzwingen. Sein Leibwächter Erzritter Gault Aulbrek ist einer der Personen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird.

In Amadon sitzen der irre König Jovan und seine Familie. Er steht völlig unter dem Einfluss der Kirche. Seine beiden Schwestern Jodralyn und Tala spielen bedeutende Rollen in der Handlung. Er scheint der drohenden Niederlage gegen Aeros nichts entgegensetzen zu können, vielleicht gar nicht zu wollen. Weitere Menschen aus dem Umfeld Nails in Galgenhafen erzählen regelmäßig, wie es weitergeht, besonders mit Nail.

Sie alle werden in den Krieg hineingezogen, sofern sie nicht schon lange, wie Gault Aulbrek, an den Kämpfen teilhaben. Innerhalb kurzer Zeit wird sich ihrer aller Leben verändern.


Kommentar:

Der Autor hat sich viel vorgenommen. Alles an diesem Buch trägt die Überschrift „episch“. Die Welt ist groß und vielschichtig. Die schiere Zahl der handelnden Personen erzwingt höchste Aufmerksamkeit beim Lesen. Die Geschichte ist verzweigt und aus der Sicht vieler unterschiedlicher Personen erzählt. Wir lesen von jungen Beinahe-Erwachsenen, die an einer Aufgabe wachsen, von irren Königen und machtbewussten Despoten, von Prophezeiungen und geheimnisvollen Waffen mit göttlichen Kräften. Die Grausamkeit ist allgegenwärtig.

Die religiösen Differenzen zwischen den verschiedenen Inseln sind ausgeprägt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Satz aus einer der fünf großen religiösen Schriften, der auf das Kommende zugeschnitten ist. Das religiöse System, das im Buch eine wichtige Rolle spielt, ist ausführlich dargestellt. Laijon, seine Frau Mia und sein Sohn Raijael, die fünf Kriegerengel und deren legendäre fünf Waffen, darunter auch die titelgebende Axt namens Mond des Vergessens, spielen eine große Rolle. Aeros hält sich für den wiedergekommenen Gottessohn und ist überzeugt von seinem heiligen Weg der Eroberung der anderen Inseln. In der Kirche gibt es die Bruderschaft von Mia, deren einer Showcraft ist, die Kenntnis von einer geheimnisvollen Prophezeiung haben.
Nicht nur Menschen, auch Elfen, Zwerge und Oghuls bevölkern die fünf Inseln, eine weitere Rasse lebt im Meer.

Die Geschichte beschreibt 38 Tage im Leben der vielen Figuren. Man wird erinnert an Bücher von Mark Lawrence und Joe Abercrombie, die mit ihren Protagonisten nicht gut umgehen. Auch nach Lektüre von Mond des Vergessens muss man sich fragen, wer am Ende, nach den insgesamt fünf geplanten Bänden, überleben wird. Vorerst dachte ich mehrfach, endlich alle Beteiligten, deren Motive und Geschichte zu kennen. Immer wieder aber überrascht der Autor mit unerwarteten Wendungen. So ist noch viel Potenzial übrig für die geplanten Bücher. Ein gelungenes Debut mit Luft nach oben.
 
 
 


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