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Bradley, Marion Zimmer

Das Schwert der Amazone

  • Autor:Bradley, Marion Zimmer
  • Titel: Das Schwert der Amazone
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Lübbe
  • Datum:00 -
  • Preis:12.90 DM

 
»Das Schwert der Amazone« von Bradley, Marion Zimmer


Besprochen von:
 
Andreas Marchhart
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Eine junge Frau erwacht aus einer tiefen Bewusstlosigkeit. Alles woran sie sich erinnern kann ist ein grellweißer Blitz, gleißende Sonne, brennender Durst und das sie auf ein Kamel geschnallt war. Anschließend kommen ihr noch die Erinnerungen an ihre Vergewaltigung hoch. Das nächste was sie dann mitbekommt ist, dass sie als Sklavin verkauft wird. Nach einem tagelangen Fußmarsch kommt sie dann mit anderen Sklaven in die Stadt Jemmok welche vom Akharet regiert wird. Sie soll dort als Prostituierte für die Gladiatoren zum Einsatz kommen. Als sie dann in den Gladiatorengehegen in die Räumlichkeiten der Prostituierten gebracht werden soll, schafft sie es ein Schwert zu erreichen und schlägt einem der Sklavenaufseher den Schädel ein. Dies beeindruckt den Trainer der Gladiatoren dermaßen, dass er sich entschließt, sie als Gladiatorin trainieren zu lassen. Dabei lernt sie Hassim kennen, der ihr Trainingspartner für die nächsten Wochen wird, und sich dabei in die junge Frau verliebt. Da sie sich an ihren Namen nicht mehr erinnern kann, bekommt sie den Namen Zadya verpasst. Zadya, die Schreckliche. Nach einigen Wochen des Trainings steht ihr dann der erste Kampf in der Arena bevor, den sie auch gewinnt. Als Reaktion auf den Sieg bekommt Zadya von einer edlen Dame Geschenke in die Quartiere geschickt. Hassim berät sie dabei, was sie mit den Sachen machen soll. Einige Tage nach dem Kampf kommt dann eine weitere Gladiatorin zu der Gladiatorentruppe hinzu. Ihr Name ist Beizun und die beiden Frauen schließen sehr schnell Freundschaft. Dabei beschließen sie, dass sie so schnell als möglich aus der Gefangenschaft entfliehen wollen. Zadya wird von der edlen Dame Ifanya zu sich eingeladen, und Ifanya erklärt Zadya, dass sie ihre eigenes Tammarim (Gladiatorenteam) nur aus Frauen aufbauen will. Ifanya kauft Zadya vom Akharet von Jemmok, und nach dem zweiten Kampf an dem Zadya teilnimmt auch noch Beizun. Ifanya beschließt, dass Zadya und Beizun nach anderen Kämpferinnen Ausschau halten sollen, aber in Jemmok finden sie nur mehr ein vierzehnjähriges Mädchen, dass sich ihnen anschließt. Daraufhin schickt Ifanya die beiden Gladiatorinnen in die Gegend wo Beizun herstammt, da sie glaubt, dass die beiden Kämpferinnen dort mehr Erfolg haben werden. In einer der Wüstenstädte die sie dabei passieren kauft Beizun Bernsteinohrringe für Zadya und diese kann sich auf einmal erinnern, dass ihr richtiger Name Bernstein ist. Als sie dann nach einigen Abenteuern dann ein Monat später wieder nach Jemmok zurückkehren, begleiten sie immerhin vier weitere Kriegerinnen, die bereit waren sich ihnen anzuschließen. Nach einigen Wochen des Trainings müssen Beizun und Zadya bald wieder in die Arena, da sie ja immer noch Gladiatorinnen sind. Zadya muss dabei gegen einen bislang unerfahrenen Gegner antreten. Aber der lässt die Waffen fallen und nimmt sie in die Arme und plötzlich kehrt wieder alle Erinnerung zurück und sie erkennt in ihrem Gegner ihren Waffenbruder Jade, der mit ihren anderen Waffengeschwistern Bernstein gesucht hat. Bernstein erklärt ihrer Herrin Infanya die Situation und diese gibt Bernstein frei. Des weiteren will ihr auch noch einen Sack mit Edelsteinen mitgeben, doch statt dessen überredet Bernstein Infanya, dass sie doch mit diesen Edelsteinen die Schulden von Beizun bezahlen soll, denn Beizun war nur deshalb gezwungen in der Arena zu kämpfen, da sie Spielschulden gemacht hatte, und diese nicht mehr bezahlen konnte. Infanya gewährt ihr noch diesen Wunsch und Beizun beschließt, dass sie in ihre Heimatstadt zurückkehrt, und dort bei der Stadtwache eintreten wird. Bernstein und Jade hingegen kehren zu ihren Waffengeschwistern zurück, und verlassen mit deren Raumschiff den Planeten.

Für mich war es das erste Buch, dass ich von Marion Zimmer Bradlley gelesen habe, und ich muss zugeben, dass es mir gut gefallen hat. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und zeitweise kann man sich sehr gut mit dem Charakter der Zadya identifizieren. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die ständige Anspielung auf die lesbische Liebe zwischen Zadya, Beizun und Infanya. Zeitweise hat man alle fünf bis sechs Seiten die Beschreibung von einer Bettszene. Auch vermisse ich wirkliche Höhepunkte in dem Roman, wobei ich aber auch nicht sagen kann, dass es langweilig wurde. Im großen und ganzen ist es die Geschichte von einer Frau, die in der Männerdomäne der Gladiatoren zu überleben weiß. Auch die Gedankengänge von Zadya sind sehr gut Beschrieben und auch ihre Ängste und ihre Verzweiflung, nicht zu wissen wer sie war und ist. Nur das Ende wirkt leider ein wenig aufgesetzt. Aber alles in allem ein guter Roman.

Da ich eigentlich mit dem Roman ziemlich zufrieden bin, gebe ich ihm auf einer Skala von 1 – 10 eine 7+.
 
 
 


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