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2015-12-22

STAR WARS : Kassenschlager und Fanflopp - ein spoilerfreier Bericht

Selten waren die Fans begeisterter und stürmten die Kinokassen erwartungsfroher als bei dem siebten Teil der Sternenkrieg-Saga. Ganze Schulklassen und Freundeskreise sicherten sich Kinokarten bis zu einem Jahr im Voraus und füllten die Lichtspielsäle bis an das Fassungsvermögen. So war es für Gelegenheitskinogänger nur schwer noch Kinokarten zu ergattern. Das schlug sich natürlich in klingelnder Münze nieder, die die Filmmacher wie Kinobetreiber gleichermaßen froh gestimmt haben. Aber muss der Film deshalb auch gut sein? Leider muss ich das mit einem klaren Nein beantworten.



Einspielergebnisse


Bei einem geschätzten Budget von 200 Millionen Dollar spielte der neue Star-Wars-Film in den USA und Kanada am Eröffnungswochenende laut US-Medien ca. 238 und weltweit ca. 517 Millionen Dollar ein und brach damit gleich mehrere Rekorde. So löste der Film den bisherigen Filmprimus "Jurassic World" für den besten Wochenendstart ab und global gesehen belegte es immerhin den zweiten Platz für die besten Wochenendeinnahmen aller Zeiten. Also jetzt schon ein Kinoschlager sondergleichen.

Filmkritik


Um dem Film gerecht zu werden, muss man eigentlich mit zweierlei Maß messen. Wenn es um die visuellen Effekte geht, hat man sicher selten besseres gesehen. Und das gleichzeitig bei einer dermaßen verhunzten, vorhersehbaren, naiven und vor schlechten Einfällen nur so strotzenden Story, dass es das Fanherz blutet. Bei den Spezialeffekten waren zweifellos Profis am Werk, während Amateure das Drehbuch geschrieben haben. Dafür gäbe es in den meisten Schulklassen vielleicht wohlwollende Noten, doch als eine Story, die Millionen Menschen weltweit in den Kinosälen fesseln soll, reicht das bei weitem nicht. Und dennoch wurden Unsummen investiert, um diese zu verfilmen. Und dieser geteilte Eindruck ist nicht nur meine Einzelmeinung. Ich war in der Vorstellung mit zehn Leuten, die in der Zusammensetzung eine große Bandbreite abdecken. Star-Wars-Dogmatiker, die jeden Teil der Saga in jedweder Fassung besitzen und aus den Filmen wie Prediger aus der Bibel zitieren können, normale Fans wie mich, denen Star-Wars eine schöne Kindheitsbereicherung war, Mitgänger, die damit eigentlich nichts am Hut haben und sogar jemand, der Star-Wars noch nie zuvor gesehen hat. Die Meinung war einhellig: Jeder fand die Effekte und die Optik toll, aber die Story enttäuschend.

Ich war schon sehr verwundert, als beim Abspann viele Kinogänger anfingen zu klatschen. Fast war mir so, als hätten die Anderen einen besseren Film zu sehen bekommen als ich. Von mir gibt es nur Klatsche für das Herumgetrample auf dem Star-Wars-Mythos. Schade, denn das hätte wirklich besser laufen können. Denn genug gute Star-Wars-Storys findet man in den Star-Wars-Büchern. Davon ist jedes einzelne besser als der Film und einige sogar hervorragend. Wie man diese ignorieren und eine eigene Doofstory zusammenflicken kann, ist mir mehr als schleierhaft. Fast jede Fanfiction ist der Filmstory überlegen.


Spoilerwarnung: Klicke hierhin, um den verborgenen Text anzuzeigen.




Fazit


So bleibt mir nichts weiter übrig, als nur eine zweifelhafte Empfehlung auszusprechen. Der Film ist so schlecht, dass man diesen mit den eigenen Augen gesehen haben muss, um das glauben zu können. Ein Gutes hat das Ganze dennoch: Die Prequel-Trilogie erscheint jetzt in einem besseren Licht, denn es gibt nun einen wirklich schlechten Teil der Saga. Und weil das ein Kassenschlager war, dürfen wir uns auf die Fortsetzung freuen - zumindest mit gemischten Gefühlen meinerseits. Einerseits würde ich den coolen neuen Bösewicht gerne wieder in Aktion sehen. Andererseits befürchte ich weitere Storyausrutscher und schwache Dramaturgie, die dieses Sehvergnügen beeinträchtigen könnten.

Bildnachweis: Lucas Film & Walt Disney Motion Pictures Group

A.M.

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