I see a dark sail...

Neu hier? Dann kannst Du Dich hier kurz vorstellen.
minkey
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von minkey » Di 6. Mai 2014, 09:29

Und ich bin sehr, sehr gespannt auf Kalion!

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AlesPickar
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von AlesPickar » Di 6. Mai 2014, 11:42

Danke für diese Einschätzung, die vollkommen richtig ist. Es ist ein interessantes Thema, über das ich nicht selten nachdenke.

Ich denke schon, dass ich mit den ersten 100 Seiten von "In den Spiegeln" manch einen Leser verloren habe, da viele Menschen gerade heute nicht für alles Geduld mitbringen. Es ist allerdings auch richtig, dass ich es heute so nicht schreiben würde. Ich sage immer (nur halb im Scherz), dass ich am Anfang noch meine Germanistenfreunde beeindrucken wollte, während sie mir am Ende (und gut zehn Jahre später) gänzlich am Arsche vorbeigingen. Der geduldige Leser erlebt auch die Entwicklung meiner Identität - sozusagen vom existentialistischen Novelist zum Unterhaltungsautor.

Somit haben jene Kritiker, die mit dem Anfang Probleme haben, durchaus recht. Wenn auch nicht uneingeschränkt. Denn ich fand stets, dass die Langatmigkeit von Jan-Mareks Gedanken eine sehr gelungene Metapher für seinen 24/7-Cannabisrausch ist. Ferner müssen wir bedenken, dass die großen emotionalen und kurzweiligen "Pay-Offs" einer Geschichte immer mit der "Investition" in den Aufbau einhergehen. "Alien" von Ridley Scott war vor 35 Jahren deshalb ein so bahnbrechender Erfolg, weil die ersten 40 Minuten nicht viel passiert. Heute wäre ein solcher Drehbuchaufbau undenkbar - zumindest falls man Blockbuster-Budgets im Auge hätte. Ebenso gilt es zu bezweifeln, ob J.R.R.Tolkien heute einen konventionellen Verleger finden würde - zumindest keinen Big Player. Sie würden ihn alle aus dutzenden zumeist strukturellen Gründen ablehnen.

Viele Leute haben hunderte Bücher auf ihren elektronischen Lesegeräten und der Text ist dafür da, um sie durch den Pendelverkehr in einer Metro zu bringen. Sie laden dann ein Buch und wollen nach paar Seiten "im Fluss" sein. Wenn das nicht klappt, fliegt das Ding sogleich beiseite.

Eine Geschichte kann natürlich nicht nur aus einer endlosen Schlacht bestehen. Doch ich lerne es zunehmend, das Leseverhalten der Neuzeit in die Gleichung einzubeziehen.

minkey
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von minkey » Di 6. Mai 2014, 13:42

AlesPickar hat geschrieben:Ich sage immer (nur halb im Scherz), dass ich am Anfang noch meine Germanistenfreunde beeindrucken wollte, während sie mir am Ende (und gut zehn Jahre später) gänzlich am Arsche vorbeigingen. Der geduldige Leser erlebt auch die Entwicklung meiner Identität - sozusagen vom existentialistischen Novelist zum Unterhaltungsautor.
Diese Entwicklung gibt es im Prinzip ja auch schon im 1. Band, der plötzlich sehr rasant wird. Den Schreibstil hingegen finde ich von Anfang an sehr gelungen. Er ist eloquent ohne zu aufdringlich oder extravagant zu sein. Ich bin gespannt darauf, die von Dir angesprochene Entwicklung im Buch nachzuvollziehen. Wie Du vermutlich hier im Forum gesehen hast, gefallen mir die Sachen von Horus W. Odenthal ebenfalls sehr. Er scheint mir ähnlich auf der Suche zu sein, Qualität/Literatur mit Spannung/Unterhaltung zu verknüpfen.
AlesPickar hat geschrieben:Somit haben jene Kritiker, die mit dem Anfang Probleme haben, durchaus recht. Wenn auch nicht uneingeschränkt. Denn ich fand stets, dass die Langatmigkeit von Jan-Mareks Gedanken eine sehr gelungene Metapher für seinen 24/7-Cannabisrausch ist.
Genauso habe ich das auch gelesen bzw. als Leser erlebt. Deswegen finde ich es auch gelungen. Als Leser weiß man nur nicht, ob dieser ewige Cannabisrausch irgendwann verlassen wird oder nicht. Das zweite wäre weder tragfähig noch interessant und das ist die Stelle an der ich als Leser erst feststellen muss, ob der Autor das auch so sieht. Aus Unterhaltungssicht ist es sozusagen ungeschickt, die Geschichte damit anfangen zu lassen. Aus erzählender Sicht ist es konsequent und richtig. Diesen Widerspruch aufzulösen ist schwierig.
AlesPickar hat geschrieben:Ferner müssen wir bedenken, dass die großen emotionalen und kurzweiligen "Pay-Offs" einer Geschichte immer mit der "Investition" in den Aufbau einhergehen. "Alien" von Ridley Scott war vor 35 Jahren deshalb ein so bahnbrechender Erfolg, weil die ersten 40 Minuten nicht viel passiert. Heute wäre ein solcher Drehbuchaufbau undenkbar - zumindest falls man Blockbuster-Budgets im Auge hätte. Ebenso gilt es zu bezweifeln, ob J.R.R.Tolkien heute einen konventionellen Verleger finden würde - zumindest keinen Big Player. Sie würden ihn alle aus dutzenden zumeist strukturellen Gründen ablehnen.
Du hast einerseits Recht.
Andererseits ist es das worauf sich so ziemlich jeder Indie-Autor beruft. Dabei ist das meiste, was Indie-Autoren schreiben, einfach nur schlecht und verkauft sich dafür zum Teil als selbstveröffentliches Werk wiederum erstaunlich gut.

Ein Buch wie 'In den Spiegeln' oder eben auch die Bücher von Horus scheinen mir - zumindest im derzeitigen Markt - auf einen Verlag angewiesen zu sein, um ihr Publikum erreichen zu können. Es scheinen mir Bücher für ein Nischenpublikum zu sein, das sich vermutlich nicht die Mühe macht, die wenigen Perlen aus dem unübersichtlichen Indie-Markt zu fischen.
Die Verlage hingegen veröffentlichen im Unterhaltungsgenre eben ungern Bücher, die literarischen Charakter haben. Diese verkaufen sich (zumindest in Deutschland) tatsächlich deutlich schlechter.

Die Vereinbarkeit von literarischer Qualität und Spannung in einem Unterhaltungsgenre scheint einfach schwierig mit kommerziellem Erfolg verbindbar zu sein. (Vielleicht sind auch einfach grundsätzlich literarische Bücher mit kommerziellem Erfolg schlecht vereinbar.)
AlesPickar hat geschrieben:Viele Leute haben hunderte Bücher auf ihren elektronischen Lesegeräten und der Text ist dafür da, um sie durch den Pendelverkehr in einer Metro zu bringen. Sie laden dann ein Buch und wollen nach paar Seiten "im Fluss" sein. Wenn das nicht klappt, fliegt das Ding sogleich beiseite.
Und wenn das Buch dieser Erwartung nicht gerecht wird, bekommt es schnell noch eine entsprechende 1-Sterne-Rezension reingedrückt. Nach dem Motto: 'Das Buch ließ sich nicht lesen, ohne das ich dabei denken musste.' Ja, genau das meine ich.
Aber für diese Zielgruppe wolltest Du bei 'In den Spiegeln' ja auch nicht schreiben.
AlesPickar hat geschrieben:Eine Geschichte kann natürlich nicht nur aus einer endlosen Schlacht bestehen. Doch ich lerne es zunehmend, das Leseverhalten der Neuzeit in die Gleichung einzubeziehen.
Action finde ich ohnehin eine der uninteressanten Arten von Spannung, die zudem recht schnell abstumpft.
Und wie gesagt, das ist eine komplett andere Zielgruppe. Pareto-Prinzip?

Wie sieht es denn bzgl. Kalion aus. Ist da eine Veröffentlichung in irgendeiner Weise in Sicht?

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Horus W. Odenthal
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von Horus W. Odenthal » Fr 23. Mai 2014, 18:53

Hi Ales!
Willkommen im Forum. Ich kam nach langer Zeit wieder einmal dazu hier reinzuschauen, weil ich viel um die Ohren hatte, und was für eine Überraschung, dich hier anzutreffen. Wenn du nicht in vielen Foren rumhängen willst, hast du dir hier sicher passgenau das richtige Forum ausgewählt.
Während ich deine Kommentare gelesen habe, kam ich nicht umhin, an sehr, sehr vielen Stellen dauerzunicken (und dadurch für meine Umgebung wie ein Idio zu wirken). Anscheinend sind wir in sehr vielen Dingen Brüder im Geiste. U.a. auch die Entwicklung in dem Büchern immer unterhaltsamer und zugänglicher zu werden ohne davon an Niveau einzubüßen. Ich kam schließlich von Thomas Mann und Konsorten und habe nie einen Unterschied zwischen seinen Büchern und, sagen wir, denen von Leigh Brackett gesehen, habe also munter und unschuldig in meinem literarischen Garten Eden zwischen Genre und "Hochliteratur" hin- und hergewechselt, ohne jemals vom Baum der Erkenntnis gegessen zu haben, der mir verraten hätte, dass man streng zwischen den Kategorien U und E zu unterscheiden habe. Ich bin aber noch immer ein nachdrücklicher Advokat der These, dass Anspruch und Unterhaltung kein Widerspruch sein müssen. Nun gilt es nur noch sich immer mehr darin zu verbessern auf allen Ebenen zugänglich zu sein, ähnlich wie das bei den guten Pixar-Filmen ist, die ja ebenfalls Kinder und Erwachsene ansprechen. Ja, und die Schuhe dieser Analogie dürfen sich viele Leser durchaus anziehen. Manchmal scheint es mir, dass das einzig geduldete Niveau für ein Erwachsenenbuch heute der eines (damaligen) Schneider-Buches ist. Nich gegen S-Bücher, als Kind habe ich sie geliebt. Traurig wenn ich ausschließlich dabei stehengeblieben wäre.
Also noch einmal willkommen. lieber Ales. Auf guten Austausch!

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Horus W. Odenthal
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von Horus W. Odenthal » Fr 23. Mai 2014, 18:59

Und ich bin ebenfalls sehr gespannt auf Kalion. Aber das weisst du ja schon.

minkey
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von minkey » Fr 23. Mai 2014, 23:20

Horus W. Odenthal hat geschrieben:Anscheinend sind wir in sehr vielen Dingen Brüder im Geiste. U.a. auch die Entwicklung in dem Büchern immer unterhaltsamer und zugänglicher zu werden ohne davon an Niveau einzubüßen.
Kann ich aus Lesersicht bestätigen. Bin gerade durch die ersten 3 Bände 'In den Spiegeln' durch und fange gleich mit Band 4 an. Wobei ihr schon auch sehr unterschiedlich schreibt (Ales kommt ganz sicher nicht über die Thomas Mann-Schiene... Comics und neuere Kult-Bücher würde ich sagen. Aber Comics spielen bei Dir, Horus, ja auch eine gewisse Rolle...). Wenn ich durch bin, stell ich mal eine Rezension hier bei Fantasy Buch ein.

edit: Hmm, die Bücher sind bei Fantasybuch noch nicht eingetragen... Das wäre natürlich für 'ne Rezension notwendig...

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Shining
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von Shining » Mi 28. Mai 2014, 16:00

hmm... die Auflistung bei Amazon finde ich etwas verwirrend. Mehrere Teile sind doppelt mal von 2012 dann von 2013. Das Taschenbuch ist von 2010... äh...

@minkey
am Besten, Du schreibst mir ne PM mit dem passenden Link zum großen A. Dann kann ich genau die Version aufnehmen, die Du gelesen hast und rezensieren willst.
"Ich mag Feuer - setzt Wärmeenergie frei und macht schönes Licht."
(Ich)

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AlesPickar
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von AlesPickar » Mi 28. Mai 2014, 17:25

Hallo Horus,
danke für den herzlichen Empfang. Ich kann leider nicht sagen, wann Kalion herauskommt. Ich hoffe, ich weiß im Sommer mehr.
Anscheinend sind wir in sehr vielen Dingen Brüder im Geiste. U.a. auch die Entwicklung in dem Büchern immer unterhaltsamer und zugänglicher zu werden ohne davon an Niveau einzubüßen.
In diesen Tagen müssen Phantasten, die ohne Drachen, Vampire und seitenweise trashigem Sex operieren, ohnehin zusammenhalten. Aber so ganz leise unter uns gesagt, mit gesenkter Stimme: das alles ist schon ein seltsames Phänomen. Ich meine damit dieses Ungleichgewicht zwischen dem, was sich in der Spitze der Pyramide befindet und dem, was an ihrer Basis passiert. Gibt es jemanden auf diesem Planeten, der nicht Game of Thrones schaut? Ich bin ziemlich sicher, die schauen es auf der ISS-Station und ganz sicher auf der Vostok in der Antarktis. Wäre es nicht eine logischer Konsequenz, dass der deutsche Fantasy-Markt vor rauen, feudalen Romanen und existentialistischen Themen nur so "boomt"? Das scheint nicht der Fall zu sein. Es gibt sie wohl. Aber vermutlich muss man dabei wissen, wie man sie findet.

Ohnehin ist es eine interessante Entscheidung, die SciFi-und-Fantasy-Fackel einige Meter mitzutragen. War das für dich jemals ein Problem, Horus? Ich meine damit, dass da auch mal ein Mundwinkel zucken kann und ein Stigma einprogrammiert ist. Du kennst all die Anmerkungen: keine echte Kunst, trivial, infantil, eskapistisch. Ich habe meine Twen-Jahre viel unter recht kultivierten Leuten verbracht. Germanisten und Studenten von Theaterwissenschaften. Ich denke schon, dass ich ihnen als junger Mann genügen wollte. Die ersten 60 Seiten von "In den Spiegeln" reflektieren es ganz gut. Für mich als Autor war das etwas ähnliches, wie das Erfassen der eigenen Homosexualität. Irgendwann muss man dann einfach aufstehen und sich bekennen: ich bin ein Unterhaltungsautor. Ich schreibe keine Kopfschmerzliteratur mit Migrationshintergrund. Dafür gibt es andere. And if you don´t like it - then just fuck off!

Allerdings wird es einem innerhalb der Verlags- und Agenturlandschaft nicht immer leicht gemacht. "Ich bin Autor" begegnet stets einem freundlichen Lächeln. "Ich bin Fantasy-Autor." Well, das ist eine ganz andere Geschichte. Ich lache nun, während ich es schreibe - aber es gibt literarische Podien, Verlagshäuser, Agenturen, da könnte ich hineingehen und behaupten, meine Lieblingsbeschäftigung ist es, mit Schafen zu kopulieren und mir dabei zeitgleich "Knight Rider" anzuschauen, sie würden mich mit weniger Ekel ansehen, als wenn ich sage, ich sei ein Fantasy-Autor.

Es ist kein Grund zum Jammern. ABER, wenn ich so darüber nachdenke, und Film, Fernsehen, Game und Buch nehme, so scheint doch Phantastik im weitesten Sinne für den überwiegenden Teil der Unterhaltungsindustrie verantwortlich zu sein. Es gibt nicht mehr viele Kriminalinspektoren, die nicht zugleich irgendwelche "Vorahnungen" haben oder mit Toten sprechen können. Doch wenn man sagt: ich schreibe Fantasy (oder SciFi) , werden die Blicke manchmal etwas glasig. "Schatz, hattest du nicht erzählt, der wäre ein RICHTIGER Schriftsteller?"

@minkey
Fall der Eindruck entstanden ist, dass mein Background mehr in Comics liegt, heißt es, dass ich einen guten Job gemacht habe, bezüglich der Ausstattung eines Protagonisten, der ein Comic-Geek sein soll. Denn ich selbst weiß da gar nicht so viel darüber. Das weiß ich, seit ich mit einigen Sammlern befreundet bin und die mich spüren lassen, dass ich von Comics in Wirklichkeit nichts verstehe. Ich habe Comics nie ignoriert und ich würde mich gerne als Tintinologe bezeichnen. Aber das ist auch schon alles. Allerdings halte ich "EDEN" von Hiroki Endo für verdammt gutes Stück Literatur. Ich habe aus Comics auf jeden Fall Deutsch gelernt, als Student von Frau Dr. Erika Fuchs. Wo sonst?!

Mein Hintergrund ist vermutlich und in Wirklichkeit Karl May. Ich glaube, was ein Belletrist mit 7 oder 8 Jahren liest, hinterlässt den stärksten Abdruck im Bezug auf das, wie später seine Schreibe wird. Aber ich bin sicher, dass ich stark von Romanen wie "Martin Eden" von Jack London beeinflusst wurde. Noch viel stärker "Dying Inside" von Robert Silverberg. Und "Watch the North Wind Rise" von Robert Graves. Und von den "Mittag"-Romanen von Boris & Arkadi Strugatzki. Und Fruttero & Lucentini.

Ich habe mit 20 Jahren eine Weile "Herr der Ringe" gelesen und hielt es für das verschrobene Geseiere eines verstockten, asexuellen Baumküssers. Nun, das ist es in gewisser Weise auch, aber ich habe seitdem meine Meinung zu Mr. T. um 180° revidiert. Tolkien is the boss, man. Mea culpa.

HG
AP

minkey
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von minkey » Do 29. Mai 2014, 11:17

Shining hat geschrieben: @minkey
am Besten, Du schreibst mir ne PM mit dem passenden Link zum großen A. Dann kann ich genau die Version aufnehmen, die Du gelesen hast und rezensieren willst.
Jo, werde ich machen, sobald ich durch bin.

@Ales: Shining hat Recht, es ist tatsächlich verwirrend. Band 4 gibt es dort sogar zu 2 unterschiedlichen Preisen. Da müsste dringend mal einer wieder rausgenommen werden.

minkey
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Re: I see a dark sail...

Beitrag von minkey » Do 29. Mai 2014, 11:25

AlesPickar hat geschrieben: Ohnehin ist es eine interessante Entscheidung, die SciFi-und-Fantasy-Fackel einige Meter mitzutragen. War das für dich jemals ein Problem, Horus? Ich meine damit, dass da auch mal ein Mundwinkel zucken kann und ein Stigma einprogrammiert ist. Du kennst all die Anmerkungen: keine echte Kunst, trivial, infantil, eskapistisch. Ich habe meine Twen-Jahre viel unter recht kultivierten Leuten verbracht. Germanisten und Studenten von Theaterwissenschaften. Ich denke schon, dass ich ihnen als junger Mann genügen wollte. Die ersten 60 Seiten von "In den Spiegeln" reflektieren es ganz gut. Für mich als Autor war das etwas ähnliches, wie das Erfassen der eigenen Homosexualität. Irgendwann muss man dann einfach aufstehen und sich bekennen: ich bin ein Unterhaltungsautor. Ich schreibe keine Kopfschmerzliteratur mit Migrationshintergrund. Dafür gibt es andere. And if you don´t like it - then just fuck off!
Ich finde es jedenfalls sehr interessant, wie ihr beide genau dies auf unterschiedliche Weise in euren Büchern verarbeitet. Falls noch nicht geschehen: Ihr solltet euch gegenseitig lesen und damit meine ich nicht mal reinschauen/anlesen, sondern wirklich lesen. Gerade das Thema Eskapismus ist sowohl beim Ninragon, als auch bei In den Spiegeln sehr präsent.
Und beide schreibt ihr zwar Unterhaltungsliteratur, aber bei beiden greift eben 'keine echte Kunst, trivial, infantil, eskapistisch' in keinster Weise.

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