Blogger

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Hexodus
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Re: Blogger

Beitrag von Hexodus » Mo 11. Mai 2015, 15:00

Was so passiert ist? Nun, die Blogs nehmen überhand weil das so leicht ist heute einen aufzumachen und kaum einer kann der Versuchung widerstehen sich Blogger nennen zu wollen.
Auch jedes zweite Anschreiben der Verlage an uns lautet fälschlicher Weise "Liebe Blogger!". Nunja, da draußen wird es locker 1000+ Buchbloggs und nicht mehr als eine Handvoll Buchplattformen, wie uns, da geht man mit dem Fähnchen unter. Bei der Vorletzten Buchmesse hatte Blanvalet Blogger eingeladen und es sind wohl 800 erschienen! :?
Demnach scheint sich Bloggen zum Volkssport zu entwickeln. Also hat man die Gelegenheitsschreiber jetzt nicht nur bei den Selbsverlegern, sondern auch auf der anderen Seite. Vielleicht sollten wir auch Blogs rezensieren, hmm?
Bei den Selbstverlegern ist jedenfalls auch der Teufel los. Schaue Dir die Neuheutenseite an - momentan kommen im Schnitt 100 Titel pro Monat raus. Ein Teil wird sicher nicht in Gold aufgewogen werden können.
Flamewars mit Autoren sind bei uns zum Glück ausgeblieben. Es hilf sicher, dass wir nicht alles annehmen. Ich werde deshalb zwar oft angeschrieben, doch ich sage immer, dass ich das dem Rezensionskreis vorstelle und wir abwarten müssen, ob jemand zugreift. Die Leute haben meist einen ausgeprägten Sinn dafür schlechte Titel zu meiden ;) So bisher Glück gehabt.

flavius
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Re: Blogger

Beitrag von flavius » Mo 11. Mai 2015, 18:35

Wie war das noch mit den drei Dingen die ein Mann machen sollte, bevor er den Löffel abgibt?

- Haus bauen
- Kind zeugen
- bloggen

Wir leben halt in einer Zeit, in der jeder etwas zu sagen hat (oder glaubt dies tun zu müssen,
egal wie unsinnig das auch ist).
"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105

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AlesPickar
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Re: Blogger

Beitrag von AlesPickar » Mi 13. Mai 2015, 09:06

Flavius, Flavius. Warum schmerzt die Wahrheit nur so sehr?

Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass Leute heute bereit sind Schritt 1 & 2 zu überspringen (ist ohnehin sehr kostspielig) und einfach nur ihre Meinung zu bloggen.

Übrigens ist mir gerade dieser aktuelle "Rant" auf dem Tisch gelandet:
So aufgepasst!! Thema Blogger und Autoren. Mir ist jetzt mehr als einmal zu Ohren gekommen, dass Autoren zu ganz ungewöhnlichen Mitteln greifen, um Buchblogger einzuschüchtern. Das geht los bei bösen Emails und Beschimpfungen bis hin zu Drohungen, man wisse, wo die Bloggerin wohne … und dann würde sie schon sehen, wenn sie die Rezension nicht offline nimmt … usw.
Die Bloggerin nahm daraufhin aus Angst alles vom Netz. Das wurde mir glaubhaft geschildert.
Es ist jetzt Schluss!!!! Ich und andere Autoren werden solche Leute ab jetzt nicht mehr schonen. Das Internet ist übrigens kein rechtsfreier Raum, wie manche annehmen. Mal eben drohen, Menschen in Angst versetzen, wegen einer Scheiß 2 Sterne Rezi – habt ihr noch alle Latten am Zaun?? Habt ihr gesoffen? Wer ein Buch veröffentlicht, bekommt gute und schlechte Kritiken, das ist eben so, Herrgott!
Ich denke zurück an gestern, wo ich und andere Autoren sofort geblockt wurden, als wir uns vernünftig zu so was geäußert haben, wo der Anwalt wegen einer schlechten Rezi geholt werden sollte, und jetzt gleich der nächste Klopper - Autoren, die drohen, die zu Stalkern werden, weil jemand ihr Buch nicht toll fand!!
Es gibt auch blöde Rezensenten ohne Zweifel, aber darum geht’s heute mal nicht.
Autoren wie ihr haben in Büchergruppen nichts verloren. Eure Scheiß Werbung könnt ihr woanders abladen. Sollte so was wieder vorkommen und uns liegen Beweise vor, posten wir das in allen Gruppen, wir blamieren euch, bis ihr nicht mehr wisst, wo oben und unten ist, dann ist euer Ruf kaputt und ihr verdient nichts anderes. Ihr verdient es nicht, Autoren zu sein.
Und ihr Blogger, wenn ihr bedroht werdet, wenn ihr bösartig unter Druck gesetzt werdet, dann sagt es. Ängstliches Schweigen ist keine Lösung, es gibt so viele Autoren, die hinter euch stehen. Lasst diese Leute nicht damit durchkommen, sondern holt euch Hilfe. Macht Screenshots von den Chats oder den Mails, wenn euch gedroht wird.
Ich kenne Blogger, die alles hingeschmissen haben und auch nicht mehr auf Facebook sind. Und selbst eine schlaflose Nacht, die ihr habt, ist schon zuviel, wenn euch ein beleidigter Autor blöd kommt.
Ich werde heute keine Namen nennen, weil ich keine Screenshots habe. Aber beim nächsten Mal. (Isabell Schmitt-Egner)
Einerseits verstehe ich die Emotionalität dahinter. Einige sogenannte Autoren sind ziemliche "Dumbos". Jeder weiß das. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob etwas gelassenere Sprache in diesem Fall nicht besser zu Gesicht steht. Die Aufrufe zu Hexenjagden haben so ihre Tücken.

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Re: Blogger

Beitrag von flavius » Mi 13. Mai 2015, 09:31

AlesPickar hat geschrieben:
...wir blamieren euch, bis ihr nicht mehr wisst, wo oben und unten ist, dann ist euer Ruf kaputt und ihr verdient nichts anderes...
(Isabell Schmitt-Egner)
Und so jemand wie Frau Isabell Schmitt-Egner beschwert sich darüber das Blogger von Autoren bedroht werden?
AlesPickar hat geschrieben:
Das Internet ist übrigens kein rechtsfreier Raum, wie manche annehmen. ...

Mal eben drohen, Menschen in Angst versetzen, wegen einer Scheiß 2 Sterne Rezi – habt ihr noch alle Latten am Zaun?? ...
Vielleicht sollte sie ihre eigenen Worte mal etwas mehr beherzigen und sich selber dran halten.
"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105

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Re: Blogger

Beitrag von AlesPickar » Mi 13. Mai 2015, 09:57

Ich denke auch: wenn man die Sprache und die Schreibe als das eigene Werkzeug benutzt, sollte man sich in etwas besserer Form zeigen.

Ich verstehe die Emotionen dahinter. Aber Trolle mit Trollen zu schlagen, ist eine fragwürdige Strategie.

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Re: Blogger

Beitrag von Hexodus » Mi 13. Mai 2015, 21:52

AlesPickar hat geschrieben:
Ich verstehe die Emotionen dahinter. Aber Trolle mit Trollen zu schlagen, ist eine fragwürdige Strategie.
Troll-Troll ist das neue Win-Win a :mrgreen:

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Re: Blogger

Beitrag von AlesPickar » So 17. Mai 2015, 11:57

Inzwischen - habe ich mir sagen lassen -, gibt es ganze "Blacklists" und "Whitelists", die unter Literaturbloggern ausgetauscht werden. Das ist schon sehr frustrierend, wenn ein Punkt erreicht ist, an dem ausgerechnet Buchfans sagen: Autoren nerven.

Nachfolgende paar strenge Worte zum Thema. :)
https://medium.com/@AlesPickar/die-schr ... 5517304170

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Re: Blogger

Beitrag von Hexodus » Mo 18. Mai 2015, 12:19

AlesPickar hat geschrieben:Inzwischen - habe ich mir sagen lassen -, gibt es ganze "Blacklists" und "Whitelists", die unter Literaturbloggern ausgetauscht werden. Das ist schon sehr frustrierend, wenn ein Punkt erreicht ist, an dem ausgerechnet Buchfans sagen: Autoren nerven.

Nachfolgende paar strenge Worte zum Thema. :)
https://medium.com/@AlesPickar/die-schr ... 5517304170
Es gibt inzwischen auch Verlage die sehr Fragwürdige Sachen machen. Da hat letztes Jahr ein Verlag versucht die Blogger die ein Freiexemplar erhalten haben aber noch keine Rezension veröffentlicht haben, zur Bezahlung des Buches zu drängen. Bin zwar sicher, dass das undurchführbar und nur als Argument zum Anpeitschen gedacht war, doch ist das nicht wirklich ein Vorgehen, das einen Beliebheitswettbewerbe gewinnen lässt.

Das ist übrigens ein schöner Beitrag zu dem Thema. Könnte ich den als Artikel für Fantasybuch.de bekommen?

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Re: Blogger

Beitrag von AlesPickar » Mo 18. Mai 2015, 12:55

Das ist natürlich die andere Hälfte der Medaille, die mir verborgen bleibt: die Literaturblogger aus der Sicht der Verlage. Allen beteiligten Parteien scheinen gewisse Unverschämtheiten nicht unbekannt zu sein. :)

>Das ist übrigens ein schöner Beitrag zu dem Thema.
>Könnte ich den als Artikel für Fantasybuch.de bekommen?

Aber selbstverständlich, gerne.

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Re: Blogger

Beitrag von gangart » Di 16. Jun 2015, 15:20

eieiei...liebe freunde, wer freude am schreiben hat sollte das tun, und um mit einem spruch von meinem arbeitsumfeld zu kontern:" warum so aggresiv..."
schliesslich würde ich noch sagen: mir haben rezensionen die ein buch nach möglichst allen negativ und positiv punkten durchleuchten noch nie imponiert, hat bei mir es auch noch keiner auf diese weise geschafft ein buch zu empfehlen denn, ich denke zuviel kritik, das heisst zuviel zerpflücken weckt eben keine emo... und genau da sehe ich das problem... ein buch sollte in uns was auslösen, eine rezi auch darum halte ich mich meinerseits ans interpretieren anstatt des rezensieren (soll diesmal wirklich nicht ein wortspiel sein) in diesem sinn, fetten gruss an alle lesefreunde...
gangart

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