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Roberson, Jenifer

Schwerttänzer-Zyklus 5
Schwertprinz

  • Autor:Roberson, Jenifer
  • Titel: Schwertprinz
  • Serie:Schwerttänzer-Zyklus 5
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne
  • Datum:00 -
  • Preis:15.00 DM

 
»Schwertprinz« (Schwerttänzer-Zyklus 5) von Roberson, Jenifer


Besprochen von:
 
Andreas Marchhart
Deine Wertung:
(2.5)

 
 
Sandtiger und Del haben sich auf einem Schiff eine Passage nach Skandi besorgt und sind nun schon seit zwei Wochen unterwegs als ihr Schiff von Piraten verfolgt wird. Der Kapitän des Schiffes versucht zu entkommen, erkennt aber zu spät, dass er von den Piraten auf Sandbänke und auf ein Riff getrieben wird. Das Schiff zerschellt auf einer Sandbank. Del und Sandtiger, auf dem Rücken seines Pferdes da er ja nicht schwimmen kann, schaffen es, sich auf eine kleine Insel zu retten. Da beide erheblich verletzt sind, ist es für die Piraten auch keine Mühe die zwei Aufzusammeln und auf Ihr Schiff zu bringen. Dort müssen sie erkennen, dass der Kapitän der Piraten eine Frau namens Prima Rhannet ist. Wie sich später herausstellt die Tochter eines Sklavenhändlers von Skandi, die verstoßen worden ist. Um sich Zeit zu verschaffen und um sich einen Fluchtplan zu überlegen versuchen Del und Sandtiger das Vertrauen des Kapitäns und des ersten Offiziers zu erringen, und schließlich brütet Del mit den beiden einen Plan aus. Man steuert Skandi an um Sandtiger als den verschollenen Enkel der Stessa Metri, der reichsten Frau Skandias auszugeben. Die Stessa Metri suchte verzweifelt nach diesem Enkel den sie selbst war schon alt und würde bald sterben, ohne dass es einen würdigen Erben gibt. Was den Piraten einen ordentlichen Batzen Geld als Belohnung einbringen würde, sowie die Aufhebung der Ächtung von Prima Rhannet. Als sie schließlich in Skandi einliefen, fiel die Einführung von Sandtiger bei der Stessa Metri dem ersten Offizier Nihko zu, da dieser ein Priester war, der gegen die Ehre und gegen den Kodex seines Ordens verstoßen hatte und deswegen Pirat wurde. Währenddessen würde Del als Faustpfand an Bord des Schiffes bleiben, damit Sandtiger keine Dummheiten macht. Seine Zeichen des Priestertums waren aber immer noch vorhanden und er war noch immer ein Mann den die normalen Bürger und Sklaven von Skandia fürchteten. Nach einem Ritt auf Molahs auf den Berg von Skandia wurden die beiden schließlich von der Stessa Metri empfangen, die große Zweifel an der Echtheit hegte. Daraufhin greift Nihko zum äußersten Mittel und bringt nur mit seiner Gedankenkraft das Herz von Sandtiger zum stehen, was nur beim einem Mitglied der Metri-Familie funktionieren würde. Daraufhin erfüllt die Stessa Metri die Bedingungen von Prima Rhannet und Nihko beginnt mit der Wiederbelebung, welche allerdings zwei Tage dauert. Als Sandtiger wieder erwacht ist sowohl die Stessa Metri, als auch Del an seinem Bett, allerdings auch Prima Rhannet und Nihko. Die Stessa vertreibt alle aus dem Zimmer bis auf Del. Del erklärt Sandtiger nun den Stand der Lage und klärt ihn auch auf, dass er für zwei Tage tot war. Nachdem sich Sandtiger ausgeruht hat sucht er die Stessa Metri auf und sie erzählt ihm von ihrer Tochter, die vor so vielen Jahren davongelaufen ist, mit einem einfachen Molahtreiber, und das die beiden Skandi verlassen hatten. Zu diesem Zeitpunkt war ihre Tochter aber bereits im achten Monat schwanger von dem Mohlahtreiber. Mit diesen Informationen kehrt Sandtiger zu Del zurück die er im Badehaus auffindet. Als er zu ihr ins Becken gestiegen ist und mit ihr spricht erscheint plötzlich ein Mann im Badehaus und Del erschrickt dermaßen, dass auch Sandtiger Notiz von ihm nimmt. Der Mann beschimpft Sandtiger als Scharlatan und Betrüger und verschwindet wieder aus dem Badehaus. Del meint zu Sandtiger, dass der Mann genauso aussieht wie er, nur um 15 Jahre Jünger und ohne die Narben. Wie sich herausstellt, ist dieser Mann auch tatsächlich als Erbe der Stessa Metri vorgesehen, nur würde der Erbe aus der weiblichen Linie gegenüber einem Erben aus der männlichen Linie vorgezogen werden, da auf Skandi die weiblichen Erbfolgelinien immer den Vorzug bekamen. Als Sandtiger wieder die Stessa Metri aufsucht, um eine Klarstellung zu verlangen, bringt diese die Bitte vor, dass Sandtiger aus ihrem Neffen Herakleio einen Mann machen soll. Woraufhin Sandtiger bei einer Aussprache mit Herakleio diesem klarmacht, dass die Metri ihn als Erben bevorzugt, denn sonst hätte sie ihn nie gebeten, aus ihm einen Mann zu machen. Herakleio ist aber der Meinung das er keine Lektionen benötigt um ein Mann zu werden. Woraufhin ihn Sandtiger eines besseren belehrt. Am Abend kommt es dann bei einem gemeinsamen Essen, dass die Stessa Metri anrichten lies, zu einigen harten Aussagen auf allen Seiten. Unter anderem erzählt Herakleio warum Nihko kein wirklicher Mann mehr ist. Woraufhin Sandtiger ihm mitteilt, dass Herakleio vom Leben keine Ahnung hat. Dieser fasst dies als Beleidigung auf und verlässt den Raum. Als das Essen beendet war ging Sandtiger zu Prima Rhannet um sich über Herakleio zu erkundigen, da sie ja im Laufe des Abendessens zugegeben hat, mit ihm vor vielen Jahren geschlafen zu haben. Als er in Ihr Zimmer kommt ist Prima betrunken und Nihko ist zum Schiff zurückgekehrt. Aber das Gespräch gleitet in eine andere Richtung ab. Prima gibt zu betrunken zu sein, weil sie es nicht schafft Del in ihr Bett zu bekommen, und Sandtiger und Prima beginnen zu philosophieren. Als Sandtiger dann schließlich ins sein Schlafzimmer und zu Del kommt ist diese nicht gerade erbaut, dass er mit Prima getrunken hat und fragt ihn, ob er denn mit Ihr geschlafen hat. Er fragte sie warum er denn dies tun hätte sollen nimmt sie in den Arm und schläft mit ihr im Arm ein.

Die lang erwartete Fortsetzung des Schwerttänzer-Zyklus hinterlässt einen ziemlich schalen Geschmack auf der Zunge. Obwohl Jennifer Roberson im Vorwort erklärt, dass sie keine langen Rückblicke auf die ersten vier Bände macht, kann man sicher sein, dass man alle drei bis vier Seiten mindestens einen Absatz hat, der sich auf eine der ersten vier Geschichten bezieht. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass dieser Wiedereinstiegsroman von Jennifer Roberson eher dazu gedient hat, sich selbst wieder einen Handlungsbogen zu stricken und in ihr eigenes Universum, welches sie ja für viele Jahre verlassen hatte, einzutauchen. Auch die Charaktere sind nicht mehr so scharf abgegrenzt wie in den ersten vier Bänden. Die Beschreibung der Umgebung findet kaum mehr statt, dafür sind die Dialoge teilweise ziemlich langatmig. Erst im letzten Drittel des Buches, also auf den letzten 80 Seiten, denn das Buch hat ja gerade mal 240 Seiten, kommt wieder etwas des Zauber der alten Schwerttänzerromane auf. Was nicht heißen soll, dass dieses Buch abgrundtief schlecht wäre, aber wer den ganzen Zyklus am Stück liest, so wie ich, der stellt nach den ersten 10 Seiten schon den Unterschied zwischen alt und neu fest. Bleibt nur die Hoffnung, dass Jennifer Roberson nun wieder heimisch fühlt in der Welt der Schwerttänzer und das dieser Band nur eine Ausnahme bildet, vor allem da es Heyne ja wieder einmal gelungen ist, einen Roman in zwei Teile zu zerlegen. Und dann findet es Heyne anscheinend auch nicht notwendig zumindest den Titel richtig zu übersetzten, denn Sword-Born bedeutet meines Wissens nach ja soviel wie Schwertgeboren.

Für diesen schwachen Band von Jennifer Roberson bleibt mir leider nichts anderes übrig als gerade mal 5 von 10 Punkte zu vergeben. Bleibt nur zu hoffen, dass der zweite Teil besser wird.
 
 
 


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