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Rainer M. Schröder

Madison Mayfield - Die Augen des Bösen


 
»Madison Mayfield - Die Augen des Bösen« von Rainer M. Schröder


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3)

 
 
Madison Mayfield ist eine junge Dame im 19. Jahrhundert, die bei ihren Verwandten aufwächst, die nichts Gutes an ihr lassen und sie schikanieren wo sie nur können. Zudem liegt auf Madison irgendwie ein Fluch: sie hat Anfälle, in denen sie grausame Mordszenen sieht. Als sie herausfindet, dass diese Morde tatsächlich geschehen gerät Madison in große Gefahr und wird von allen Seiten gejagt. Allein Leona, ihre Gesellschafterin, und ein ehemaliger Detective von Scotland Yard können ihr jetzt noch helfen. Doch auch Leona hat ein Geheimnis – und warum fühlt sich Madison überhaupt so von ihr angezogen?

Thema verfehlt würde wohl unter einem Deutschaufsatz stehen. Zumindest der Klappentext hat mich eine ganz andere Geschichte erwarten lassen. Madisons Visionen sind eher zweitrangig, im Vordergrund steht die Handlung mit Leona und die böse Familie, außerdem die Suche nach einem Schatz und die Jagd auf Madison. Ich hatte mir hier eine ganz andere Richtung erhofft und wurde dadurch etwas enttäuscht. Die großartige Schreibweise von Rainer M. Schröder hat mich dann zwar mit dem Buch, nicht aber mit dem Allgemeinen versöhnt. Herr Schröder schreibt sehr flüssig und recherchiert seine Bücher sehr gut. So hat mir sehr gut die Erklärung des Sikh gefallen, was er als Gläubiger alles bei sich trägt. Vor allem die langen Unterhosen.

Spannend war das Buch durchaus, wenn auch manchmal ein wenig auf James Bond-Art. Madison und Leona nehmen es mal eben mit einer Gruppe gefährlicher Terroristen auf und kommen fast ohne Kratzer davon. Nun gut, es ist ein Roman, einer für Jugendliche noch dazu und da sieht man auch mal über Einiges hinweg. Auch über Leonas wundersame Verwandlung und die Erklärung dafür. Irgendwie hat das für mich nicht so in das Buch gepasst, das relativ vollgestopft war mit Schauplätzen und Nebenhandlungen. Lieber hätte ich mehr Visionen gehabt und der Aufklärung der Verbrechen – einfach Szenen zwischen Madison und dem Detektiv. Der blieb außerdem recht blass, man erfuhr eigentlich nur, dass er im Rollstuhl sitzt.

Fazit: Der Klappentext sollte mal überarbeitet werden, ansonsten ist das Buch eien sehr gelungene Zeitreise ins London des 19. Jahrhunderts.
 
 
 


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