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Pardoe, Blaine

Battletech 51
Die erste Bürgerpflicht

  • Autor:Pardoe, Blaine
  • Titel: Die erste Bürgerpflicht
  • Serie:Battletech 51
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne
  • Datum:00 -
  • Preis:14.90 DM

 
»Die erste Bürgerpflicht« (Battletech 51) von Pardoe, Blaine


Besprochen von:
 
Andreas Marchhart
Deine Wertung:
(4)

 
 
Archer Christifori ist ein Held aus dem Krieg gegen die Nebelparder. Als er aus dem Krieg nach Hause kommt, auf den Planeten Thorin in der Lyranischen Allianz, sind seine Eltern gestorben und er übernimmt mit seiner Schwester deren Transportunternehmen. Neben seinem Beruf ist er auch noch der Kommandant der Planetaren Miliz. Als zwei Jahre später erste Bataillon der 15. Arkturusgarde nach Thorin verlegt wird, beginnen für Ihn die Probleme. In den beiden Jahren, seit seiner Heimkehr sind die Unruhen in der Lyranischen Allianz immer größer geworden. Katherine Steiner Davion, die Schwester von Victor Davion, versucht mit allen Mitteln die einverleibten Systeme der vereinigten Sonnen, den ehemaligen Herrschaftsbereich der Davions, zu halten und zu unterdrücken. Archer versucht neutral zu bleiben, doch seine Schwester gilt als eine der Systemkritikerinnen auf Thorin. Als diese dann von einem Leutnant der 15. Arkturusgarde getötet wird, beschließt Archer, einen Aufstand auf Thorin anzuzetteln. Mit der Gewissheit, die komplette Miliz des Planeten hinter sich zu haben, beginnt er mit der Planung des Aufstandes, dessen Zweck die Vertreibung der Lyranischen Truppen von Thorin ist. Als dann der Bruder von Kathrin und Victor Steiner Davion ermordet wird, beschuldigt Victor seine Schwester, diesen Mord geplant zu haben, und ruft alle Daviontreuen Truppen auf, sich gegen die Tyrannei seiner Schwester zu erheben. Dies ist schlussendlich auch der Startschuss für den Aufstand auf Thorin unter dem Kommando von Archer Christifori. Was folgt sind etliche Einsätze seiner Truppen gegen die Lyranischen Streitkräfte, aber immer darauf bedacht, einen ehrenvollen Kampf ohne zivile Verluste auszutragen. Als eine seiner Widerstandszellen gegen seinen Befehl zuwider handelt, und einen Bombenanschlag ausführt, wo auch hohe zivile Verluste zu beklagen sind, liefert Archer deren Anführer sogar an die Lyranischen Besatzungstruppen aus. Mit der Zeit gewinnt Archer immer mehr an Boden und Oberst Blücher, der Oberbefehlshaber der 15. Arkturusgarde, sieht sich gezwungen das zweite Bataillon der Arkturusgarde zur Unterstützung gegen Archer anzufordern. Doch Archer erfährt von Blüchers Plan, und fliegt mit dem Großteil seiner Truppen zum Planeten Murphrid, wo das zweite Bataillon stationiert ist, und greift dieses mit den Rebellen von Murphrid gemeinsam an, als diese gerade in die Landungsschiffe einchecken. Mit derart heruntergelassenen Hosen hat das Zweite keinerlei Chance, und kapituliert nach kurzem aber heftigem Kampf.
Mit den erbeuteten Battlemechs und Landungsschiffen fliegt Archer als Zweites Bataillon getarnt wieder zurück nach Thorin, wo er von den Resten des Ersten Bataillons am Raumhafen schon sehnsüchtigst erwartet wird. Als Archer sich und seine Truppen zu erkennen gibt, ist es für das Erste zu spät. Es folgt ein heftiges Rückzugsgefecht, welches schließlich vor den Toren der Festung der 15. Arkturusgarde endet, wo Oberst Blücher ohne Bedingungen kapituliert.

Die Geschichte ist mitreißend erzählt. Es gibt keinerlei Längen über die man hinwegfegt. Allerdings macht sich leider auch die Vorgabe des Stammverlages der FASA Corp., dass kein Buch mehr als 80.000 Wörter haben darf, bemerkbar. Handelnde Personen werden lange nicht mehr so intensiv beschrieben, so dass man sich auch nicht mehr wirklich mit ihnen identifizieren kann. Auch werden die Hintergründe nicht mehr so einwandfrei beschrieben, wie man es aus früheren Zeiten des Battletech-Universums gewohnt ist. Trotz allem endlich wieder einmal ein besserer Roman der Battletech-Reihe.

Für die Autoren des Battletech Universums wird es immer schwieriger. Einerseits sollen sie spannende und mitreißende Geschichten erzählen, andererseits werden sie durch die Vorgaben des amerikanischen Verlages immer mehr unter Druck gesetzt. Unter diesen Aspekten, hätte „Die erste Bürgerpflicht“ eigentlich eine 9 ½ verdient, denn Blaine Lee Pardoe hat wirklich das beste daraus gemacht. Nur sind die Leser, und vor allem die Battletech-Fans (darunter auch meine Person), anderes gewohnt. Deswegen bekommt dieser Roman 8 von 10 möglichen Punkte. Man kann nur hoffen, dass der neue Besitzer von Battletech und auch der neue Verlag in den USA wieder mehr auf Qualität schaut und den Autoren mehr Freiraum gestattet wird. Immerhin ist ja auch Michael A. Stackpole wieder mit dabei.
 
 
 


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