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Jim Butcher

Codex Alera 3
Die Verschwörer von Kalare

  • Autor:Jim Butcher
  • Titel: Die Verschwörer von Kalare
  • Serie:Codex Alera 3
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Blanvalet
  • Datum:16 August 2010
  • Preis:15,00 EUR

 
»Die Verschwörer von Kalare« (Codex Alera 3) von Jim Butcher


Besprochen von:
 
Sachmet
Deine Wertung:
(4)

 
 
Auch Band drei beginnt mit einem zwei Jahres Schritt. Tavi ist ein angesehener junger Mann, der in der Gunst des ersten Fürsten steht. Er ist selbstsicher geworden, sich seiner Stärken bewusst, die nicht auf Magie sondern auf Intelligenz beruhen. Der junge Mann gewinnt durch seine Klugheit und Offenheit schnell den Respekt seiner Ausbilder und die des ersten Fürsten. Sogar Botschafter Varg von den Canim erkennt in Tavi eine Kraft und Stärke, die seinen Mangel an Magie mehr als wett machen. Die Aleraner verlassen sich zu sehr auf ihre Elementare, doch wenn sie von dieser Kraft abgeschnitten werden, sind wie hilflos wie kleine Kinder.

Überraschenderweise entwickelt sich die verhasste Allianz zwischen Isana und Invidia zu einem mächtigen Bollwerk gegen den Fürsten Kalare, der nach dem Thron greift und auch vor Mord und Erpressung nicht zurück schreckt. Als er ein Bündnis mit den Canim eingeht, scheint die Schlacht um den Thron verloren. Und wieder sind es Tavi, Isana sowie Bernard und Amara, die die Welt retten müssen.

Während in den Fürstentümern Kalare und Ceres der Krieg tobt, schickt Gaius Sixtus Tavi an das andere Ende der Welt. Dort wird die erste aleranische Legion geründet. Eine Legion, die aus Soldaten aus allen Teilen des Landes besteht und nicht einem einzelnen Fürstenhaus unterstellt ist. Dies soll Verrat und Intrigen verhindern. Diese neue Legion besteht aus Fischen, neuen Rekruten, die noch nie ein Schwert in der Hand hatten, so wie alten Veteranen, die zum Kämpfen kaum noch geeignet sind. Gaius meint, Tavi in Sicherheit gebracht zu haben, doch als die Canim angreifen, erweist sich der abgelegene Ort als tückische Falle. Die erste aleranische Legion steht einer zehnfachen Übermacht gegenüber, denn diesmal sind die Canim nicht gekommen um zu plündern sondern um zu bleiben.

Als die Hauptmänner der unerfahrenen Legion durch einen heimtückischen Verrat getötet werden, obliegt es Tavi, die Legion zu führen und gegen die Canim zu kämpfen. Der neue Hauptmann hat durch Botschafter Varg viel über die wölfische Rasse gelernt und hofft nun, dass dieses Wissen ausreicht, um den Feind zu überlisten.

Kommentar:
Diesmal setzt sich die Geschichte aus mehreren Handlungssträngen zusammen und einige Figuren aus den ersten Bänden bekommen einen festen Platz in der Handlung. Allen voran Maximus Antillus, der seinen Freund treu zur Seite steht. Der Leser erfährt mehr über die Geschichte des jungen Adeligen, der hier eigene Kämpfe gegen seine Stiefmutter und seinen Halbbruder zu führen hat. Immer wieder versucht die Fürstin, ihren Stiefsohn zu ermorden und bald weitet sie diese Mordversuche auch auf Tavi aus. Sie ahnt, dass Scipio, wie sich Tavi nennt, mehr ist als ein einfacher Legionär und versucht alles, um hinter sein Geheimnis zu kommen.

Neben Max bekommt auch Kitai mehr Raum, die ihrem Seelenverwandten ans Ende der Welt folgt. Zwischen Tavi und ihr entsteht eins seltsames Band. Er kann ihre Anwesenheit spüren und weiß immer, wenn sie in seiner Nähe ist. Noch müssen sie ihre Beziehung verheimlichen, da die Marat weiterhin als Feinde angesehen werden. Zu den beiden stößt im Laufe der Geschichte auch Ehren, der als erstes die Invasion der Canim bemerkt und Alera somit warnen kann.

Gaius Maximus muss nun einen Zweifronten Krieg führen. Als der Fürst von Kalare Mitglieder der verbündeten Adelshäuser des ersten Fürsten entführt, beraubt er diesen seiner Verbündeten. Bernard, Amara und Fürstin Aquitania begeben sich zusammen mit Odiana und Aldrick auf eine Rettungsmission, um die entführten Geiseln zu befreien. Isana bleibt in Ceres und versucht, Faede das Leben zu retten. Seine Identität ist nicht länger ein Geheimnis, seine Kraft und Stärke werden in diesem Krieg gebraucht, doch er weigert sich, ins Leben zurück zu kehren. Zu tief sind die Wunden der Vergangenheit

Obwohl die Geschichte gut geschrieben ist, kann ich mich nicht überwinden, fünf Sterne zu vergeben. Denn auch wenn Codex Alera durchaus spannend und unterhaltsam ist, reicht er bei weitem nicht an die Komplexität der Bücher von Steven Erikson oder Brandon Sanderson heran. Die Handlung ist vorhersehbar und man weiß, dass das Gute am Ende gewinnt. Auch wenn einige Personen den Tod finden, geht der Autor kein Risiko ein, seine Leser vor geschickte Wendungen und unangenehme Überraschungen zu stellen. Tavi wächst über sich selbst hinaus und zeigt seine wahren Fähigkeiten, die nicht auf Elementare beruhen. Er ist ein meisterlicher Stratege und Denker, sowie ein beispielhafter Hauptmann, dem das Wohl seiner Legion am Herzen liegt. Damit gewinnt er den Respekt und die Treue der neuen Rekruten und der alten Veteranen. Er ist auch nicht zu stolz, kluge Ratschläge anzunehmen und auf seine Freunde zu hören, doch letztendlich geht er seinen eigenen Weg.

Der Autor lüftet hier einige Geheimnisse, die der Leser schon lange geahnt hat und es ist vorhersehbar, wohin diese Entwicklung geht. Trotzdem ist die Geschichte spannend und unterhaltsam. Die Feind werden jedoch stets als unbesiegbar dargestellt, nur um dann von Tavi doch besiegt zu werden. Sehr glaubhaft wirkt das nicht und besonders innovativ ist es ebenfalls nicht. Doch die Figuren sind nett, man sympathisiert mit ihnen und gönnt ihnen alles Glück der Welt.

In diesem Band findet der Leser endlich das ersehnte Kartenmaterial, so dass man den eigenen Handlungssträngen endlich folgen kann. Ein Register fehlt leider immer noch. Obwohl man die Bände durchaus einzeln lesen kann, ist es sinnvoller, sie in Reihenfolge zu lesen, um der Entwicklung Tavis folgen zu können. Sprachlich gibt es nichts zu meckern und auch Andreas Hellweg hat seine Sache wieder gut gemacht. Vieles in diesem Band erinnert an das alte Rom, es wirkt vertraut und es erleichtert den Einstieg in die Fantasy. gerade für Neulinge des Genres ist dies sicher vorteilhaft.

Fazit:
Gute, solide Fantasy ohne große Überraschungen aber nichtsdestotrotz spannend zu lesen. Dieser Zyklus eignet sich gut für Einsteiger in die Fantasy.
 
 
 


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