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Ilona Andrews

Dina - Hüterin der Tore

  • Autor:Ilona Andrews
  • Titel: Dina - Hüterin der Tore
  • Serie:
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Ebook
  • Verlag:AmazonCrossing
  • Datum:29 September 2015
  • Preis:4,99 EUR

 
»Dina - Hüterin der Tore« von Ilona Andrews


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(5)

 
 
Drei Hunde waren innerhalb weniger Tage in Avalon, einem Stadtteil von Red Deer, Texas, gestorben, alle aufgeschlitzt und offen liegen gelassen, alle in der Nachbarschaft des Gasthauses von Dina Demille. Die Nachbarn glauben an ein Puma, aber Dina weiß es besser. Sie betreibt seit drei Jahren dieses besondere Gasthaus für außerirdische Gäste. Es ist magisch und gibt ihr, so lange sie auf ihrem Grundstück ist, besonders starke magische Fähigkeiten. Außerdem besitzt sie einen Besen, der sich verändern kann und als Waffe einsetzbar ist. Und dann ist da noch dieser Hund …
Dina sollte eigentlich als Wirtin neutral bleiben und sich nicht einmischen, aber ein Wesen, das Hunde so bestialisch tötet, könnte auch Kinder töten und außerdem der staunenden Menschheit verraten, dass dort draußen jede Menge exotischer Wesen existieren. Ihr gelingt es, das Biest aufzuspüren und zu töten. Ihr Kreaturen-Handbuch identifiziert es als Pirscher. Irgendjemand musste ihn geschickt haben. Bald sammeln sich in Dinas Gasthaus die unterschiedlichsten Geschöpfe aus diversen Welten der Galaxis und tragen eine mörderische Fehde aus. Sie muss all ihre Fähigkeiten und alle Magie des Hauses aufbieten, um alles lebend zu überstehen.

Kommentar

Die Person Dina Demille entfaltet sich langsam vor uns während des ersten Viertels des Buches. Dina Demille entstammt einer Familie von Wirten, die Gasthäuser für außerirdische Wesen betreiben. Sie ist in einem solchen Gasthaus aufgewachsen. Während sie aufs College ging, verschwand ihr Elternhaus samt ihren Eltern spurlos. Bevor sie auf die Erde zurückkam und selbst ein Gasthaus eröffnete, suchte sie einige Jahre vergeblich nach ihnen. Noch immer sehnt sie sich danach, sie wiederzusehen. Sie träumt davon, ihr Gasthaus bekannter zu machen, damit mehr Gäste kämen, von denen vielleicht einer etwas über ihre Eltern wusste. Sie würde sich sofort wieder auf die Suche machen. Dies geht aber nur, wenn der Rat der Wirte ihrem Haus mehr Sterne verleiht und sie besondere Empfehlungen bekommt. Ein wenig Romantik gibt es auch, aber nur ein ganz klein wenig.

Wir lernen auch das Gasthaus besser kennen. Es schlief lange und wurde von Dina und ihrer Magie aufgeweckt. Noch ist es nicht wieder auf seinem alten, glanzvollen Stand, aber es ist auf dem Weg dahin. Es kann sich selbst umbauen, um allen Gästen gerecht zu werden, besitzt verborgene Räumlichkeiten und Tore zu anderen Welten.

Die Autoren lassen ein Gewitter von Einfällen aufblitzen, wie ich es noch nicht oft in Fantasybüchern gelesen habe. Ich habe herzhaft gelacht über den Kampf im Supermarkt. Wer hätte gedacht, dass man einen Pirscher mit Rohrreiniger und Dosenmais bekämpfen kann. Wer hat schon einen Werwolf gesehen, der vor dem kleinen Hund der Wirtin auf den Baum flüchten muss, weil der sich plötzlich in ein vierbeiniges kleines Ungeheuer verwandelt hat. Der Dauergast des Gasthauses kann aus eigener Erfahrung Ratschläge erteilen, wie man das Fleisch einer Leiche vom Knochen löst – sie hat das schon öfter gemacht, schließlich ist sie ja nicht umsonst im Exil. Und dann all das Ringen um mehr Sterne im Verzeichnis der Gasthäuser. Das sind nur einige wenige Beispiele für den Humor dieses Buches.
Kleine Dinge lassen schmunzeln – die Straßennamen in dem beschaulichen Vorort sind nach Gestalten aus des Artus-Sage benannt. Oder die Tatsache, dass das Kreaturen-Handbuch nicht mehr aktuell ist, weil sich Dina ein neues noch nicht leisten kann.

Im Nachwort ist zu lesen, dass die Autoren ihre Leser online am Entstehungsprozess des Buches teilhaben ließen. Es wurde kapitelweise veröffentlicht und die Kommentare der Leser waren sicher an der einen oder anderen Stelle hilfreich.

Fazit
Eine rundum schöne Geschichte mit vielen guten Einfällen und starken Figuren. Ich freue mich darauf, die Fortsetzung zu lesen.
 
 
 


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