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Glenda Larke

Der Bund der Illusionisten 2
Trügerisches Licht

  • Autor:Glenda Larke
  • Titel: Trügerisches Licht
  • Serie:Der Bund der Illusionisten 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Datum:18 Februar 2013
  • Preis:11,99 EUR

 
»Trügerisches Licht« (Der Bund der Illusionisten 2) von Glenda Larke


Besprochen von:
 
Mystera
Deine Wertung:
(4)

 
 
Ligea Gayed musste erfahren, das ihr Leben auf einer Lüge aufgebaut war und ihre Liebe zum Imperium, in dem sie augewachsen ist, ein lang gehegter Plan der dunklen Bruderschaft war. Sie hat ihre wahre Herkunft herausgefunden und nimmt nun als Mitlgied der Illusionisten den Kampf gegen ihre alte Heimat auf. Doch hierbei kann sie nicht auf die Hilfe von ihrem Geliebten Temellin und den anderen Karden zählen, da sich die Illusion immer weiter ausbreitet und diese im eigenen Land ihre Kämpfe ausfechten müssen. Also muss sich Ligea allein ihrer Vergangenheit stellen und für ihr Volk einen Umsturz im Imperium erreichen. Allerdings ist sie schwanger und muss befürchten, das ihr Kind im Kampf um die Herrschaft schaden nehmen wird? Wird sie es schaffen, den Karden ein unabhängiges Leben zu erkämpfen und wenn ja, zu welchem Preis?

Glenda Larke liefert uns mit "Bund der Illusionisten 2 - Trügerisches Licht" den zweiten Band der Illusionistenreihe. Auch diesmal ist das Buch von vielen Kämpfen und verschiedenen Moralansichten geprägt. Vor allem muss Liega viele persönliche Entscheidungen treffen, die dem Wohl der Karden und der unterdrückten Bevölkerungsschichten dienen, für sie selbst jedoch ein Leben in Verzicht auf die eigenen Bedürfnisse und geprägt von tiefen Schuldzuweisungen bedeutet. Bei ihrem Kampf um den Sturz des Imperiums und der Abschaffung der Sklaverei setzt sie ihren ungebohrenen Sohn Arrant schon verschiedener äußerer Einflüsse auf, die sich auf das Kind auswirken werden. So kann Arrant nach seiner Geburt seinen Cabachon nicht richtig kontrollieren und somit die Magormacht nicht wirklich nach Wunsch nutzen. Wie soll er also so jemals zum neuen Illusionisten heranreifen, der einst das Volk von Kardiastan führen soll? Arrants Leben ist dadurch von Selbstzweifel und Selbsthass geprägt, die allein sein Halbbruder, der damals den Illusionisten, übergeben wurde und somit nur als Geistwesen existiert, etwas abmildern kann. Ligea kann sich nicht so um Arrant kümmern, wie sie es gerne würde und auch Temellin, möchte seinen Sohn nicht bei sich haben, da er Angst hat, dass die Illusion, deren Grauen sich immer weiter ausbreitet, ihn verschlucken könnte. Als Brand nun nach Jahren der Einsamkeit Ligea in ihrem täglichen Kampf zur Seite steht und teilweise als ihr Geliebert fungiert, beginnt Arrant den ehemaligen Sklaven zu hassen, was ihn zu einem einfachen Opfer der Intrigen der Bruderschaft werden lässt.

Die Charaktere dieses Buches entwickeln sich definitiv weiter. Allerdings spielt in diesem Band Ligea nicht die Hauptrolle, sondern ihr Sohn Arrant.
Arrant ist sein Leben lang von Selbstzweifeln bis hin zu Selbsthass geprägt. Er fühlt sich immer wieder unzulänglich und hat Angst seinen Vater und seine Mutter zu enttäuschen. Schuld an dem Ganzen ist vor allem seine wankelmütige Maghormacht, die ihn in den ungünstigsten Situationen verlässt und ihn zu einem Risikofaktor macht.
Ligea fühlt sich als Mutter als unzulänglich, vor allem da sie den Kampf um das Imperium leiten und organisieren muss und nach dem Sturz als neue Imperatorin die Sklaverei abschaffen und die komplette Regierung neu Strukturieren soll. Das in einem solchen Kampf kaum Zeit für ein Kind bleibt, ist ihr klar und erfüllt sie mit Trauer. Zudem vermisst sie ihren Gemahl Temellin, der weit weg von ihr seinen eigenen Kampf ausfechten muss. Ihr Leben ist von persönlichem Verzicht für das Wohl der Allgemeinheit geprägt, was sie oft Hart und Unnahbar erscheinen lässt. Insgeheim sehnt sie sich jedoch nach einem friedlichen Leben und den Menschen, die sie liebt.
Brant, der ehemalige Sklave von Ligea, hat seine starkte Persönlichkeit weiter entwickelt und seinen eigenen Lebensweg gefunden. Als Botschafter kehrt er zu Ligea zurück und beginnt mit ihr eine Liason. Er liebt sie aufrichtig und möchte ihr einen Teil des großen Verzichts erleichtern, den sie auf sich genommen hat. Das Arrant ihn ablehnt, kann Brant nicht verstehen, denn er liebt den Jungen wie einen eigenen Sohn.
Temellin spielt in diesem Buch nur eine untergeordnete Rolle. Er ist Ligeas wahre große Liebe und will sich auch nicht für eine andere Frau entscheiden. Allerdings kann er sein Leben nicht mit ihr verbringen, da er die Maghori und Karden führen muss und das Fortschreiten der Illusion bekämpft. Seinen Sohn liebt er sehr, jedoch will er ihn wegen der Bedrohung durch die Illusion nicht bei sich behalten.
Tarran, der körperlose Halbbruder Arrants, tritt mit Arrant immer in seinem Geiste in Kontakt. Er ist eine Verbindung zu den Illusionierern und eine Waffe gegen die Illusion. Gemeinsam mit den Illusionierern versucht er das Fortschreiten der bösen Illusion zu verhindern, was sehr an seinen Kräften zehrt. Wenn er jedoch bei seinem Bruder ist, hat er eine Atempause vom Kampf. Er versucht die Gefühle seines Bruders nachzuvollziehen und diesem bei seinem Lebenswandel zu unterstützen.
Der Imperator und die dunkle Bruderschaft, der einst Ligea angehörte, sind die bösen Institutionen in diesem Band, ebenso wie der ehemalige Liebhaber und Kommandeur der Eisernen Legion Favonius. Sie versuchen Ligea in die Hände zu bekommen und schrecken dabei nicht vor Kindsmord und Folter zurück.

Alles in Allem bekommen wir mit "Der Bund der Illusionisten 2 - Trügerisches Licht" eine gelungene Fortsetzung der Reihe um Ligea Gayed geobten, in der ihr Sohn Arrant die Hauptrolle spielt. Wir bekommen einen Kampf um die Herrschaft geobten, der von Intrigen, Selbstzweifeln und großen persönlichen Verlusten geprägt ist und mit einer gehörigen Portion Maghormacht geführt wird. Ein Buch, das sich definitiv zu lesen lohnt.
 
 
 


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