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David, Peter

Star Trek - Die Neue Grenze 6
Dunkle Verbündete

  • Autor:David, Peter
  • Titel: Dunkle Verbündete
  • Serie:Star Trek - Die Neue Grenze 6
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Heyne
  • Datum:00 -
  • Preis:7.95 EUR

 
»Dunkle Verbündete« (Star Trek - Die Neue Grenze 6) von David, Peter


Besprochen von:
 
S.B. Tenz
Deine Wertung:
(3)

 
 
In unregelmäßigen Zeitabständen, völlig willkürlich, verlässt „Sie“ die „Hungerzone“. Dann macht „Sie“ sich auf den Weg zu einem bewohnten Planeten, umhüllt diesen mit einem dunklen Schleier, um wenig später, nachdem es alle Lebensformen und die gesamte Vegetation absorbiert hat, in die Hungerzone zurückzukehren. Zurück lässt „Es“ eine tote Welt. Die „Schwarze Masse“ hat wieder gefressen und unzähligen Lebewesen den Tod gebracht. So geschehen vor vielen Jahren. Nun ist die „Schwarze Masse“ erneut ausgeschwärmt und nimmt Ziel auf Tulan IV. Dieser Planet ist die Heimat der fanatischen Erlöser-Sekte. Deren Oberhaupt, der Höchste Gebieter selbst, ersucht ausgerechnet seinen Erzfeind Captain Calhoun um dessen Hilfe. Calhoun und seine Crew sind darüber nicht wenig überrascht. Würde doch niemand von ihnen den Erlösern eine Träne nachweinen. Zunächst lehnt es die Besatzung der Excalibur ab ihren Todfeinden zu helfen. Doch der Höchste Gebieter hat einen teuflischen Trumpf in der Hinterhand. Calhoun steht vor seiner bis dahin wichtigsten Entscheidung. Während sich die „Schwarze Masse“ unaufhaltsam Tulaan IV nähert, entschließt sich Calhoun zu einer unheilvollen Allianz.

Start frei für das sechste Abenteuer der Excalibur. Diesmal geht es um eine geheimnisvolle „Schwarze Masse“, die ein entfernter Verwandter des „Kristallwesens“ sein könnte, auf das einst Picard und seine Crew traf. Vom Hocker reißt uns dieses Abenteuer zwar nicht, aber nach dem zuletzt eher schwachen Band „Die (albernen) Hunde des Krieges“, immerhin ein Lichtblick der wieder hoffen lässt. Die Schwarze Masse, anfangs noch recht bedrohlich wirkend, entwickelt sich aber leider im Laufe der Geschichte zu einem naiven Plummpudding. Und während die Crew der Excalibur vor einer schier unlösbaren Aufgabe steht, findet sie dennoch Zeit ihrem durcheinander geratenen Hormonspiegel freien Lauf zu lassen. Irgendwie scheinen alle unglücklich verliebt, was der Disziplin an Bord nicht gerade zuträglich ist. Hier übertreibt es der Autor ein wenig; trägt zu dick auf. Picard oder Kirk hätten die Hälfte ihrer Offiziere sicher längst gefeuert. An manchen Stellen mangelt es der Story zudem an Logik und die Handlung wirkt dadurch irgendwie zurecht geschustert.
Aber dennoch, langsam aber sicher gelingt es Peter David dem Leser die Protagonisten seiner Serie näher zu bringen. Ob die Crew um Captain Calhoun allerdings den Grad der Unsterblichkeit im Star Trek-Universum erreichen wird ist zweifelhaft. Da muss sich Peter David noch gehörig steigern. Warten wir’s ab.

Fazit: Eines muss man Peter David jedoch lassen. Er hat ein außerordentliches Gespür für ein dramatisches Ende. Mit nur wenigen Worten gelingt es ihm, am Schluss für einen Knalleffekt zu sorgen. Ich musste die letzten Zeilen des Romans mehrmals lesen und muss zugeben: Ich war leicht geschockt und fiebere nun der Fortsetzung entgegen. Warum? Lasst Euch überraschen.

Auf Grund des überraschenden Ende gibt es einen zusätzlichen Punkt. Deshalb:5+1 macht 6.

 
 
 


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