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Alexey Pehov

Chroniken der Seelenfänger 1
Schwarzer Dolch

  • Autor:Alexey Pehov
  • Titel: Schwarzer Dolch
  • Serie:Chroniken der Seelenfänger 1
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper
  • Datum:02 Mai 2016
  • Preis:16,99 EUR

 
»Schwarzer Dolch« (Chroniken der Seelenfänger 1) von Alexey Pehov


Besprochen von:
 
Mystera
Deine Wertung:
(5)

 
 
Der Seelenfänger Ludwig van Normayenn wird auf Grund seines Berufsstandes gleichtzeitig geachtet und gefürchtet. Mit seinem schwarzen Obsidiandolch, der die Seelenfänger auszeichnet, sorgt er dafür, das böse Seelen vernichtet werden und gute Seelen, die dies Wünschen, ihren Frieden finden. Zudem gerät er auf seinen Wegen auch oft an Dämonen und Hexenwerk. Sein Weg fürt von Fürtsentum zu Fürstentum - doch auf dieser gefährlichen Reise erwarten ihn Feinde, die gefährlicher sind, als er bis jetzt ahnt.

Alexey Pehov präsentiert mit "Chroniken der Seelenfänger 1 - Schwarzer Dolch" einen Auftaktroman zu einer Fantasyserie, die sich um den Seelenfänger Ludwig van Normayenn dreht, der mittels seiner Fähigkeit die Seelen der Verstorbenen zu sehen und mit Hilfe seines schwarzen Obsidiandolches, dafür sorgt das böse Seelen vergehen und gute Seelen ihren Frieden finden können. Sein Lohn hierbei ist Energie, die der Dolch speichert und so für Gesundheit und ein langes Leben des Seelenfängers sorgt. Begleitet wird Ludwig von der guten Seele Apostel, der mit seinen teils derben Witzen über die Kirche auffällt, aber dennoch immer den "Moralapostel" für ihn spielt. Auch schließt sich den Beiden ein Animatus (belebter Gegensand) namens Scheuch an. Dieser ist eine Vogelscheuche mit einer riesigen Sense und wahrscheinlich eine "böse" Seele, die nun Buße tut. Ludwig gerät auf seinem Weg von Fürstentum zu Fürstentum immer wieder in Gefahr, doch seinen wahren Feind, hat er noch nicht erkannt...

Mir persönlich gefällt das düstere Szenario, das Alexey Pehov in diesem Autaktroman gezaubert hat, sehr gut. Ludwig ist ein Mensch, der trotz wiedriger Umstände versucht ein wenig Frieden in die Welt zu bringen. Auch in schwierigen Situationen behält er seine ganz eigene Art von Humor und insgesamt ist er ein herzensguter Mensch mit einer genauen Moralvorstellung.
Die Seele Apostels indess, sorgt immer wieder für viel Amüsement, auch wenn er ein ausgemachter Feigling ist. Doch steht diese Seele treu zu dem Seelenfänger und wird von - wenn auch nur zögerlich ausgelebter - Abenteuerlust getrieben. Seine Einstellung zu Scheuch ist eher negativ.
Der Animatus Scheuch ist für mich persönlich eine der liebsten Figuren in diesem Roman gewesen. Auch wenn er des Sprechens nicht fähig ist, bringt Ludwig aus seiner Ich-Erzählerperspektive, jede Regung der Vogelscheuche perfekt rüber. Dieser düstere Charakter mit dem morbiden Humor sorgt für einige Action und gleichzeitig kleine Lachfältchen im Gesicht. Hier sei nur eine Szene erwähnt, in der er selbst einen Kürbis schnitzt und ihn über weite Strecken mit sich nimmt - was so seine eigene Ironie hat. Zudem ist dieser Gefährte Ludwigs ein durchaus starker und schlagkräftiger Part in seinen Abenteuern und vermag dem Seelenfänger aktiv zu helfen, während Apostel dies nur selten vermag.
Die Hexe Gertrude, mit der Ludwig immer wieder anbändelt, ist in diesem Roman für mich noch nicht so durchsichtig gewesen, aber kommt als durchaus vertrauensvolle und mächtige Person herüber, die aber auch eigene Ziele verfolgen mag. Die Beiden verbindet eine Mischung von Unabhänigkeitsdrang, dem Ziel die Welt zu verbessern und der Akzeptanz des jeweils Anderen.
Die Gesamte Story überzeugte mich deshalb, weil durch die Ich-Perspektive Ludwigs der Leser im gesamten Geschehen mitfiebert. Auch wenn die Erzählung in mehrere einzelne Kapitel mit eigenen Geschehnissen verbunden sind, so zieht sich doch durch alles ein roter Faden, der sich am Ende noch mehr verbindet. Die einzelnen Abschnitte sind klar abgeschlossen, allerdings bleibt das Ende dieses Romans offen und lässt mich daher ungeduldig auf die Fortsetzung der Abenteuer des Seelenfängers Ludwig van Normayenn warten.

Alles in Allem hat Alexey Pehov mit "Chroniken der Seelenfänger 1 - Schwarzer Dolch" einen Auftaktroman zu einer Fantasygeschichte um den Seelenfänger Ludwig von Normayenn geschaffen, dessen Ziel es ist, böse Seelen zu vernichten und den guten Seelen auf Wunsch Frieden zu bringen. Er schafft mit seiner Erzählung eine durchaus eher düster geschnittene Szenerie im mittelalterlichen Stil, die aber durch die Art des Seelenfängers aufgelockert wird. Ein Buch, das mit Witz, Charme, Intrigen und Abenteuern, sowie Freundschaft und Liebe aufwarten kann. Eine Geschichte, die man lesen sollte.
 
 
 


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