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Akram El-Bahay

Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen


 
»Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen« von Akram El-Bahay


Besprochen von:
 
Korlat
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Das erste aller Worte ist verschwunden. Anûr, der Hüter des Wortes, auch wenn er dies erst seit kurzem weiß, ist auf der Suche nach Hinweisen. Das Wort muss gefunden werden, bevor es dem dunklen Magier Nyan in die Hände fällt, denn das erste aller Worte könnte dazu benutzt werden, die Welt zu zerstören. Anûr ist nicht allein auf der Suche, seine Freunde Fis, der Magier, Hadukaba, der Sammler und Shalia, die Drachenwächterin sind ebenfalls unterwegs. Bald nach Beginn des Buches kommen sie alle gemeinsam mit dem Sultan Masul und anderen zu einem Rat in der Stadt der Drachenwächter zusammen, um zu beraten, wie sie die Suche organisieren sollen. Anûr soll mit seinem Drachen Meno nach der verschwundenen Stadt Ghouna suchen, in der sich vielleicht eine Spur zu dem verschwundenen Wort finden lässt. Sie werden dort beinahe von Ghoulen überwältigt, und Anûr muss eine schwierige Entscheidung treffen, um das Leben Menos zu retten. Die anderen Freunde versuchen, Bündnisse zu schmieden mit anderen Städten der Menschen. Alle treffen sich über der schwimmenden Stadt Hambar wieder. Das Wort wird gefunden und gelangt in Nyans Besitz. Nyan nimmt den Körper eines der Freunde in Besitz. Mit diesem bösen Cliffhanger endet das Buch.

Kommentar
Das vorliegende Buch ist das zweite einer geplanten Trilogie. Bereits der vorherige Band fand viele begeisterte Leserinnen und Leser mit seiner Geschichte, die von Elementen der High Fantasy und orientalischen Märchen geprägt war. Im zweiten Band wird dies nahtlos weitergeführt. Ein schönes Cover, auf dem der Drache Meno und sein Gefährte Anûr zu sehen sind, weckt Neugier. In beiden Buchklappen sind Karten, die uns die Wege aller beteiligten Handelnden nachvollziehen lassen.
Wir gehen mitten hinein in das Geschehen. Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Fakten zu Beginn genügt, um die Leser auf den aktuellen Stand zu bringen. Der Wettlauf nach dem ersten Wort zwischen dem dunklen Magier Nyan und der Gruppe um Anûr wird anschaulich geschildert. Nyan mobilisiert immer mehr verschiedene und tödliche Kreaturen, von denen wir viele aus Märchen kennen, um Anûr und seine Freunde zu besiegen – Ghoule, Ifrite, Maride, tödliche Drachen und andere mehr, die alle in schönen Bildern beschrieben werden.
Anûr wächst an seiner Aufgabe. Er begreift, dass er eine große Verantwortung trägt und so handeln muss, dass er ihr gerecht wird, auch wenn ihn die Entscheidungen, die er treffen muss, manches Mal schmerzen. Auch seine junge Liebe zu Shalia können wir gut nachvollziehen. Sie verwirrt und schmerzt und führt gelegentlich zu unklugen Handlungen.
Die anderen Freunde sind keine blassen Nebenfiguren. Als Beispiel mag Fis, der Magier gelten. Er hat seine Magie noch nicht wirklich im Griff, startet aber gerade deshalb immer wieder überraschende Rettungsmissionen, wenn die Freunde in Gefahr geraten. Seine Seekrankheit gibt Anlass zum Schmunzeln und sein fliegender Teppich macht sich auch gelegentlich selbständig. So hat jeder der Freunde seine kleinen Eigenheiten und spielt eine ganz eigene Rolle bei den geschilderten Abenteuern.
Das Buch liest sich wie eine erzählte Geschichte. Die Sprache erinnert an Märchenerzähler, wie sie zu uns in die Schule gekommen sind und passt auch deshalb gut zur Geschichte. Und immer wieder erzählen verschiedene Menschen Geschichten in der Geschichte. Dann scheint es, als höre man einem Märchenerzähler auf dem Basar zu.

Fazit
Ein rundherum schönes Buch für alle, die gut geschriebene Fantasy mit orientalischen Touch lieben und etwas für Märchen übrig haben. Ich bin schon sehr gespannt auf den abschließenden Band.
 
 
 


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