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2012-04-24

Filmkritik »Die Tribute von Panem« (2012) - Gänsehaut-Momente im Kino

Deborah W. hat für Fantasybuch.de „Die Tribute von Panem“ im Kino angeschaut und teilt mit uns ihre Filmeindrücke: Nordamerika wurde durch eine Katastrophe zerstört. Seitdem ist nichts mehr wie es mal war. Der Kontinent heißt nun Panem und ist in zwölf Distrikte aufgeteilt, welche die Hauptstadt, das Kapitol, umranden.

Während die Menschen im Kapitol im Prunk und Überfluss schwimmen, steigt der Hungerpegel entsprechend der Zahl der Distrikte. Je höher die Zahl, desto schlechter die Bedingungen.

Katniss lebt in Distrikt zwölf, das für den Kohleabbau zuständig ist. Als Halbwaise muss sie sich um ihre Mutter und kleine Schwester Prim kümmern. Das leben ist hart. Viele scheitern. Um ihre Familie zu ernähren hat Katniss des Öfteren Lose gegen Nahrung getauscht. Somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Katniss bei den nächsten Hungerspielen als Tribut gezogen wird. Jenen Hungerspielen, die zur Erinnerung an die Rebellion und ihre Folgen stattfinden. Vierundzwanzig Kinder, ein Mädchen und ein Junge aus jedem Distrikt, müssen, nachdem sie ausgelost wurden, gegeneinander in einer riesigen Arena antreten. Nur einer gewinnt. Nur einer überlebt.
Als Effie, die Betreuerin von Distrikt zwölf, ihre Hand in den Lostopf steckt geschieht das Unerwartete. Sie zieht den Namen von Prim, obwohl diese nur über ein Los verfügt hat. Für Katniss bricht die Welt zusammen. Ohne zu zögern meldet sie sich freiwillig und ersetzt somit Primrose. Sie und Peeta, der männliche Tribut von Distrikt zwölf, fahren darauf ins Kapitol. Dort tauchen sie in eine Welt der Oberflächlichkeit ein, die ihnen so noch nie begegnet ist. In dieser bunten Welt finden sie drei Verbündete. In einem Interview gesteht Peeta seine Liebe zu Katniss. Das Bild des zu Tode verurteilen Liebespaares verfehlt seine Wirkung nicht. Jedoch merkt Katniss nicht, dass Peeta es tatsächlich ernst meint. Sie spielt mit, um mehr Sponsoren anzuwerben.

Angetrieben von ihrem Überlebenswillen sieht es eine Zeit lang nicht schlecht für die Beiden aus. Doch dann begehen sie einen für die Regierung unverzeihlichen Fehler, sodass für diese höchste Priorität besteht die zwei Jugendlichen zu töten.


Kritik

Das Thema ist anders, neu, frisch. Es handelt sich hierbei um eine gut durchdachte Gesellschaftskritik, welche durch die Verfilmung noch ein größeres Publikum erreicht. Selbstverständlich müssen Abstriche gegenüber dem Buch gemacht werden, doch das beeinflusst den Film kaum in seiner Qualität. Eigentlich sind es nur zwei Szenen, die einem aus dem Buch so sehr in Erinnerung geblieben sind, dass sie hier schlicht und einfach in der veränderten Form bisschen stören und fehlen. Aufgrund der enormen Spannung während des Filmes, ist dieser Fauxpas aber schnell vergessen. Dass die Liebesgeschichte zwischen Peeta und Katniss nicht solche Tiefe erreicht wie in dem Buch, schadet dem Film auch nicht in geringster Weise.



Zu Erst schienen mir die Schauspieler zu alt, zu schön, unpassend eben. Doch was aus ihnen gemacht wurde ist erste Klasse. Das Aussehen wurde an das Buch angepasst. Im Nachhinein gesehen entspricht es diesem sehr.

Jennifer Lawrence wurde nicht umsonst in der Vergangenheit für einen Oscar nominiert. Ihre schauspielerische Leistung ist hervorragend, sodass sie ihre Rolle als Katniss vollkommen glaubwürdig darstellt. Auch die anderen Schauspieler beweisen, dass sie talentiert sind und tragen zu der sehr guten Qualität des Filmes bei, wobei Jennifer Lawrence aber schon wie ein heller Stern am Himmel alle überstrahlt. Katniss ist ein sehr realistischer Charakter. Sie ist zwar sehr gut mit dem Bogen, doch verfehlt sie auch mal. Peeta besitzt eine ungewöhnliche Gabe für einen Jungen. Als Bäckersjunge kann er sich hervorragend tarnen.Das macht den ganzen Film umso besser. Keine Helden, die übermächtig sind.

Die zu Erst kompliziert darzustellende, enorme Brutalität in den Büchern schien ab zwölf schwer realisierbar zu sein. Dieses Problem wurde sehr gut gelöst. In den Kampfszenen fließt fast gar kein Blut, die Kameraführung ist verwackelt, sodass man gar nicht genau sieht was geschieht. Die Brutalität wird durch die vielen Morde und der gleichgültigen Einstellung den Toten gegenüber genug dargestellt. Man bekommt schon allein einen enormen Druck im Hals zu spüren, wenn man sie wie am Anfang die Tribute wie Fliegen sterben. Die Grausamkeit wird ja auch im Buch mit anderen Mitteln erzeugt.

Fazit

„Die Tribute von Panem“ ist ein sehr aufwühlender Film. Ich fühlte mich in die Rolle der Bewohner versetzt. Ein ganz anderes Erlebnis als in den Büchern, da diese ja in der Ich-Form geschrieben sind. Ich hab mitgefiebert, Daumen für Katniss und Peeta gedrückt und habe mich trotz Kennen der Geschichte immer wieder erschreckt. Gänsehaut-Momente kamen nicht zu kurz. „Die Tribute von Panem“ haben mich positiv überrascht.




Bildmaterial mit der freundlichen Genehmigung von Studicanal.

 
»Die Tribute von Panem« Buchserie und Rezensionen

D.W.

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